Piezoelektrische Mikrosensoren auf Basis von Aluminiumnitrid für die Industrie
Das Fraunhofer ENAS stellt auf der SENSOR+TEST in Nürnberg Forschungsergebnisse für die Herstellung und Anwendung von Aluminium-Nitrid-Schichten vor
Auf der SENSOR+TEST zeigt das Fraunhofer ENAS verschiedene Anwendungsbeispiele für Aluminiumnitrid-basierte Sensor- und Aktuatorsysteme. Zum Beispiel stellt es Wake-up-Generatoren vor, die mithilfe der dünnen AlN-Schicht ein mechanisches Ereignis wie Beschleunigung oder Vibration erkennen und die mechanische Energie in elektrische Energie umwandeln, um ein Sensorsystem aus dem Ruhezustand zu aktivieren. Dabei wird eine Beschleunigung von mindestens 0,08 g, um genügend Energie zur Aktivierung des Systems zu erzeugen. Der Wake-up-Generator arbeitet energieautark und stromlos. In Kombination mit einem ASIC verbraucht das System weniger als 300 nA Strom.
Diese piezoelektrischen Wandler stoßen in der Industrie auf hohes Interesse als Aktuator- und Sensormaterial. Um diese industriellen Anwendungen zu ermöglichen, hat das Fraunhofer ENAS gemeinsam mit der kanadischen Firma Preciseley Microtechnology Inc. und dem sächsischem Mittelständler EDC Electronic Design Chemnitz GmbH einen piezoelektrischen Wandler entwickelt, der als Positionssensoren erfolgreich in die industrielle Großserientechnologie des kanadischen Projektpartners integriert wurde. Darüber hinaus haben die Projektpartner einen ASIC zur schnellen, rauscharmen Auswertung kleinster Sensorsignale realisiert. Am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand demonstriert Fraunhofer ENAS die Vorzüge von Aluminiumnitrid-basierten Systemen anhand eines piezoelektrischen MOEMS, der einen Scanwinkel von bis zu 100° bei einer Antriebsspannung von unter 20 Volt besitzt und bei Temperaturen bis 150 °C zuverlässig funktioniert.
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 72 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. Mehr als 26 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Davon fallen 2,2 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Rund 70 Prozent dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Internationale Kooperationen mit exzellenten Forschungspartnern und innovativen Unternehmen weltweit sorgen für einen direkten Zugang zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 72 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. Mehr als 26 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Davon fallen 2,2 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Rund 70 Prozent dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Internationale Kooperationen mit exzellenten Forschungspartnern und innovativen Unternehmen weltweit sorgen für einen direkten Zugang zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.
Datum: 24.06.2019 - 11:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1731409
Anzahl Zeichen: 3572
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Chemnitz
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 451 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Piezoelektrische Mikrosensoren auf Basis von Aluminiumnitrid für die Industrie"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Steigende Anforderungen an die Ausfallsicherheit von Leistungselektronik bei gleichzeitig wachsenden Zuverlässigkeitsrisiken aufgrund der hohen Komplexität der Bauelemente machen hochgenaue Lebensdauermodelle und verbesserte Zuverlässigkeitsmethoden für die Entwicklung dieser Leistungselektronik
Fraunhofer ENAS stellt einen schnellen Virustest für den Nachweis des SARS-CoV-2-Virus und ein aktives Wundpflaster zur Stimulation von Heilungsprozessen auf der virtual.COMPAMED 2020 vor ...
In einer Stunde einen Nachweis über eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus oder aber auch über die Immunität gegen das Virus erhalten. Mit elektrischer Stimulation durch ein aktives Wundpflaster Heilungsprozesse beschleunigen. Diese und weitere Themen zeigt das Fraunhofer ENAS zum ersten Mal vom
Dezentrales Monitoring von COVID-19 Patienten: Projekt M3Infekt startet ...
Chemnitz und Erlangen: Fraunhofer ENAS bringt im Rahmen des Fraunhofer Clusterprojektes M3Infekt seine Expertise zu abstimmbaren optischen Filter für ein Monitoringsystem von COVID-19-Patienten ein. Das Fraunhofer Clusterprojekt M3Infekt zielt darauf ab, ein Monitoringsystem zu entwickeln, das ein
Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS
Nahfeldmessungen mit dem NFS3000 zur elektromagnetischen Charakterisierung von Bauteilen und Systemen ...
Durch die immer weiter voranschreitende Digitalisierung gibt es heute einen enormen Zuwachs an elektronischen Geräten im privaten, öffentlichen oder industriellen Bereich. Mit dem »Internet of Everything« und der damit steigenden Vernetzung lassen sich Daten unterschiedlichster Anwendungen mitei
Waferlevel-Prozess zur Abscheidung dicker Aluminium-Schichten für die Aufbau- und Verbindungstechnik ...
Das Fraunhofer ENAS hat in dem vom BMBF-geförderten Verbundprojekt ?AioLi? (FKZ: 16ES0329K) einen Prozess zur Abscheidung von dicken Aluminiumschichten auf Leiterplatten-, Silizium- und Keramiksubstraten entwickelt. Aufgrund negativen Standardpotentials von Aluminium erfolgt die galvanische Abschei
MorphoSys präsentiert Daten der primären Analyse der L-MIND-Studie, einer Kombinationsstudie mit Tafasitamab (MOR208) und Lenalidomid im aggressiven Lymphom (DLBCL), auf dem ICML 2019 ...
Die MorphoSys AG (FSE: MOR; Prime Standard Segment; MDAX & TecDAX, NASDAQ: MOR) hat heute in einem Vortrag (oral presentation) auf der 15. International Conference on Malignant Lymphoma (ICML) in Lugano, Schweiz, Daten der primären Analyse (Stichtag 30. November 2018) der laufenden, einarmigen
Föhls Heißkanaltechnologie für Zinkdruckguss ...
Rudersberg - Föhl, der baden-württembergische Spezialist für Zinkdruckguss und Kunststoffspritzguss, präsentiert eine neue Heißkanaltechnologie für Zinkdruckgussteile, die wahlweise ohne oder mit stark reduziertem Angusssystem auskommt. Ein entscheidender Vorteil ist die höhere Qualität der




