Betrugswelle mit falschen Inkasso-Schreiben
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"Portex", "Proex", "Expro", "Plus Inkasso" oder "Mon Expert Inkasso AG" werden
Verbraucher verunsichert. Besonders tückisch: Auf den Briefköpfen verwenden sie
sogar das Logo des Inkassoverbandes BDIU, welches eigentlich für Qualität bürgt.
Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) warnt: Diese
Inkassounternehmen gibt es nicht! Auf die Mahnschreiben sollte keinesfalls
bezahlt oder direkt reagiert werden. Der BDIU rät Betroffenen zu einer Anzeige
bei der Polizei.
In einigen Briefen werden Forderungen aus Gewinnspielen, teilweise auch aus
Sex-Dienstleistungen aufgeführt. Sie sind meist überschrieben mit "Letzte
Außergerichtliche Mahnung".
Auf den ersten Blick wirken die Schreiben wie die eines Inkassodienstleisters.
Auch auf eine behördliche Registrierung wird verwiesen, aber diese gibt es
selbstverständlich nicht. Gefordert werden in der Regel mittlere Geldbeträge von
etwa 200 Euro. Für die Überweisung ist ein Konto mit einer IBAN-Kennung aus
Frankreich (FR) oder Griechenland (GR) angegeben.
Seriöse Inkassounternehmen sind mit wenigen Tipps gut zu erkennen. Zunächst
einmal müssen Inkassounternehmen im Rechtsdienstleistungsregister
(www.rechtsdienstleistungsregister.de) registriert sein. Nur wer hier
eingetragen ist, darf überhaupt Inkasso betreiben. Grundsätzlich ist auch die
Mitgliedschaft im BDIU ein Qualitätsmerkmal. Leider verwenden die Betrüger
unerlaubterweise das Verbandslogo, die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb
bereits. Eine echte Liste der BDIU-Mitglieder ist im Internet unter
www.inkasso.de abrufbar.
Pressekontakt:
Lorenz Becker
Politischer Referent
Telefon: 030 206 07 36-50
E-Mail: lorenz.becker@inkasso.de
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Datum: 24.01.2020 - 16:55 Uhr
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