Lieferengpässe: Apotheker nutzen Facebook als Umschlagsplatz
ID: 1763014
Apothekenlandschaft seit Wochen in Atem. Während in der Politik
weiterhin über effektive Maßnahmen und eine Verbesserung der
Informationskette diskutiert wird, werden der Ärger und die
Verzweiflung bei vielen Apotheker*innen immer größer. Pharmazeuten
greifen daher zu ungewöhnlichen Maßnahmen in den sozialen Medien,
über die der Branchendienst APOTHEKE ADHOC berichtet.
Über Facebook hat ein Apotheker ein Foto eines Rezepts für den
Blutdrucksenker Perindopril veröffentlicht. Im zugehörigen Beitrag
fragt er seine Kollegen, ob diese das entsprechende Arzneimittel noch
vorrätig haben und ihm damit aushelfen können, da er selbst
offensichtlich von Lieferengpässen betroffen ist.
Obwohl die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) eigentlich
untersagt, dass Apotheken Medikamente von anderen Apotheken beziehen,
gibt es Ausnahmen, wenn ein dringender Bedarf zur unmittelbaren
Versorgung und Anwendung besteht. Solange auch bei der Weitergabe des
Arzneimittels alle gültigen qualitätssichernden Maßnahmen eingehalten
werden, ist dieser demnach unproblematisch, erklärt der
Branchendienst.
Laut Bericht kommen derartige Anfragen sowie die Aushilfe unter
Kollegen in letzter Zeit häufiger vor. Neben den drastischen
Engpässen bei vielen Medikamenten kann dies jedoch auch andere
Hintergründe haben, beispielsweise wenn Restbestände eines vom Markt
genommenen Produkts vermittelt werden.
Hinzu kommt, dass die sozialen Netzwerke nicht nur einen regen
Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, sondern auch
den Kundenkontakt erleichtern. So können Patienten sowohl zeitnah
über Engpässe als auch über neue Bestände informiert werden.
Den vollständigen Beitrag von APOTHEKE ADHOC finden Sie unter:
http://ots.de/ykamSb
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Datum: 17.10.2019 - 15:15 Uhr
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