IoT-Drucker sind Einfallstore für Hacker
Ursprünglich wurden Drucker entworfen, um Benutzern eine einfache Möglichkeit zu geben, physische Kopien ihrer Dokumente herzustellen. Doch in den letzten zehn Jahren wandelte sich der Drucker zu einem Netzwerkgerät, welches mehreren Personen in Unternehmen die gleichzeitige Nutzung ermöglichte. Mittlerweile sind Drucker Multifunktionsgeräte, die über WLAN und Mobile-Apps drucken können und via IP-Netz miteinander kommunizieren. Sie gehören damit zu den IoT-Geräten der ersten Stunde. Die zunehmende Vernetzung von ?intelligenten? Geräten sowohl untereinander als auch nach außen bzw. mit dem Internet, birgt allerdings gerade für Unternehmen viele Risiken.
Im Gegensatz zu typischen IoT-Geräten, die für den Anschluss an ein Gastnetzwerk zu Hause und im Büro konzipiert sind, arbeiten fast alle Drucker innerhalb des Hauptnetzwerks.
Auf diese Weise kann das Gerät Druckaufträge von verschiedenen Arbeitsplätzen aus annehmen. Drucker, die mit dem Firmen- oder Heimnetzwerk verbunden und zugleich als IoT-Gerät im Internet verfügbar sind, bieten Cyberkriminellen somit einen Angriffspunkt, um über den Drucker in das interne Netzwerk einzudringen.
Genau dieses Thema wurde von zwei Sicherheitsforschern der NCC Group untersucht. Das Fazit: Netzwerkdrucker sind heute ein bequemer Weg für Cyberkriminelle, um in ein ansonsten privates oder internes Netzwerk von Unternehmen einzudringen. Drucker sind eigentlich nicht als Gateways konzipiert. Doch durch die IoT-Funktionalitäten schlagen Drucker nun die Brücke zwischen öffentlichem Internet und internem Netzwerk. Diese werden nun auch von außen her anfällig, z. B. für DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service). Das Sicherheitsteam der NCC Group hat verschiedene Drucker von Ricoh, HP, Lexmark, Xerox und Kyocera getestet. Fast alle Geräte waren von Buffer-Overflow-Sicherheitslücken in der Webanwendung betroffen, die es einem Angreifer ermöglichen würde, einen Denial-of-Service-Angriff durchzuführen und möglicherweise einen beliebigen Code auf dem Gerät auszuführen. Immerhin konnten von fast allen Anbietern Updates bereitgestellt werden, um die aufgedeckten Schwachstellen zu schließen.
Die Ergebnisse der NCC Group stimmen mit der kürzlich veröffentlichten Microsoft-Studie überein, die zeigt, dass es zu immer mehr Missbrauchsfällen von IoT-Geräten kommt. Cyberkriminelle nutzen immer öfter diese künstlichen Gateways, um auf interne Firmennetzwerke zuzugreifen. Hierbei machen sie sich oftmals Unzulänglichkeiten bei einfachen Konfigurations- und Sicherheitseinstellungen zu nutze. ?Diese einfachen Angriffe, die sich die Vorteile des schwachen Gerätemanagements zunutze machen, werden sich wahrscheinlich ausweiten, da immer mehr IoT-Geräte in Unternehmen eingesetzt werden?, betont das Cybersicherheitsteam von Microsoft. Viele Cyberkriminelle haben sich bereits darauf spezialisiert, Unternehmen über deren IoT-Geräte zu infiltrieren. So haben erst im April Sicherheitsexperten des Microsoft Threat Intelligence Center, eine der Cybersicherheitsabteilungen des Betriebssystemherstellers, die russische Hackergruppe Strontium bei dem Versuch entdeckt, Firmennetzwerke zu hacken. Die auch unter den Namen APT28 oder Fancy Bear bekannte Gruppe, die dem russischen Geheimdienst GRU zugerechnet wird, versuchte sich über Drucker und VOIP-Telefone einen ersten Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Von dort aus sollte wohl versucht werden, an sensible Unternehmensdaten zu gelangen. Allerdings wurden diese Angriffe von Microsoft in einer frühen Phase identifiziert und blockiert, sodass nicht mehr bestimmt werden konnte, welche Daten genau das Ziel der Hacker waren. Dabei machten es die Unternehmen den Kriminellen denkbar einfach, so wurden etwa Passwörter des Geräteherstellers nicht geändert oder Sicherheitsupdates nicht aktualisiert. Für Firmen ist es daher unabdinglich, ein zentrales Konfigurations- und Patch-Management einzuführen und zu erfassen. Auch sollten alle IoT-Geräte auf anormales Verhalten bzw. Aktivitäten überwacht sowie Protokolle über den Geräteverkehr geführt werden. Des Weiteren ist es ratsam, IoT-Geräte niemals direkt mit dem Internet zu verbinden und benutzerdefinierte Zugangskontrollen einzuführen.
Über die 8com GmbH & Co. KG
Das 8com Cyber Defense Center schützt die digitalen Infrastrukturen von 8coms Kunden effektiv vor Cyberangriffen. Es beinhaltet ein Security Information and Event Management (SIEM), Vulnerability Management sowie professionelle Penetrationstests. Zudem bietet es den Aufbau und die Integration eines Information Security Management Systems (ISMS) inklusive Zertifizierung nach gängigen Standards. Awareness-Maßnahmen, Security Trainings und ein Incident Response Management runden das Angebot ab.
