Lieferengpässe bei Arzneimitteln: Pharmaindustrie gefährdet Patientenversorgung / Innungskrankenkassen fordern: Profitmaximierung darf nicht zu Kosten der Versorgungssicherheit gehen
ID: 1776710
können im Extremfall die Versorgung gefährden", erklärt Hans Peter Wollseifer,
Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. "Die Politik ist hier gefordert, entgegen zu
wirken."
Rabattverträge sind nicht die Ursache der Lieferengpässe bei Medikamenten. Die
Innungskrankenkassen sehen in Rabattverträgen vielmehr die Chance, im Sinne der
Patienten und Versicherten dem Problem zu begegnen, indem bei Ausschreibungen
verpflichtend Preis- und Qualitätsaspekte berücksichtigt werden, etwa Vorgaben
für eine doppelte Lieferabsicherung entlang der gesamten Produktionskette. Dafür
müssten die Vergabevorschriften nicht einmal geändert werden, so der IKK e.V.
"Die Krankenkassen werden zurzeit zu Lasten der Patienten von den
pharmazeutischen Unternehmen unter Druck gesetzt. Auch Ärzte, Krankenhäuser und
Apotheken werden in Mitleidenschaft gezogen", so Hans-Jürgen Müller,
Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. Er fordert: "Angesichts von
Gewinnmaximierungsstrategien der Unternehmen müssen marktwirtschaftliche Ansätze
regulatorisch überarbeitet wer-den. Die Konzentration auf gewinnträchtige neue
Wirkstoffe zur Behandlung von Orphan Diseases sowie die erkennbare
Marktsegmentaufteilung zwischen Konkurrenten sind ein internationales Problem,
dass nicht allein auf nationaler Ebene gelöst werden kann!" Hinsichtlich
möglicher Strafzahlungen führt der Vorstandsvorsitzende aus: "Strafzahlungen im
Rahmen von Rabattverträgen bei Nicht-Lieferfähigkeit sollten in erster Linie
dazu führen, dass Patienten keine Zuzahlungen leisten müssen."
"Versorgungssicherheit geht vor Profitmaximierung! Ein Umdenken ist notwendig",
fasst IKK e.V.-Geschäftsführer Jürgen Hohnl das Problem zusammen. "Die
Innungskrankenkassen übernehmen Verantwortung für ihr Tun, fordern aber auch
Verantwortung von den pharmazeutischen Unternehmen und von der Politik."
Pressekontakt:
Pressesprecherin
Iris Kampf
Tel.: 030 202491-32
Fax: 030 202491-50
E-Mail: iris.kampf@ikkev.de
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/7359/4458770
OTS: IKK e.V.
Original-Content von: IKK e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.12.2019 - 14:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1776710
Anzahl Zeichen: 2444
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 262 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lieferengpässe bei Arzneimitteln: Pharmaindustrie gefährdet Patientenversorgung / Innungskrankenkassen fordern: Profitmaximierung darf nicht zu Kosten der Versorgungssicherheit gehen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
IKK e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Innungskrankenkassen fordern: Bund muss seinen Finanzierungsverpflichtungen nachkommen / IKKen warnen davor, zentrale Entlastungsbausteine wieder auszuklammern Die Innungskrankenkassen bewerten das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG), das am Freitag in erster Lesung im Bundestag bera
IKK e.V. kritisiert Drohgebärden der Ärzteschaft und fordert sachorientierte Debatte zur Versorgungssteuerung ...
Die Innungskrankenkassen weisen die jüngsten Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, im Vorfeld des Deutschen Ärztetags entschieden zurück. Sie sehen in den Aussagen eine unangemessene Zuspitzung, die geeignet ist, Patientinnen und
Versorgungssteuerung zwischen Solidarität und Eigenverantwortung: IKK e.V. veröffentlicht "Zahlen, Daten und Fakten"-Broschüre 2026 ...
Aktuelle Basis- und Finanzdaten zum Gesundheits- und Kassenwesen Wie hat sich die Einnahmenstruktur der GKV seit 2016 entwickelt? Wie gestalten sich die Leistungsausgaben bei den Innungskrankenkassen beziehungsweise ihren Mitwettbewerbern in den vergangenen fünf Jahren? Wie haben sich die Verwalt
Weitere Mitteilungen von IKK e.V.
Erste Fachauskunft zu aktuellen Krebs-Studientherapien: iuvando gewinnt EY Public Value Award ...
iuvando Health gewinnt den EY Public Value Award, der Startup-Geschäftsmodelle mit besonderem Wert für das Gemeinwesen ehrt und gemeinsam von Ernst & Young und der Handelshochschule Leipzig (HHL) vergeben wird. Das Mannheimer Startup setzte sich im Wettbewerb gegen 138 teilnehmende Unternehmen
Aktuelle internationale Studie zeigt, dass sich dieästhetische Chirurgie weltweit immer größerer Beliebtheit erfreut ...
2018 nahm die Zahl der chirurgischen und nichtchirurgischen Behandlungen um 5,4 % zu Die International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS) hat heute die Ergebnisse ihrer jährlichen "International Survey on Aesthetic/Cosmetic Procedures" veröffentlicht. Danach hat 2018 die Za
Bundesinnung der Hörakustiker - Isabell Claßen ergänzt die Hauptgeschäftsführung ...
Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR hat Isabell Claßen (52) mit Wirkung zum 1. Januar 2020 einstimmig zur stellvertretenden Hauptgeschäftsführerin ernannt. Hauptgeschäftsführer ist Jakob Stephan Baschab. Claßen, zugelassene Rechtsanwältin und Steuerberaterin, ist seit 2002 bei
Rhythmische Bewegungen helfen dem Gehirn ...
Lindenberg, 04. Dezember 2019. Eine Mutter schaukelt ihr autistisches Kind mit sanften rhythmischen Bewegungen. Damit will sie dem Gehirn des Kindes bei seiner Entwicklung helfen. Auch bei Alzheimer-Demenz soll es hilfreich sein. Dazu gibt es inzwischen wissenschaftliche Bestätigungen. Die Bioreson




