Chemie im Konjunkturtief: Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell als Rezept der Zukunft
ID: 1768164
Der konjunkturelle Abschwung trübt die Stimmung in der deutschen
Chemieindustrie. Laut der aktuellen CHEMonitor-Trendumfrage von CAMELOT
Management Consultants und der Fachzeitung CHEManager hat die Zufriedenheit der
Chemiemanager mit dem Standort Deutschland einen neuen Tiefpunkt erreicht.
Perspektiven für die Zukunft eröffnet der Trend zur nachhaltigen Wertschöpfung.
Ein Drittel der Chemiemanager sehen Deutschland hier in einer weltweiten
Vorreiterrolle. Allerdings glauben nur 40 % der Befragten, dass ihr eigenes
Unternehmen bereits einen positiven nachhaltigen Wertbeitrag leistet.
"Die deutsche Chemie befindet sich in einem deutlichen Stimmungstief und straft
den Standort Deutschland mit der schlechtesten Bewertung seit 2013 ab",
kommentiert Dr. Josef Packowski, Managing Partner bei CAMELOT, die
CHEMonitor-Ergebnisse. "Jetzt gilt es, den Blick auf neue Chancen zu richten und
diese konsequent zu nutzen. Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell ist eine dieser
Chancen."
Nachhaltigkeit als Standortfaktor
Ein Drittel der Manager (33 %) sehen Deutschland als Vorreiter für nachhaltiges
Wachstum, weitere 45 % als frühen Anwender. Deutschland ist damit Spitzenreiter,
dicht gefolgt von China, dem 30 % der Befragten eine Vorreiterrolle zusprechen.
Die USA schneiden dagegen deutlich schlechter ab.
Einen "hohen" oder "sehr hohen" gesellschaftlichen Wertbeitrag der Chemiebranche
sehen die Umfrage-Teilnehmer bei der Qualifizierung (89 %) und Entlohnung (70 %)
von Mitarbeitern, dem Klima- und Umweltschutz (68 %) sowie der Integration und
Chancengerechtigkeit (61 %). Drei Viertel der befragten Manager beurteilen den
gesellschaftlichen Wertbeitrag der Chemieindustrie insgesamt als hoch bzw. sehr
hoch im Vergleich zu den deutlich umsatzstärkeren Branchen Maschinenbau und
Automobilbau.
"Die Realität scheint diesem Selbstbild jedoch hinterherzuhinken: Weniger als
die Hälfte der befragten Manager schätzt den nachhaltigen Wertbeitrag ihres
eigenen Unternehmens als positiv ein. Diese Lücke zwischen Schein und Sein gilt
es nun zu schließen", kommentiert Dr. Jörg Schmid, Studienleiter des CHEMonitors
bei CAMELOT, die Umfrageergebnisse. Die Chancen dafür stehen gut, denn die
überwiegende Mehrheit der deutschen Chemieunternehmen sieht Nachhaltigkeit als
festen Bestandteil der zukünftigen Geschäftsstrategien.
Für die aktuelle 33. CHEMonitor-Umfrage wurde das seit 2007 bestehende
CHEMonitor-Panel aus 200 Top-Entscheidern der deutschen Chemiebranche im
Zeitraum September bis Oktober 2019 befragt. Der besondere Fokus galt dem Thema
"nachhaltige Wertschöpfung". Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse steht
unter www.camelot-mc.com zum kostenfreien Download zu Verfügung.
Über die CAMELOT Management Consultants AG
CAMELOT Management Consultants ist der weltweit führende Beratungsspezialist für
Value Chain Management in der Prozess-, Konsumgüter- und Fertigungsindustrie.
Das Unternehmen ist Teil der CAMELOT Gruppe mit weltweit 1.700 Mitarbeitern und
Hauptsitz in Mannheim. Der integrierte Beratungsansatz und die enge
Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten Technologiespezialisten garantieren
den Projekterfolg über alle Phasen der Beratung hinweg: von der
Entscheidungsfindung bis hin zur organisatorischen und technischen Umsetzung.
www.camelot-mc.com
Pressekontakt:
Sandra Gschwendner
Head of Corporate Communications
CAMELOT Management Consultants AG
Radlkoferstr. 2
81373 München
Tel.: +49 (0)89 741185-426
Email: sgsc@camelot-mc.com
www.camelot-mc.com
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Datum: 06.11.2019 - 10:00 Uhr
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