Stromsektor bei CO2-Debatte nicht vernachlässigen - Branchenbündnis fordert einheitlichen CO2-Prei

Stromsektor bei CO2-Debatte nicht vernachlässigen - Branchenbündnis fordert einheitlichen CO2-Preis über alle Sektoren (FOTO)

ID: 1754448

(ots) -
Bei der Ausgestaltung des von der Bundesregierung geplanten
CO2-Preises müssen unbedingt auch die Auswirkungen auf den
Stromsektor bedacht werden. Das ist die Forderung eines Bündnisses
aus Energieversorgern, Stadtwerken und Direktvermarktern. Ein
separates nationales Emissionshandelssystem für die Bereiche Wärme
und Verkehr sei vor diesem Hintergrund der falsche Ansatz. Die
dringend benötigte Lenkungswirkung zur Verringerung der
Treibhausgasemissionen ließe sich nur mit einem über alle Sektoren
einheitlichen CO2-Preis erreichen.

Ein einheitlicher CO2-Preis vermeide Fehlanreize, beschleunige den
notwendigen Einsatz von sauberem Strom in den Bereichen Wärme und
Verkehr, und fördere durch seine Technologieoffenheit Innovationen.
Umgesetzt werden könne er etwa über die Einführung eines
Mindestpreises im europäischen Emissionshandelssystem und über eine
Änderung der Energiesteuersätze. Damit könnten in Deutschland bis zum
Jahr 2030 rund 200 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.
Das entspricht bereits zwei Dritteln der von der Bundesregierung für
2030 anvisierten Verringerung um 55% im Vergleich zu 1990. Die durch
den CO2-Preis erzeugten Mehreinnahmen sollten nach Auffassung des
Bündnisses zur Absenkung der auf den Strompreis erhobenen Steuern und
Abgaben, insbesondere der EEG-Umlage, verwendet werden. So könne die
Kopplung mit den Sektoren Wärme und Verkehr erleichtert und das
CO2-Preissignal beim Endverbraucher sichtbar gemacht werden.

Das unter anderem von der CSU ins Spiel gebrachte Modell eines
separaten nationalen Emissionshandelssystems würde zwar zu einem
deutlich höheren CO2-Preis in den Bereichen Wärme und Verkehr führen,
nicht jedoch im Strombereich. Dort würde weiterhin der durch das
europäische Emissionshandelssystem ermittelte CO2-Preis gelten, der


aktuell deutlich unter dem für das deutsche System zu erwartenden
Niveau liegt. Diese Ungleichheit hätte zur Folge, dass die notwendige
Sektorkopplung erschwert und die im Stromsektor bestehende
systematische Bevorteilung fossiler Energieträger zulasten der
Erneuerbaren Energien erhalten bliebe. Zudem würde die Einführung
eines separaten, nationalen Emissionshandelssystems für Wärme und
Verkehr einige Jahre in Anspruch nehmen und mit bürokratischem
Mehraufwand einhergehen.

Das Bündnis aus Energieversorgern, Stadtwerken und
Direktvermarktern sieht die Sektorkopplung als Schlüsselelement für
die Dekarbonisierung, auch in den Bereichen Wärme und Verkehr. Die
Bundesregierung müsse deshalb bereits bei der Ausgestaltung des
nationalen CO2-Preises die erforderlichen Weichen für diese
umfassende Energiewende stellen.

Mathias Nikolay, Vorstand der badenova AG & Co. KG: "Genauso wie
Klimaschutz nicht an Landesgrenzen Halt macht, sondern weltweit
gedacht werden muss, kann auch die Verringerung des CO2-Ausstoßes
nicht auf einzelne Sektoren beschränkt werden, während andere
ausgespart bleiben. Wenn man es wirklich ernst meint mit einem
CO2-Preis, dann muss er für alle Verursacher gelten."

Kurt Kretschmer, zuständig für Energiepolitik bei der
Energy2market GmbH: "Der Stromsektor nimmt beim Klimaschutz eine
Schlüsselrolle ein. Mit sauberem Strom aus Erneuerbaren Energien
lassen sich zukünftig nicht nur der Stromsektor selbst, sondern auch
weite Teile des Wärme- und Verkehrssektors dekarbonisieren. Daher ist
es wichtig, dass auch dort effektive und vor allem unverfälschte
CO2-Preissignale gesetzt werden. Daher brauchen wir dringend einen
einheitlichen und sektorübergreifenden CO2-Preis."

Sebastian Sladek, Vorstandsmitglied der EWS Elektrizitätswerke
Schönau eG: "Wir brauchen nicht noch mehr Bürokratie, sondern
schnelle und effektive Maßnahmen für mehr Klimaschutz. Daher darf an
einer effektiveren CO2-Bepreisung über alle Sektoren hinweg kein Weg
vorbeiführen."

