Nach den Wirbelstürmen (FOTO)
ID: 1741178

(ots) -
In den betroffenen Regionen in Mosambik, Malawi und Simbabwe ist
der Hilfsbedarf auch vier Monate nach der Katastrophe groß. Es steht
ein schwieriger Wiederaufbau bevor, der langfristige Unterstützung
erfordert.
Mitte März fegten innerhalb weniger Wochen zwei heftige
Wirbelstürme mit Starkregenfällen über den Südosten Afrikas und
hinterließen Zerstörung und Verzweiflung. Zehntausende Menschen in
den betroffenen Ländern leben weiterhin gedrängt in provisorischen
Notunterkünften und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Straßen,
Brücken und Wasserleitungen wurden ebenso zerstört wie Ackerflächen.
Der Verlust der Ernten hat die ohnehin schon schwierige
Ernährungssituation von Teilen der Bevölkerung verschärft. Es wird
dauern bis eine neue Aussaat erntereif ist und sich die Menschen
wieder selbst versorgen können.
Das erfordert akute Nothilfe und langfristige Unterstützung. In
diesem Sinne leisten die Bündnis-Mitglieder und ihre lokalen Partner
auch vier Monate nach der Katastrophe noch Nothilfe und versorgen
Menschen mit lebensnotwendigen Hilfsgütern wie Trinkwasser,
Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Gleichzeitig beginnt der
Wiederaufbau. Bündnis-Mitglieder verteilen Saatgut und Werkzeuge, um
Felder wieder neu zu bestellen, stellen Mittel für die Reparatur der
Wasserversorgung bereit und unterstützen den Bau von stabileren
Häusern.
Die Hilfe ist nach wie vor ausbaufähig, bemerken die
Bündnis-Mitglieder. Es fehlt an finanziellen Mitteln für die weitere
Nothilfe und den Wiederaufbau. Zudem kritisieren die
Bündnis-Mitglieder die mangelnde Berücksichtigung von lokalen NGOs,
denen kaum Mittel zur Verfügung stehen. Gerade im Hinblick auf die
notwendige Langfristigkeit der Unterstützung und Einbindung in
gesamtgesell¬schaftliche Prozesse ist aber die Einbeziehung der
lokalen NGOs mit ihren Kontakten in die Gemeinschaften unabdingbar.
"Wenn nicht jetzt abgestimmte, nachhaltige Maßnahmen für die
Übergangs¬hilfe und den Wiederaufbau auf den Weg gebracht werden,
wird sich die Verwundbarkeit der Menschen noch weiter erhöhen",
erklärt Peter Mucke, Geschäftsführer von Bündnis Entwicklung Hilft.
Laut WeltRisikoIndex 2018 sind Mosambik (Rang 42), Malawi (Rang
56) und Simbabwe (Rang 38) bereits jetzt sehr verwundbar gegenüber
extremen Naturereignissen. "Eine dauerhafte Verbesserung der
Infrastruktur und Stärkung der Katastrophenprävention gerade auch auf
der kommunalen Ebene ist notwendig, um die Menschen besser gegen
zukünftige extreme Naturereignisse zu schützen und Schäden zu
reduzieren", so Mucke.
Das Bündnis Entwicklung ist ein Zusammenschluss von
Nichtregierungsorganisationen, die gemeinsam Hilfe bei Katastrophen
leisten. Das Bündnis gibt jährlich den WeltRisikoBericht mit dem
WeltRisikoIndex heraus: https://weltrisikobericht.de/
Spenden Sie unter dem Stichwort Wirbelstürme:
https://spenden.entwicklung-hilft.de
Weitere Informationen zum Bündnis Entwicklung Hilft:
www.entwicklung-hilft.de
Pressemitteilung als PDF: http://ots.de/uBpKoQ
Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, DAHW,
Kindernothilfe, medico international, Misereor, Plan International,
terre des hommes, Welthungerhilfe sowie die assoziierten Mitglieder
German Doctors und Oxfam leisten als Bündnis Entwicklung Hilft akute
und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten.
Pressekontakt:
Bündnis Entwicklung Hilft
Pressestelle
Schöneberger Ufer 61
10785 Berlin
Tel.: 030 - 278 77 393
presse@entwicklung-hilft.de
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Datum: 30.07.2019 - 11:00 Uhr
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