Ford entwickelt Technologie, um Fahrrad- und Autofahrer vor "Dooring"-Unfällen zu schützen
ID: 1796350
- Dooring-Unfälle - so werden Verkehrsunfälle genannt, bei denen Radfahrende
durch das Öffnen
der Autotür ("door") stürzen oder sonstig zu Schaden kommen
- Ford entwickelt eine spezielle Ausstiegswarnfunktion. Sensoren erkennen eine
mögliche
Kollision, es folgen akustische und visuelle Warnsignale, im Bedarfsfall
könnte auch das
vollständige Öffnen der Türen verhindert werden
Jedes Jahr werden zahlreiche Unfälle dadurch verursacht, dass Fahrer oder
Passagiere die Fahrzeugtür öffnen, obwohl Radfahrende gerade neben dem Fahrzeug
unterwegs sind. Allein in Deutschland kam es im Jahr 2018 zu rund 3.500
sogenannten Dooring-Unfällen, die mitunter schwerwiegende Folgen haben und von
denen auch Motorradfahrer und Nutzer von E-Scootern betroffen sein können.
Ford hat nun eine Technologie entwickelt, die es künftig ermöglichen könnte,
solche Unfälle zu vermeiden. Die Ausstiegswarnfunktion bietet
Verkehrsteilnehmern und Fahrzeuginsassen visuelle und akustische Warnungen, wenn
das System feststellt, dass das Öffnen der Tür eines Autos zu einer Kollision
führen könnte. Das System könnte auch verhindern, dass sich eine Fahrzeugtür in
solchen Gefahrenmomenten vollständig öffnet.
So funktioniert die Ausstiegswarnfunktion
Für Ford-Fahrzeuge ist bereits eine Technologie verfügbar, die Radfahrer
automatisch erkennt und Notfallbremsungen einleiten kann. Überdies hilft der
Toter-Winkel-Assistent (BLIS - Blind Spot Information System) dabei, andere
Fahrzeuge und Hindernisse im schwer einsehbaren toten Winkel zu erkennen und
weist mittels eines Lichtsignals im jeweiligen Außenspiegel auf mögliche
Gefahren hin. Die hierfür eingesetzten Sensoren können auch für eine
Ausstiegswarnfunktion genutzt werden. Das System analysiert und versteht
Bewegungen von sich nähernden Fahrrädern oder E-Scootern, sowohl auf der Fahrer-
als auch auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs.
Wenn das System beim Öffnen der Fahrzeugtür eine drohende Kollision erkennt,
werden der Fahrer beziehungsweise die Beifahrer von einem akustischen Signal vor
der Gefahr gewarnt. Deutlich erkennbare LED-Lichter an der Verkleidung des
Außenspiegels beginnen für Radfahrer zu blinken. Eine weitere Warnung erfolgt
durch einen roten LED-Leuchtstreifen entlang der Türinnenverkleidung, der beim
Öffnen der Tür für herannahende Verkehrsteilnehmer sichtbar wird. Die Ingenieure
testen außerdem einen neuen Mechanismus für die Autotür, der vorübergehend
verhindert, dass sie sich vollständig öffnet, bis die Ausstiegswarnfunktion
feststellt, dass sich der vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer wieder sicher vom
Fahrzeug entfernt hat. Diese Funktion kann im Notfall manuell außer Kraft
gesetzt werden.Nach unternehmensinternen Tests mit Fahrern und Radfahrern werden
die Ford-Ingenieure in den kommenden Monaten außerdem Kundenbefragungen
durchführen. Die Tests sollen unter anderem sicherstellen, dass die Technologie
zu den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Verkehrsteilnehmer in den verschiedenen
Märkten passt, wobei auch Rechts- und Linkslenkerfahrzeuge sowie
unterschiedliche Straßen- und Fahrspurkonfigurationen berücksichtigt werden.
Schauen Sie sich das Video an: https://youtu.be/W9RWdQK6oaY
"Radfahrer und zunehmend auch E-Scooter müssen auf unseren stark befahrenen
Straßen täglich auf ihre Sicherheit achten, einschließlich der Vermeidung
plötzlich geöffneter Autotüren", sagte Friederike Philipsenburg, Vehicle
Architecture Engineer, Ford of Europe.
"Die Ausstiegswarnfunktion ist nur eine der Möglichkeiten, wie wir dazu
beitragen, die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen - ganz
gleich, ob sie auf zwei oder vier Rädern unterwegs sind".
Share the Road
Mit dem "Share The Road"-Projekt hat Ford eine Kampagne ins Leben gerufen, mit
der die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verbessert, das Verkehrsaufkommen
verringert und die Umweltbelastung reduziert werden soll, insbesondere in
urbanen Räumen.
Erst kürzlich hatte Ford auf die Herausforderungen bei der Kommunikation
zwischen Auto- und Fahrradfahrern hingewiesen - und darauf, wie sich Spannungen
zwischen Verkehrsteilnehmern abbauen lassen. In diesem Zusammenhang hat Ford
eine Emoji-Jacke vorgestellt, die im Rückenbereich über ein LED-Netzpanel
verfügt, um Emojis, Richtungsänderungen und eine Gefahrenwarnung anzuzeigen. Die
Prototypjacke ermöglicht es Radfahrern, ihre Absichten zu signalisieren und
anderen Verkehrsteilnehmern ein Feedback zu geben.
Das Unternehmen hat auch ein preisgekröntes Virtual-Reality-Erlebnis entwickelt,
damit Auto- und Radfahrer ein besseres Verständnis für einander entwickeln
können. Mit einer sogenannten "WheelSwap"-Brille können sich Anwender die
mitunter haarsträubenden Konsequenzen von rücksichtslosem Fahren anschauen.
Erste Studien zeigen, dass fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach diesem
Erlebnis sagten, dass sie ihr Verhalten ändern würden.
Ford-Werke GmbH
Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter
mit Sitz in Köln.
Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr
als 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925
haben die Ford-Werke mehr als 47 Millionen Fahrzeuge produziert. Weitere
Presse-Informationen finden Sie unter www.media.ford.com.
Kontakt:
Ute Mundolf
Ford-Werke GmbH
0221/90-17504
umundolf@ford.com
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OTS: Ford-Werke GmbH
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Datum: 27.02.2020 - 09:55 Uhr
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