Koblenzer Sanitätsregiment spendet für Familie (FOTO)
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(ots) - Der Koblenzer Anteil des Sanitätsregiments 2 hat auf Initiative
eines seiner Angehörigen eine Spendensumme von 2.000 Euro aufgebracht. Das Geld
kommt einer Familie zugute, die durch einen Großbrand zwei Kinder und ihr Heim
verlor. Es verdeutlicht die große emotionale Anteilnahme der Soldatinnen und
Soldaten an diesem schrecklichen Schicksal.
Mit sichtlicher Betroffenheit erzählen zwei Angehörige des Sanitätsregiments 2
die schwer erträgliche Geschichte. Der eine ist Oberfeldarzt Matthias Marth und
der andere Oberstabsgefreiter Eduard Helm. Marth ist Kommandeur des
Führungsbereiches Koblenz, der dem Sanitätsregiment 2 "Westerwald" zugehörig
ist. Auch der Ideengeber für die Spendenaktion, Helm, gehört zum Koblenzer
Anteil und ist Angehöriger der 6. Kompanie. Der junge Soldat kommt aus
Mengerskirchen, einer Gemeinde im hessischen Westerwald. Durch seine Kinder
kennt er die Familie, deren Haus vor Kurzem durch einen folgenschweren Brand
unbewohnbar wurde. Doch Material kann ersetzt werden, das Leben nicht. Zwei
kleine Mädchen im Alter von vier und zehn Jahren kamen bei dem Brand ums Leben.
Die Familie steht nun vor den Trümmern ihres Lebens. Schmerzen dieser Art können
nicht nachempfunden werden, Trost zu spenden ist unmöglich.
Spendenbitte
Nach einem Gespräch mit dem Vater der beiden toten Kinder, fasste
Oberstabsgefreiter Helm einen Entschluss. Er bat seinen Kompaniechef, eine
Spendenbox für die Familie auf der internen Jahresabschlussveranstaltung
aufstellen zu dürfen. Diese Bitte zog Kreise bis zum Kommandeur des
Führungsbereiches Koblenz. Oberfeldarzt Marth ließ sich die Gründe für die Bitte
erklären und war sofort ebenso emotional betroffen. Er befürwortete den Wunsch
seines Soldaten und dachte zudem über Möglichkeiten nach, schnellstmöglich viel
Geld zusammenzubekommen. Hierbei halfen ihm drei kleine Plüsch-Pandabären.
Plüsch-Pandabären als Spendenhelfer
Die drei Bären sind waschechte Chinesen. Das Regiment erhielt sie im Sommer 2019
als Gastgeschenke der Chinesen während der gemeinsamen Sanitätsübung Combined
Aid 2019 in Bayern. Marth entschloss sich kurzerhand, sie für eine Versteigerung
zur Verfügung zu stellen. Ergriffen erzählt er, dass er niemals mit einer
derartig großen Anteilnahme und Spendenbereitschaft der ihm zugehörigen
Kompanien, Betreuungsstellen und dem Ausbildungs- und Simulationszentrum
gerechnet hätte. Denn: der erste Bär erzielte eine Summe von 300 Euro. Dies
wurde beim zweiten getoppt: 350 Euro. Der letzte kleine Panda wechselte dann für
sage und schreibe 450 Euro den Besitzer.
Symbol der Anteilnahme
Die ohnehin zusätzlich bereitgestellte Spendenbox füllte sich im Laufe der
Veranstaltung weiter, sodass zwei Tage nach der Feier, zum Nikolaustag, 2.000
Euro für die Familie zusammengekommen sind. Die Koblenzer Soldatinnen und
Soldaten wissen, dass dies kein Trost sein kann, möchten es aber als Symbol der
Anteilnahme verstanden wissen. Die Betroffenheit sitzt tief und in Gedanken
möchten sie der Familie nahe sein und viel Kraft und Lebenswillen senden.
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Datum: 10.12.2019 - 12:55 Uhr
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