M-Sport stellt Potenzial des Ford Fiesta WRC beim spanischen WM-Lauf unter Beweis (FOTO)
ID: 1765561
- M-Sport Ford erobert bei der Katalonien-Rallye Spanien die
Plätze sechs und sieben
- Elfyn Evans/Scott Martin fahren auf den Schotterprüfungen am
Freitag in Schlagdistanz zum Gesamtführenden
- Teemu Suninen/Jarmo Lehtinen lassen am Samstag und Sonntag ihre
Schnelligkeit mit konstant schnellen Zeiten aufscheinen
- Auf der abschließenden Power Stage sichert sich Elfyn Evans vier
WM-Zusatzpunkte
Bei der Katalonien-Rallye Spanien, 13. und vorletzter Lauf zur
diesjährigen FIA Rallye-Weltmeisterschaft, haben die beiden Ford
Fiesta WRC-Crews Elfyn Evans/Scott Martin und Teemu Suninen/Jarmo
Lehtinen ihren Speed erneut unter Beweis gestellt. Im M-Sport Ford
Fiesta WRC, der auf dem in Köln-Niehl produzierten Kleinwagen
basiert, eroberte Evans den sechsten Platz. Suninen fuhr als Siebter
über die Zielrampe. Dennoch hatte sich das in der englischen
Grafschaft Cumbria beheimatete Team M-Sport bei dieser Rallye, die
sich als einzige im aktuellen Kalender durch einen Mix aus Schotter-
und Asphaltprüfungen auszeichnet, mehr erhofft.
Während der Freitagsetappe - die ausschließlich auf losem
Untergrund ausgetragen wurde - demonstrierte Elfyn Evans einmal mehr,
dass der von einem rund 380 PS starken Ford EcoBoost-Vierzylinder mit
1,6 Litern Hubraum angetriebene Turbo-Allradler zu den schnellsten
Fahrzeugen im Feld zählt. Der Waliser fuhr stets in Schlagdistanz zum
Gesamtführenden, sein Rückstand betrug zu keinem Zeitpunkt mehr als
15 Sekunden. Auf der sechsten und letzten Wertungsprüfung (WP) des
Tages büßte Evans aufgrund von Fehlzündungen jedoch rund 30 Sekunden
und den unmittelbaren Kontakt zur Spitze ein.
Für die bevorstehenden Asphaltstraßen der zweiten und dritten
Etappe bauten die Mechaniker die beiden Fiesta WRC am Freitagabend
innerhalb von nur 75 Minuten von Schotter- auf Asphaltspezifikation
um. Evans startete stark in den Samstag, hatte zunächst jedoch Mühe,
das richtige Gefühl für die neue Abstimmung zu finden. Davon konnte
am Sonntag keine Rede mehr sein: Auf der abschließenden "Power Stage"
- auf der die fünf schnellsten Fahrer mit bis zu fünf Extra-Punkten
belohnt werden - lag der Brite bis kurz vor Schluss in Führung. Am
Ende eroberte Evans Platz zwei und damit vier wertvolle WM-Zähler.
Teemu Suninen büßte auf den freitäglichen WP mit ihren wechselnden
Fahrbahnbelägen, die speziell in puncto Reifen-Management hohe
Anforderungen stellten, zunächst noch Zeit ein. Dafür zeigte das
Nachwuchstalent auf den asphaltierten Prüfungen am Samstag und
Sonntag eine beeindruckende Vorstellung. Konstant schnelle Zeiten
unterstrichen die steile Lernkurve des 25 Jahre jungen Finnen, der
seine erste volle Saison in der Königsklasse des Rallye-Sports
bestreitet. Dabei profitierte Suninen auch von der großen Erfahrung
seines routinierten Beifahrers Jarmo Lehtinen.
"Ich gratuliere Ott Tänak und Martin Järveoja von Herzen zum
vorzeitigen Gewinn ihres ersten Weltmeistertitels, sie haben in
dieser Saison eine sensationelle Vorstellung abgeliefert",
unterstreicht M-Sport-Teamchef Richard Millener. "Wir haben ein
fantastisches Wochenende für den Rallye-Sport erlebt. Aber wir
wollten hier um die Spitzenplätze kämpfen, das ist uns nur teilweise
gelungen. Am Ende haben wir nicht das Ergebnis erzielt, das wir uns
gewünscht hätten. Elfyn Evans konnte mit einigen schnellen WP-Zeiten
beeindrucken, insbesondere in der ,Power Stage' fuhr er ganz vorne
mit. Teemu war ebenfalls flott unterwegs - auf zahlreichen Prüfungen
betrug sein Rückstand auf Sébastien Ogier gerade einmal drei
Sekunden. Nun müssen wir daran arbeiten, dieses hohe Level über das
gesamte Rallye-Wochenende beizubehalten. Beim Saisonfinale in
Australien haben wir Mitte November eine weitere Chance, das Jahr mit
einem Sieg zu krönen. Wir werden alles dafür geben, damit uns dies
gelingt."
Elfyn Evans / Scott Martin (Ford Fiesta WRC, Startnummer 33);
Platz 6. WM-Rang: 5
"Der sechste Platz ist nicht das Ergebnis, das wir uns an diesem
Wochenende erhofft hatten. Hier und da konnten wir unser Tempo unter
Beweis stellen, aber leider ist uns dies nicht auf allen Prüfungen
gelungen", betont Evans. "Ich hatte Mühe, das richtige Gefühl für die
Strecken zu finden. Vor der ,Power Stage' haben wir am Auto ein paar
Änderungen vorgenommen, danach konnte ich härter attackieren. Alles
in allem geht das Resultat in Ordnung. Wir haben uns in der
WM-Wertung um eine Position verbessert und sind nun punktgleich mit
dem Viertplatzierten, das ist positiv."
Teemu Suninen / Jarmo Lehtinen (Ford Fiesta WRC, Startnummer 3);
Platz 7. WM-Rang: 9
"Ich bin happy, dass wir an diesem Wochenende auf Asphalt konstant
schnelle Zeiten fahren konnten. Jetzt müssen wir uns darauf
konzentrieren, den nächsten Schritt zu machen: Künftig wollen wir
noch schneller sein und dabei unsere Konstanz beibehalten", betont
der 25-Jährige. "Ich wusste, dass ich auf der ,Power Stage' schnell
sein kann. Leider ist mir aber ein kleiner Fehler unterlaufen: Vor
einer Kurve habe ich zu spät gebremst, touchierte mit der Front
meines Fiesta einen Felsen und verlor dadurch viel Zeit. Ohne dieses
Missgeschick wären dort einige Extra-Punkte möglich gewesen. Dennoch
bin ich mit meiner Performance zufrieden. Jetzt freue ich mich auf
das WM-Finale in Australien."
Ford-Werke GmbH
Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und
Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an
den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925
haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert.
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Datum: 28.10.2019 - 09:38 Uhr
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