Ölmühlen stehen weiter hinter brasilianischem Soja-Moratorium
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Landwirte und Regierungsvertreter torpedieren es. Die Ölmühlen-Industrie wehrt
sich dagegen.
Seit einigen Wochen steigt der Druck brasilianischer Soja-Erzeuger auf
sojaverarbeitende Unternehmen der Pflanzenöl-Industrie, dass 2006 zum Schutz des
Amazonas beschlossene Soja-Moratorium aufzuweichen. Dagegen wehrt sich sich die
Ölmühlen-Industrie und wirbt für die nachweisbaren Erfolge der
wirtschaftseigenen Nachhaltigkeitsinitiativen.
"Die Soja-Händler und Verarbeiter in Brasilien und Deutschland stehen weiterhin
uneingeschränkt hinter dem Amazonas Soja-Moratorium", so André Nassar, Präsident
des Verbandes der brasilianischen Pflanzenöl-Industrie (ABIOVE). "Dieses
Abkommen ist das effektivste Instrument gegen die Entwaldung im Amazonasbecken.
Nach dessen Einführung ging die Abholzung spürbar zurück. Hilfreich wäre aber
etwas mehr politische Unterstützung aus den Importländern, insbesondere für
unsere bereits existierenden nachhaltigen Lieferketten. Sie anzuerkennen, wäre
ein bedeutendes Signal."
Unterstützung erhält Nassar durch die deutsche Ölmühlen-Industrie.
OVID-Präsidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld verdeutlicht: "Die Bedeutung
nachhaltig erzeugter Lebensmittel hat in Deutschland und Europa nicht zuletzt
durch die Diskussionen um den fortschreitenden Klimawandel enorm zugenommen.
Diesem gesellschaftlichen Anspruch entsprechen die im OVID organisierten
Mitgliedsunternehmen bereits heute mit der Umsetzung anspruchsvoller Standards.
Letztlich müssen diese jedoch in der Lieferkette bis hin zum Verbraucher auch
nachgefragt und wertgeschätzt werden."
Das Soja-Moratorium wurde von Nichtregierungsorganisationen, Politik und
führenden Soja-Händlern in Brasilien beschlossen, um der Umwandlung sensibler
Tropenwälder im Amazonas Einhalt zu gebieten. Es untersagt den Handel, die
Finanzierung und den Erwerb von Soja, das von Regenwaldflächen stammt, die nach
Juli 2008 gerodet wurden. Das Moratorium wurde nach 2006 immer wieder verlängert
und gilt seit 2016 dauerhaft.
Über Anspruch und Realität von nachhaltigen Soja-Lieferketten spricht
Radiomoderator Christoph Azone mit André Nassar und weiteren Experten auf dem
Global Forum for Food and Agriculture am 17. Januar von 11:30 - 13:00 Uhr im
CityCube Berlin, Messedamm 26. Livestream: https://twitter.com/GrainClub. Das
Panel organisieren Grain Club und der Wirtschaftsausschuss für
Außenhandelsfragen beim BMEL.
Pressekontakt:
Maik Heunsch
Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
Tel: 030- 72625957
presse@ovid-verband.de
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/77329/4493449
OTS: OVID, Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in
Deutschland e.V.
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Datum: 16.01.2020 - 09:44 Uhr
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