Caritas: Rückkehr der Rohingya unmöglich - Zwei Jahre nach der Vertreibung aus Myanmar machen 61 Hilfsorganisationen auf anhaltende Diskriminierung aufmerksam
ID: 1746548
ethnischen Säuberungen in Myanmar fliehen mussten, macht Caritas
gemeinsam mit 60 weiteren Hilfsorganisationen auf die fortdauernde
Recht- und Perspektivlosigkeit der muslimischen Minderheit
aufmerksam. In einer gemeinsamen Erklärung der in Bangladesch und
Myanmar tätigen Organisationen heißt es: "Während UN-Organisationen
und über 130 lokale, nationale und internationale NGOs die Regierung
von Bangladesch bei der Bereitstellung lebenserhaltender Hilfe
unterstützt haben, benötigen Flüchtlinge weit mehr als nur eine
Grundversorgung zum Überleben. Sie brauchen Rechte, Sicherheit und
Würde. Viele sehnen sich nach einer Rückkehr, fürchten aber weitere
Gewalt und Verfolgung zu Hause."
Aktuell versetzen die Geflüchteten Nachrichten in Angst, die von
einer geplanten beschleunigten Rückführung aus Bangladesch nach
Myanmar berichten. In einem ersten Schritt sollen demnach am 22.
August 3500 Rohingya von Bangladesch nach Myanmar gebracht werden.
Die Erklärung der 61 Hilfsorganisationen stellt dazu fest, dass die
Rohingya von den Regierungen Myanmars und Bangladeschs in alle
Diskussionen und Entscheidungen über ihre Zukunft (einschließlich
ihrer sicheren und freiwilligen Rückkehr) umfassend einbezogen werden
müssen.
Allein schon aufgrund der anhaltenden Diskriminierung von
Minderheiten in Myanmar ist eine Rückkehr derzeit ausgeschlossen. So
können sich die Rohingya in Myanmar nicht frei bewegen. Ihr Zugang zu
Bildung und Gesundheitsversorgung ist stark begrenzt. "Um dauerhafte
Lösungen zu erzielen, muss sich die Regierung Myanmars mit den
grundlegenden Fragen der Gleichberechtigung befassen und
sicherstellen, dass alle Menschen in Sicherheit leben können, Zugang
zur Basisversorgung haben und die Möglichkeit bekommen, sich ihren
Lebensunter aus eigener Kraft zu verdienen", heißt es in der
Erklärung.
Angesichts der Rechte- und Perspektivlosigkeit der Rohingya in
Bangladesch und Myanmar fordert Caritas international, das Hilfswerk
des Deutschen Caritasverbandes, die internationale Gemeinschaft auf,
den politisch-diplomatischen Druck auf die Regierung von Myanmar zu
verstärken, um ein Ende der Diskriminierung von Minderheiten zu
erreichen. Zudem müsse Bangladesch stärker bei der Integration von
Rohingya unterstützt und über Angebote zur Umsiedlung von Rohingya in
Drittstaaten nachgedacht werden.
Die deutsche Caritas-Mitarbeiterin Christin Mothsche, die seit
mehr als einem Jahr im Flüchtlingslager Cox's Bazar arbeitet, steht
in Bangladesch für Interviews zur Verfügung. Kontakt über die
Pressestelle: +49 761 200 515, achim.reinke@caritas.de
Der Text der Erklärung im Original findet sich hier:
http://caritas-international.news/rohingya-two-years-on
Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen
Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas
mit 165 nationalen Mitgliedsverbänden.
Pressekontakt:
Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Michael Brücker (verantwortlich, Durchwahl -293),
Achim Reinke (Durchwahl -515). www.caritas-international.de
Original-Content von: Caritas international, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.08.2019 - 12:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1746548
Anzahl Zeichen: 3688
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Freiburg
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 598 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Caritas: Rückkehr der Rohingya unmöglich - Zwei Jahre nach der Vertreibung aus Myanmar machen 61 Hilfsorganisationen auf anhaltende Diskriminierung aufmerksam"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Caritas international (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Tausende Menschen noch vermisst - Hilfen der Caritas Venezuela haben mehr als 72.000 Menschen erreicht - Caritas plant Wiederaufbau und bittet um Spenden Die Akuthilfen der Caritas laufen auch in der dritten Woche nach den Erdbeben in den venezolanischen Bundesstaaten La Guaira, Caracas und Carabob
Erdbeben in Venezuela: Caritas intensiviert ihre Unterstützung und erhöht Nothilfe auf eine Million Euro ...
Opferzahlen des Erdbebens steigen weiter - Caritas verteilt Hilfsgüter, Betroffene kommen in kirchlichen Einrichtungen unter - Gesundheitssystem ist überlastet, Krankheitsausbrüche drohen - Caritas hilft elternlosen Kindern und Traumatisierten. FGut eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in V
Caritas Venezuela im Großeinsatz: Notzentren, Lebensmittel und Schutz für Erdbebenopfer ...
Kirchengemeinden versorgen Betroffene mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, richten Notunterkünfte ein und kümmern sich um traumatisierte Menschen. Nationales Nothilfezentrum eingerichtet. Spendenaufruf für die Betroffenen des Erdbebens. Nach dem schweren Erdbeben im Norden Venezuelas hat die Cari
Weitere Mitteilungen von Caritas international
Internationaler Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens ...
Erzbischof Schick und Bischof Ackermann: Religionsfreiheit festigen und fördern Erstmals am diesjährigen 22. August begeht die Weltgemeinschaft den von den Vereinten Nationen ausgerufenen "Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des
Kölner Oberbürgermeisterin ehrt IB-Mitarbeiter Adil Demirci / Nach 14 Monaten Zwangsaufenthalt in der Türkei ist der Kölner Journalist und Sozialarbeiter seit Juni wieder in Deutschland ...
Die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, wird heute, 21. August 2019, Adil Demirci wieder offiziell in seiner Heimatstadt Köln begrüßen. Mit einem Empfang will sie ihn gleichzeitig für seinen Einsatz für die europäischen Grundwerte von Freiheit, Demokratie und Menschenrec
Autobauer sammelnüber 700 Brillen ...
- 702 Brillen wurden innerhalb von vier Wochen bei Ford gesammelt - Ford unterstützt damit "Zwei Gläser, die die Welt bedeuten" des Caritasverbandes für die Region Eifel - Brillen kommen bedürftigen Menschen in aller Welt zu Gute 702 Brillen wurden in den letzten vier Wochen
70 Jahre Soziale Marktwirtschaft: ein Grund zum Feiern, einiger Anlass für Reformen ...
- Mit Sozialer Marktwirtschaft Versechsfachung des Wohlstands in Deutschland seit 1950 - Wirtschaftsstärke und sozialer Ausgleich herausragend vereint - Sicherung des Arbeitskräftepotentials erforderlich - Stärkung von Investitionen, Innovationen und Ausbau der Digitalis




