Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) lehnt den neu gegründeten "Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse" ab
ID: 1750196
- Der VdR wird nicht Mitglied des neu gegründeten BVTE, da dieser
nicht die Interessen des Tabakmittelstandes vertreten kann
- Mittelständische Tabakwirtschaft und deren Verbände lehnen
Einheitsverband ab
- VdR betont Eigenständigkeit und exklusive Kompetenz für die
Produktvielfalt von Genusstabaken
Der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) verwahrt sich
eindeutig gegen jeden Vertretungsanspruch des sogenannten
Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)
für sich und seine Produktkategorien. Er spricht dem BTVE jegliche
Legitimation ab, für die mittelständischen Unternehmen der
Tabakwirtschaft zu sprechen.
Michael von Foerster, Hauptgeschäftsführer des VdR, stellt dazu
fest: "Multinationale Zigarettenkonzerne versuchen, mit einem
Einheitsverband die Unterschiede zwischen verschiedenen
Tabakkategorien zu verwischen und gefährden damit eine sinnvoll
ausdifferenzierte Regulierung. Ein Familienunternehmen, das
ausschließlich in Deutschland produziert, hat andere Schwerpunkte als
ein multinationaler, börsennotierter Großkonzern und Schnupftabak hat
nichts mit E-Zigaretten zu tun. Das hat der Gesetzgeber auch immer
wieder bei Regulierungen berücksichtigt."
"Hochwertiger Feinschnitt, Pfeifentabak, Schnupf- und Kautabak
sowie Zigarren und Zigarillos sind keine Tabak-Einstiegsprodukte und
werden im Wesentlichen von reinen Genussrauchern konsumiert. Tabak
ist nicht gleich Tabak. Diese Besonderheiten auf der Seite der
Konsumenten, aber auch auf der Seite der lohnintensiven,
mittelständisch geprägten Herstellung machen eine eigenständige
Beurteilung auch für den Gesetzgeber erforderlich", betont Michael
von Foerster. "Daher ist eine starke Vertretung dieser
mittelständischen Unternehmen durch einen eigenständigen und von den
Konzernen unabhängigen Verband wie den VdR unerlässlich."
Auffällig ist, dass in aller Regelmäßigkeit die Zigarettenkonzerne
versuchen, neue Verbandsstrukturen zu schaffen. Mit dem VdC, der 2007
aufgelöst wurde, dem DZV und nun dem BVTE wird immer wieder der
Versuch unternommen, alten Wein in neue Schläuche zu verpacken. Dies
spiegelt die kurzfristige Sichtweise einiger Konzerne wider und
widerspricht dem mittelständischen Gedanken der Nachhaltigkeit.
Pressekontakt:
Ralf Schneider, Tel. +49-151-190 83 580,
pressestelle@verband-rauchtabak.de
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Datum: 04.09.2019 - 11:13 Uhr
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