Neue Westfälische (Bielefeld): "Klare Position": Israel bekräftigt Ablehnung von AfD-Politikern
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Delegationsreise nordrhein-westfälischer Landtagsabgeordneter ins
Heilige Land seine Ablehnung gegenüber der AfD bekräftigt. Die
Haltung sei eindeutig, sagte die Sprecherin der israelischen
Botschaft in Deutschland, Shir Gideon, in einem Gespräch mit der in
Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Samstagausgabe): "Unsere
Position, keinen Kontakt zur AfD zu haben, ist klar und bleibt
unverändert."
Der Digitalausschuss des NRW-Landtags hat eine Informationsreise
nach Israel gestrichen, weil man mit einem AfD-Abgeordneten in der
Gruppe nicht offiziell empfangen worden wäre; geplant war unter
anderem ein Aufenthalt in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.
Gideon bestätigte den Vorgang. Es habe bislang "einige Absagen von
offiziellen Besuchen in Israel wegen der möglichen Teilnahme von
AfD-Mitgliedern" gegeben, sagte sie. Zugleich würden "andere Besuche
und Dialoge auf vielen verschiedenen Ebenen und in Bezug auf das
breite Themenspektrum der bilateralen Agenda fortgesetzt".
Die Sprecherin der israelischen Botschaft würdigte den politischen
Austausch jenseits der AfD. Israel setze sich "weiterhin mit allen
anderen politischen Parteien auseinander", so Gideon, "die die
tragische Geschichte, die unsere Völker verbindet, respektieren und
sensibel mit ihr umgehen und die Beziehungen zwischen Israel und
Deutschland ausbauen wollen".
Irith Michelsohn, Generalsekretärin der Union Progressiver Juden
in Deutschland, teilt die Meinung des Staates Israels über die AfD.
Die Reaktion der Gedenkstätte Yad Vashem, einer staatlichen
Institution, sei "total nachvollziehbar", sagte sie der Neuen
Westfälischen. AfD-Politiker, die "die Shoa leugnen, alles in Abrede
stellen und verharmlosen, haben auf dem Boden des jüdischen Staates
nichts verloren".
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Datum: 16.08.2019 - 16:16 Uhr
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