Der Tagesspiegel: Atommülllager Asse könnte Bund fünf Milliarden Euro kosten
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Steuerzahler mehr als fünf Milliarden Euro kosten. Das geht aus einem
Bericht des Bundesrechnungshofes hervor, der dem Fachdienst
"Tagesspiegel Background Energie&Klima" exklusiv vorliegt. So sieht
der Bundesrechnungshof das "erhebliche Risiko", dass die
Gesamtausgaben für das Projekt die zuletzt geschätzten zwei
Milliarden Euro drastisch übersteigen. Der Rechnungshof stützt diese
Annahme auf eine Kostenschätzung der Bundesgesellschaft für
Endlagerung (BGE). Das Bundesumweltministerium (BMU) hat dem
Rechnungshof die Schätzung der BGE für den weiteren Zeitraum
übermittelt: 3,35 Milliarden Euro könnte die Asse zwischen 2019 und
2033 kosten. Diese Schätzung ist laut Bundesrechnungshof "mit
erheblichen Unsicherheiten behaftet", denn die Kosten könnten auch 30
Prozent höher ausfallen. Bis zum Jahr 2018 hatten die Offenhaltung
des Bergwerks und die Planung der Rückholung des Atommülls den Bund
bereits rund eine Milliarde Euro gekostet.
Zwischen 1967 und 1978 wurden schwach- bis mittelradioaktive
Abfälle in die Schachtanlage eingelagert, insgesamt rund 126 000
Fässer. Doch schon seit Jahrzehnten bereitet die Lagerstätte
Probleme. Seit 1988 dringt Wasser in das Bergwerk ein. An 350 Stellen
wird Wasser aufgefangen, laut BGE waren es im Februar rund 12,5
Kubikmeter täglich. Ab 2033 soll der Atommüll zurückgeholt werden.
Noch in diesem Jahr will die BGE einen Plan zur Rückholung vorlegen.
http://www.tagesspiegel.de/politik/bericht-des-bundesrechnungshofs
-atommuelllager-asse-koennte-bund-fuenf-milliarden-euro-kosten/249023
30.html
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Datum: 14.08.2019 - 11:59 Uhr
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