Jochen Fischer, Geschäftsführer der Stadtwerke MüllheimStaufen
GmbH: "Wir unterstützen als regeneratives Stadtwerk die Einführung
eines einheitlichen CO2-Preises, da dies die dringend erforderliche
Sektorkopplung befördert und sowohl dem Strom- und Wärmemarkt, wie
auch dem Mobilitätssektor entscheidend hilft."

Gebhard Gentner, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall
GmbH: "Ein Klimaschutzpaket ist nur dann wirksam, wenn alle
Energieträger und Verbraucher entsprechend ihrer Gesamt-CO2-Bilanz
darin Berücksichtigung finden."



Pressekontakt:
Für Rückfragen und Bildwünsche wenden Sie sich bitte an:

Niels Schnoor, DWR eco GmbH, 030-609819505, schnoor@dwr-eco.com

Ulf Sieberg, CO2 Abgabe e.V., Leiter Büro Berlin, Tel. 0152 553 70
200, Ulf.Sieberg@co2abgabe.de

Original-Content von: Energy2market GmbH, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  ABO Wind unterstützt globalen Klimastreik Netzausbau bei E.DIS für Erneuerbare Energien
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2019 - 11:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1754448
Anzahl Zeichen: 5281

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Energie & Umwelt



Diese Pressemitteilung wurde bisher 273 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Stromsektor bei CO2-Debatte nicht vernachlässigen - Branchenbündnis fordert einheitlichen CO2-Preis über alle Sektoren (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Energy2market GmbH (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Energy2market, EDF Trading und Green Energy 3000 unterzeichnen langfristigen Vertragüber die Vermarktung von Strom und Flexibilität aus einem 5 Megawatt-1,7 Megawatt-Solar-Speicher-Projekt ...
Zwischen Leipzig und Dresden wird gerade eines der ersten kombinierten Solar-Batteriespeicher-Projekte im Rahmen der Innovationsausschreibung der Bundesnetzagentur gebaut, das voraussichtlich im Frühjahr 2022 in Betrieb gehen wird. Es ist eine von wenigen Anlagenkombinationen, die die BNetzA in i

Drei mit der EDF-Gruppe verbundene Unternehmen unterstützen gemeinsam die Energiewende in Deutschland ...
EDF ENR, EDF Store & Forecast und Energy2market (e2m) haben auf der Fachmesse Intersolar/Energy Electric Storage Europe in München die Gründung eines Gemeinschaftsprojekts Energiewende & Neue Ressourcen am 07.10.2021 vorgestellt, um eine umfassende Antwort auf die Anforderungen zu geben,

Energy2market verteidigt Spitzenplatz in der Biogasvermarktung / Redispatch 2.0 führt zu signifikant mehr Neukunden (FOTO) ...
In der aktuell veröffentlichten Direktvermarktungs-Umfrage 2021 der Fachzeitschrift E&M wird die führende Rolle der Energy2market GmbH (e2m) in der Biogasvermarktung bestätigt. Mit allein 1.862 MW installierter Biogas-Leistung verteidigt die e2m ihre Marktführerschaft in dem Segment. Dahinte


Weitere Mitteilungen von Energy2market GmbH


ABO Wind unterstützt globalen Klimastreik ...
. ABO Wind setzt sich seit der Gründung für nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ein Mitarbeiter werden für die Demonstration in Wiesbaden freigestellt ?Unternehmen müssen Druck auf Politik erhöhen? ABO Wind gehört zu den mehr als 2.500 Unterzeichnern der Stellungnahme von Entrepreneurs For Futu

Die Ozeangefährten - humorvoller und berührender Roman rund um Tierschutz und Klimawandel ...
Es geht in Birgit Schmidmeiers Buch "Die Ozeangefährten" in die nicht allzu weit entfernte Zukunft, genauer gesagt in das Jahr 2046. Die See-Eselin Gwen lebt mit ihrem wortwitzigen Sohn Paul auf einer kleinen Insel im Süden Floridas. Eines Tages wird Gwen zur Zeugin eines unheilvollen Ge

Marktführer in der Kernenergiebranche CEA, EDF und Westinghouse Electric Company planen Zusammenarbeit an einem kleinen modularen Reaktor (SMR) ...
Auf der Generalversammlung der IAEA in Wien unterzeichneten CEA, EDF und Westinghouse Electric Company einen Rahmenvertrag zur potenziellen gemeinsamen Entwicklung eines kleinen modularen Reaktors (SMR). Die weltweite Nachfrage nach kohlenstoffarmer Stromerzeugung im 300-400-MWE-Bereich generiert

"Nachtcafé" zum Thema Umweltschutz (FOTO) ...
Hitzewellen und Dürreperioden, Regenfluten und Gewitterstürme - wie sehr das Konsumverhalten den Klimawandel beeinflusst, wird hitzig diskutiert. Die Forderungen nach einem radikalen Wandel der Lebensgewohnheiten werden immer lauter und der moralische Druck auf den Einzelnen wächst. Darf m


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z