8com gehört zu den führenden Anbietern von Awareness-Leistungen und Informationssicherheit in Europa. Seit 15 Jahren ist das Ziel von 8com, Kunden die bestmögliche Leistung zu bieten und gemeinsam ein ökonomisch sinnvolles, aber trotzdem möglichst hohes Informationssicherheitsniveau zu erzielen. Durch die einzigartige Kombination aus technischem Know-how und direkten Einblicken in die Arbeitsweisen von Cyberkriminellen können die Cyber-Security-Experten bei ihrer Arbeit auf fundierte Erfahrungswerte zurückgreifen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über die 8com GmbH&Co. KGDas 8com Cyber Defense Center schützt die digitalen Infrastrukturen von 8coms Kunden effektiv vor Cyberangriffen. Es beinhaltet ein Security Information and Event Management (SIEM), Vulnerability Management sowie professionelle Penetrationstests. Zudem bietet es den Aufbau und die Integration eines Information Security ManagementSystems (ISMS) inklusive Zertifizierung nach gängigen Standards. Awareness-Maßnahmen, Security Trainings und ein Incident Response Management runden das Angebot ab.8com gehört zu den führenden Anbietern von Awareness-Leistungen und Informationssicherheit in Europa. Seit 15 Jahren ist das Ziel von 8com, Kunden die bestmögliche Leistung zu bieten und gemeinsam ein ökonomisch sinnvolles, aber trotzdem möglichst hohes Informationssicherheitsniveau zu erzielen. Durchdie einzigartige Kombination aus technischem Know-how und direkten Einblicken in die Arbeitsweisen von Cyberkriminellen können die Cyber-Security-Experten bei ihrer Arbeit auf fundierte Erfahrungswerte zurückgreifen.
Datum: 16.08.2019 - 10:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1745420
Anzahl Zeichen: 5706
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Neustadt an der Weinstraße
Kategorie:
New Media & Software
Diese Pressemitteilung wurde bisher 508 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IoT-Drucker sind Einfallstore für Hacker"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
8com GmbH&Co. KG (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Wann immer man ein neues Passwort anlegen muss, steht man vor einer schwierigen Entscheidung: Etwas nehmen, das man sich auch merken kann oder ein sicheres Passwort generieren lassen, das man sich wahrscheinlich nicht merken kann. Abhilfe versprechen cloud-basierte Passwortmanager. Sie gelten gemein
Kritische Sicherheitslücke im Microsoft Configuration Manager: CISA warnt vor aktiver Ausnutzung ...
Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat eine Warnung bezüglich einer kritischen Schwachstelle im Microsoft Configuration Manager (ehemals SCCM) herausgegeben. Diese als CVE-2024-43468 identifizierte Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern, durch das Einschleusen von bösartigen SQL-Befehlen au
Der Preis der Bequemlichkeit: Musikstreaming zwischen Massenmarkt und dem Ruf nach finanzieller Fairness ...
Die Art und Weise, wie die Gesellschaft Musik konsumiert, hat sich in der letzten Dekade radikal gewandelt. Was früher mühsam auf CDs gesammelt oder aus dem Radio aufgenommen wurde, steht heute per Knopfdruck in millionenfacher Ausführung zur Verfügung. Doch während die Nutzer von der grenzenlo
Weitere Mitteilungen von 8com GmbH&Co. KG
Der 1. FC Saarbrücken TT und Reservix vereinbaren langfristige Partnerschaft ...
Der 1. FC Saarbrücken TT und Reservix haben zur neuen Saison 2019/20 eine langfristige Partnerschaft vereinbart. Reservix ist offizieller Ticketing-Partner des Tischtennisvereins aus dem Saarland. Unter www.fcs-tischtennis.de können Besucher ab August Dauerkarten und Tickets für alle Heimspiele i
Memor 10? Ein MDE Gerät für alle Bereiche ...
Mit dem kleinen und handlichen Datalogic Memor 10 können Unternehmen ihre Effektivität in allen Bereichen steigern. Das MDE-Gerät besitzt ein 5-Zoll Full-Touch Display und als Betriebssystem ist Android 8.1 installiert. Im Gerät selbst sind ein 2GHz Octa-Core Prozessor, 32GB Flash- und 3 GB
Bisley FORTIS Desking ...
Bisley FORTIS Desking vereint verschiedene Materialien in einem Produkt. Das Ergebnis sind hochwertige, robuste Tische in einem zeitlosen Design, die jedem Raum einen ganz besonderen Charme verleihen. Ob als Esstisch, Stehtisch oder Konferenztisch ? erhältlich in verschiedenen Maßen, Farben und Ö
Ausschreibungstexte von Strulik online verfügbar ...
Die Ausschreibungstexte des Brandschutz- und Lüftungsherstellers Strulik sind ab sofort online in der Datenbank ?ausschreiben.de? von Orca Software verfügbar. Unter der Rubrik ?Raumlufttechnik? sind Produkte des Unternehmens aus den Bereichen Brandschutz, Entrauchung, Differenzdruckanlagen und Lü




