BGA: Großhandelsentwicklung gibt Hinweis auf angespannte wirtschaftliche Lage
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überzeichnet die wahre konjunkturelle Situation. Die schwache Entwicklung in dem
wichtigen Teilbereich des Produktionsverbindungshandels, der Indikator für die
Industrieproduktion und den Export ist, lässt immer deutlicher die angespannte
wirtschaftliche Lage in Deutschland erkennen. Wir erwarten von der Politik, dass
sie endlich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Standort Deutschland
strukturell verbessert. Es ist ein Trauerspiel, dass sich die Unternehmen
zunehmend von der Politik allein gelassen sehen." Dies erklärte Dr. Holger
Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Veröffentlichung der Entwicklung der
Großhandelsumsätze 2019 durch das statistische Bundesamt.
Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Umsätze im Jahr 2019
nominal um 1,7 Prozent und real um 2,0 Prozent. Im 4. Quartal 2019 war der
Umsatz real 1,6 Prozent höher und nominal 0,3 Prozent niedriger als im 4.
Quartal 2018. Im Produktionsverbindungshandel (Großhandel mit Rohstoffen,
Halbwaren und Maschinen) sanken die Umsätze nominal um 3,3 Prozent, lagen aber
real 1,2 Prozent höher als im Vorjahr, während der Konsumgütergroßhandel nominal
um 2,6 Prozent und real um 2,0 Prozent zulegen konnte.
"Die Unternehmen erwarten, dass die Politik ihren erfolgreichen Kurs solider
Haushalte sowie der Schuldeneindämmung fortsetzt und die Investitions- und
Beschäftigungsbedingungen an die Anforderungen des internationalen und
strukturellen Wandels anpasst. Doch obwohl die Unternehmen bereits heute mit
einer steuerlichen Belastung von über 30 Prozent konfrontiert sind, wird
permanent über neue Steuern und Belastungen nachgedacht, während die Staaten um
uns herum ihre steuerlichen Rahmenbedingungen verbessern. So werden wir die
Rekordbeschäftigung in Deutschland von über 45 Millionen Menschen nicht halten
können. Dringend notwendig ist eine Modernisierung und Entbürokratisierung der
rechtlichen Rahmenbedingungen, so dass sich Investitionen in Deutschland stärker
rentierten und beschleunigt umgesetzt werden können", so Bingmann abschließend.
Berlin, 6. März 2020
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Datum: 06.03.2020 - 11:28 Uhr
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