Zahl der Lkw-Stellplätze hinkt Bedarf weit hinterher / Laut amtlicher Erhebung fehlen entlang der Autobahnen 23.500 Plätze / ADAC: Erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit
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Lkw-Fahrer vor der Herausforderung, entlang der Autobahn einen Stellplatz für
ihren Lastwagen zu finden. Erfolgreich sind dabei jedoch nur etwa 70.000
Brummifahrer, etwa 23.500 gehen bei der Suche regelmäßig leer aus und sind
gezwungen, ihr Fahrzeug verbotswidrig abzustellen. Das zeigen Zahlen, die die
Bundesanstalt für das Straßenwesen (BASt) jüngst veröffentlicht hat. Damit hinkt
die Lkw-Stellplatzkapazität - allen Anstrengungen in den vergangenen Jahren zum
Trotz - dem Bedarf immer noch weit hinterher. Die meisten Plätze fehlen laut
BASt in Bayern und Nordrhein-Westfalen.
Aus Sicht des ADAC ist ein weiterer zügiger Ausbau der Lkw-Stellplatzkapazitäten
zwingend erforderlich. Zu oft sind Lkw-Fahrer gezwungen, ihre Fahrzeuge auf dem
Standstreifen oder in Ausfahrten von Rastanlagen abzustellen. Dies führt zu
einer massiven Gefährdung der Verkehrssicherheit.
Obwohl in den vergangenen Jahren bereits viele neue Lkw-Stellplätze geschaffen
wurden, reichen die bisherigen Bemühungen bei weitem nicht aus. Die
prognostizierte weitere Zunahme des Schwerverkehrs in den kommenden Jahren
unterstreicht die Dringlichkeit des Ausbaus zusätzlicher Plätze. Der ADAC
empfiehlt, die Kapazitäten an bestehenden sowie bei neuen Rastanlagen durch
intelligente Parksysteme zu erweitern. Auch private Firmengelände sollten
stärker für die Nutzung in Betracht gezogen werden. Die Einführung eines
Parkleitsystems, das Lkw-Fahrer über die Belegung von Stellplätzen frühzeitig
informiert, steckt bislang noch in den Anfängen. Gefordert ist in jedem Fall der
Bund, den Ausbau der Stellplatz-Kapazitäten zügig voranzutreiben und auch die
Schaffung von Plätzen durch Privatinvestoren zu fördern.
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Datum: 18.02.2020 - 11:17 Uhr
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