Amazonas: Mercosur-Abkommen legt neue Brände und muss gestoppt werden
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medico international sammelt ab sofort Spenden für die Waldschützer
eines indigenen Territoriums im Amazonas. Lateinamerika-Referent
Moritz Krawinkel kritisiert außerdem die EU-Handelspolitik als eine
zentrale Brandursache und fordert einen Stopp des Mercosur-Abkommens.
"Die europäische Handelspolitik ist eine zentrale Brandursache im
Amazonas. Der Amazonas brennt, weil Brasilien und weite Teile
Lateinamerikas auf den Export von Primärgütern - unter anderem Erz,
Fleisch, Soja - festgelegt sind", so Krawinkel. Allein im Jahr 2018
ist der Sojaexport aus Brasilien um über 20% gestiegen. Ein Großteil
der Brände im Amazonas-Regenwald wird gelegt, um neue Anbauflächen zu
erschließen. Brasilien ist weltweit der größte Exporteur für
landwirtschaftliche Produkte in die EU.
Die Rolle Lateinamerikas als Primärgüter-Lieferant für Europa
werde im Mercosur-Abkommen zementiert und durch zusätzliche Anreize
ausgebaut. "Die Konsequenz, die Europa aus den Bränden ziehen muss,
ist der sofortige Stopp des Abkommens. Ansonsten gießt die EU weiter
Öl in ein Feuer, das sie selbst mit entzündet hat. Bolsonaro hat beim
Löschen versagt, aber den Brand hat die EU mit ihm gemeinsam gelegt",
so Krawinkel weiter.
Mit einer Spendensammlung unterstützen medico international und
Poema e.V. die indigene Gruppe der Ka'apor im Amazonas beim Schutz
ihres Territoriums. Das Gebiet der Ka'apor an der Grenze der
brasilianischen Bundestaaten Pará und Maranhão ist umzingelt von
Rinderweiden. Immer wieder dringen Holzfäller in das indigene
Territorium ein und roden den geschützten Wald.
Spendeninformationen
www.medico.de/amazonas-nothilfe
Für Nachfragen und Interviews:
- Moritz Krawinkel, Lateinamerika-Referent: +49 (0)69 94438 -25 /
mobil +49 (0) 176 - 23 56 35 79 / krawinkel@medico.de
- Mario Neumann, Pressereferent: +49 (0)69 94438 -58 / mobil +49 (0)
179 - 88 78 538 / presse@medico.de
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Datum: 29.08.2019 - 11:06 Uhr
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