Zukunft des Stadtverkehrs: Mehrheit glaubt nicht an schnellen Durchbruch für Elektromobilität
Autonomes Fahren in Elektrofahrzeugen, Shared Mobility und Warenlieferungen per Drohne: So stellen sich viele Deutsche das Leben im Jahr 2045 vor. Jedoch fehlt den Befragten der Glaube daran, dass diese und weitere Zukunftsvisionen in 25 Jahren Wirklichkeit werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Gerade beim Thema Elektromobilität bestehen große Zweifel. BearingPoint-Experte Dr. Stefan Penthin: „Im Bereich Elektromobilität hat die Politik zwar große Pläne, der Bevölkerung jedoch fehlt bisher der Glaube an eine wirkliche Kehrtwende. Fakt ist aber: Wer saubere Städte und klimafreundliche Fortbewegung will, muss zumindest kurz- und mittelfristig auf E-Mobility setzen.“
Infografik: Mobilität im Jahr 2045; Quelle: BearingPoint(firmenpresse) - Frankfurt am Main, 19. November 2019 – Beim Thema Mobilität der Zukunft gehen die Wünsche der Deutschen und ihre realistischen Erwartungen an unsere Fortbewegung im Jahr 2045 weit auseinander. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der Management- und Technologieberatung BearingPoint hervor. 80 Prozent halten es nicht für wahrscheinlich, dass sich Elektromobilität im städtischen Verkehr durchsetzt, obwohl sich das rund ein Drittel der Bevölkerung (31 Prozent) wünschen. 40 Prozent der Befragten halten es zudem für wünschenswert, dass auch auf dem Land Fortbewegungsmittel zukünftig geteilt werden. Aber nur 14 Prozent glauben, dass diese „Shared Mobility“ in 25 Jahren in ländlichen Gebieten Wirklichkeit wird.
Dr. Stefan Penthin, globaler Leiter Automotive bei BearingPoint, dazu: „Bisher überwiegt bei den Deutschen die Skepsis gegenüber neuen Mobilitätsformen. Im Bereich Elektromobilität hat die Politik zwar große Pläne, der Bevölkerung jedoch fehlt bisher der Glaube an eine wirkliche Kehrtwende. Fakt ist aber: Wer saubere Städte und klimafreundliche Fortbewegung will, muss zumindest kurz- und mittelfristig auf E-Mobility setzen. Eine ausreichende Aufklärung und vor allem Investitionen in den technischen Fortschritt sind die Grundlage, um die Elektromobilität massentauglich zu machen. Eine Wende in Richtung mehr Umweltschutz kann zudem nicht nur mit finanziellen Anreizen erreicht werden, auch die Politik muss hier stärker eingreifen – sei es beim Benzinpreis, bei der Dieselsubvention oder beim Verfallsdatum für Verbrenner. Denn bislang besteht für die Mehrheit der Bevölkerung kein Handlungsbedarf.“
Verkehr in der Stadt: Autonome Fahrzeuge sind gefragt
Städtische Gebiete sollen digitaler und fortschrittlicher werden, so die Befragten. 50 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich, dass Haushalte zukünftig ihren eigenen Strom über Solarpanels produzieren. Für wahrscheinlich halten dies allerdings nur 12 Prozent. Gut ein Drittel (34 Prozent) wünscht sich darüber hinaus, dass autonome Fahrzeuge in der Stadt an Bedeutung gewinnen und 29 Prozent wünschen sich, dass der eigene PKW im Jahr 2045 überflüssig geworden ist. Nur 11 Prozent glauben aber, dass dieses Szenario realistisch ist. Fast die Hälfte (46 Prozent) wünschen sich außerdem, dass Großfahrzeuge wie SUVs in der Stadt durch kleinere Fahrzeuge ersetzt werden. Aber auch hier ist der Graben zwischen Wunsch und realer Vorstellung groß, denn nur 21 Prozent glauben an das Verschwinden von SUVs aus deutschen Großstädten.
Leben auf dem Land: eigener PKW bleibt essenziell
44 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich, dass das Leben auf dem Land in Zukunft wieder attraktiver wird. Grund seien die Verschmutzung in den Städten sowie die hohen Mieten und räumliche Enge. Der eigene PKW bleibt auf dem Land jedoch noch immer ein wichtiges Fortbewegungsmittel: Zwar wünscht sich die Mehrheit der Befragten (54 Prozent), dass mehr Menschen von individuellen auf öffentliche Beförderungsmittel umsteigen, aber nur 13 Prozent halten das für wahrscheinlich. Zudem wünschen sich 41 Prozent, dass sich bis zum Jahr 2045 alternative Antriebe durchgesetzt haben werden, jedoch nur 19 Prozent glauben daran.
Warenverkehr: Lieferung schnell und ortsunabhängig
Nach ihren Vorstellungen für den Warenverkehr der Zukunft befragt, sehen die Umfrageteilnehmer unterschiedliche Modelle für Stadt und Land: So geben 22 Prozent der Befragten an, dass sie es für wahrscheinlich halten, dass zukünftig in der Stadt nicht mehr an Privathaushalte, sondern nur noch an Packstationen geliefert wird. 23 Prozent glauben, dass auf dem Land Pakete bald per Drohne direkt nach Hause geliefert werden.
„Autonome Fahrzeuge, alternative Antriebe und die Abkehr vom Eigenbesitz werden die Zukunft der Mobilität bestimmen. Die Politik ist jetzt gefragt, die nötigen Weichen zu stellen – zum Beispiel durch Fahrverbote für Autos mit Verbrennungsmotoren, massive Investitionen in neue Technologien sowie neue Angebote im Bereich Shared Mobility. Was wir hier vor uns haben, ist nicht weniger als eines der größten Zukunftsprojekte, das derzeit gemeinsam von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gestemmt werden muss“, sagt Matthias Loebich, globaler Leiter Markets bei BearingPoint.
Mobilität im Jahr 2045: Große-LinkedIn-Serie
Die Umfrage von BearingPoint zeigt, dass viele Deutsche sich zwar innovative Verkehrskonzepte für die Zukunft wünschen, jedoch bisher nicht von deren Umsetzung überzeugt sind. Vor allem auf dem Land glauben nur wenige Befragte an eine grundsätzliche Wende und die Abkehr vom eigenen Fahrzeug.
Die gesamten Ergebnisse der Umfrage „Mobility 2045“ veröffentlicht BearingPoint im Dezember immer werktags auf LinkedIn. Jeweils ein Aspekt aus den Untersuchungsbereichen Stadt und Land wird dann in einer Infografik näher beleuchtet.
Über die Befragung
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Umfrage von YouGov Deutschland im Auftrag von BearingPoint, an der zwischen dem 25. und 28. Oktober 2019 insgesamt 2033 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die Umfrage untersucht die Wünsche und Vorstellungen zum Waren- und Personenverkehr im Jahre 2045 und vergleicht dabei zwischen Stadt und Land.
Die Infografik anbei ist für redaktionelle Zwecke frei verwendbar, wir bitten um Quellennachweis: BearingPoint.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Pressekontakt
Alexander Bock
Global Manager Communications
Telefon: +49 89 540338029
E-Mail: alexander.bock(at)bearingpoint.com
Datum: 19.11.2019 - 10:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1771956
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Ansprechpartner: Alexander Bock
Stadt:
Frankfurt
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Kategorie:
Auto & Verkehr
Meldungsart: Unternehmensinfos
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 19.11.2019
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