action medeor mit Appell zu Syrien (FOTO)
ID: 1766201

(ots) -
- Neue Flüchtlingswelle in Nord-Syrien
- Nur wenige Krankenhäuser intakt, Medikamente fehlen
- action medeor ruft zu Spenden auf
Mit einem dringenden Appell meldet sich das Medikamentenhilfswerk action medeor
zu Wort. Hintergrund ist die angespannte militärische Lage in Nord-Syrien, wo
seit zwei Wochen erneut der Ausnahmezustand herrscht. "Mehr als 200.000 Menschen
sind auf der Flucht vor den Angriffen des türkischen Militärs", berichtet Bernd
Pastors, Vorstandssprecher von action medeor. "Die meisten von ihnen müssen
nicht zum ersten Mal die Flucht ergreifen", so Pastors. Die traurige Realität
sei, dass die Menschen fast permanent in Not lebten nach mehr als acht Jahren
Krieg. "Die ohnehin dramatische Situation erreicht aktuell aber einen neuen
Tiefpunkt", schildert Pastors die Lage. "Die Menschen haben kaum Zugang zu
Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten." Viele Hilfsorganisationen hätten die
Region aus Sicherheitsgründen verlassen. Und noch schlimmer: Nur wenige
Krankenhäuser sind noch intakt. "Dort fehlt es oft an den wichtigsten
Medikamenten", so Bernd Pastors. "Am meisten leiden darunter die Kinder, denn
ihre Körper können Krankheiten kaum abwehren." Mit Hochdruck arbeitet action
medeor deshalb daran, die verbliebenen Helfer in der Krisenregion mit
Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial zu versorgen. "Die Hilfspakete
enthalten vor allem Medikamente für Kinder - zum Beispiel Schmerzmittel,
Antibiotika und Vitaminpräparate", so Pastors.
Eine erste Hilfslieferung mit einem Gewicht von 1,4 Tonnen hat in diesen Tagen
das Lager von action medeor in Tönisvorst bereits verlassen, in den nächsten
Wochen werden weitere Hilfsgüter gepackt und nach Syrien verschickt. "Aber
weitere Hilfe wird dringend benötigt", warnt Bernd Pastors. Wer helfen möchte,
kann dies mit einer Spende tun.
Das Spendenkonto von action medeor:
Sparkasse Krefeld IBAN: DE78 3205 0000 0000 0099 93
Über das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V.
action medeor setzt sich als größtes Medikamentenhilfswerk Europas seit über 50
Jahren für eine nachhaltige und bessere Gesundheitsversorgung der Menschen
insbesondere in Entwicklungsländern ein.
Hauptsitz des gemeinnützigen Vereins ist das niederrheinische Tönisvorst. Von
hier aus werden jedes Jahr Gesundheitsstationen in circa 100 Ländern in Afrika,
Lateinamerika und Asien mit medizinischer Hilfe versorgt. Im Not- und
Katastrophenfall ist action medeor in der Lage, Arzneimittel, medizinisches
Material und Instrumente in wenigen Stunden in das Katastrophengebiet zu
schicken. Außerdem führt action medeor gemeinsam mit lokalen Partnern
Gesundheitsprojekte in den Bereichen Prävention, Diagnostik und Therapie durch.
Im Rahmen seiner pharmazeutischen Fachberatung bildet action medeor
Gesundheitspersonal aus, richtet Forschungslabore ein und unterstützt den Aufbau
von lokalen Produktionsstätten für Medikamente.
Pressekontakt:
action medeor
Dr. Markus Bremers
markus.bremers@medeor.de
02156 / 9788-178
0152 / 540 421 56
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Datum: 29.10.2019 - 15:37 Uhr
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