Schneestürme in Idlib verschärfen das Leid der Flüchtlinge
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nordwestsyrischen Idlib. In der Region suchen derzeit hunderttausende Menschen
Zuflucht vor den eskalierenden Kämpfen. Viele von ihnen wurden zum wiederholten
Mal vertrieben und wissen nicht mehr, wohin sie gehen sollen. Die
Flüchtlingslager in der Region sind überfüllt und haben keine winterfesten
Unterkünfte. Familien mit Kindern sind gezwungen, im Freien zu übernachten oder
in Zelten, die keinen Schutz vor Kälte und Nässe bieten. Unter den Vertriebenen
sind mindestens 290.000 Kinder. Save the Children appelliert an die
Konfliktparteien, diesen Krieg gegen Kinder zu beenden.
"Die humanitäre Katastrophe in Idlib findet jetzt statt - aller Warnungen zum
Trotz", betont Sonia Khush, Leiterin der Hilfseinsätze von Save the Children in
Syrien. "Fast ein Viertel der Bevölkerung von Idlib musste innerhalb weniger
Wochen bei Minusgraden fliehen. 80 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder.
Noch nie war das Ausmaß der Vertreibung so groß. Es gibt Fahrzeugkonvois, soweit
das Auge reicht. Schon in den vergangenen Jahren hat das Winterwetter Kindern
und Babys das Leben gekostet. Jetzt stehen tausende Menschenleben auf dem Spiel.
Wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand."
Ein Mitarbeiter von Save the Childrens Partnerorganisation in Idlib, Hurras
Network, sagt: "Seit Beginn des Syrien-Konflikts vor fast neun Jahren haben wir
noch nie eine so große Fluchtbewegung gesehen. Die Menschen machen sich ohne ein
Ziel auf den Weg, um den Kämpfen zu entkommen. Manche kommen bei Verwandten in
Lagern unter, andere schlafen in Zelten, die sie unterwegs kaufen. Es sind
bereits Kinder erfroren, das wurde über soziale Medien verbreitet."
Laut dem aktuellen Bericht "Krieg gegen Kinder" von Save the Children leben 415
Millionen Kinder weltweit in Kriegs- oder Konfliktgebieten - das ist jedes 6.
Kind. Im Nahen Osten lebt sogar jedes 3. Kind in einem Konfliktgebiet. Diese
Mädchen und Jungen sind zahlreichen Kinderrechtsverletzungen ausgesetzt. Sie
leben unter der ständigen Bedrohung, getötet, verletzt oder sexuell missbraucht
zu werden, als Kämpfer rekrutiert oder frühverheiratet zu werden. Sie haben
keine ausreichende Gesundheitsversorgung und Bildung. Auch in Idlib wurden
inzwischen Berichten zufolge fast 280 Schulen bis auf Weiteres geschlossen.
Betroffen sind davon 160.000 Kinder.
Save the Children und seine Partner helfen den Menschen in Idlib durch die
Verteilung von Hygieneartikeln, Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen
Bedarfs sowie durch Transporte aus den Konfliktgebieten heraus.
Unter folgendem Link finden Sie aktuelles Bild- und Schnittmaterial zur
Situation in einem Flüchtlingslager in Idlib in dem harten Winterwetter:
http://ots.de/5Y4gif
Weiterhin steht Ihnen Bildmaterial zum Bericht "Krieg gegen Kinder" aus
verschiedenen Konfliktregionen zur Verfügung:
https://cloud.savethechildren.de/index.php/s/wAKpAS4BraDcTpt
Das Material kann unter Angabe von © Save the Children kostenfrei auch zur
Weitergabe an Dritte genutzt werden.
Die Pressemeldung zum Report enthält nähere Angaben zur Situation von Kindern in
Konfliktgebieten sowie weitere Download-Links. http://ots.de/HkYKM4
Bei Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle in Berlin.
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und
Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und
Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte
unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in über 120 Ländern im Einsatz.
Save the Children ist da für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen -
seit 100 Jahren und darüber hinaus. Diese Kinder zu schützen, zu stärken und zu
fördern ist das zentrale Anliegen der Organisation. Die Schwerpunkte der Arbeit
liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt
sowie Überleben und Gesundheit. Save the Children setzt sich ein für eine Welt,
die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und
sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen können.
Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle - Susanne Sawadogo
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 - 120
Mail: susanne.sawadogo@savethechildren.de
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/106106/4519525
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Datum: 13.02.2020 - 13:01 Uhr
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