RTL "Extra" / Nazan Eckes zeigt die dramatischen Zustände auf Lesbos
ID: 1799200
Flüchtlingsandrang im Ausnahmezustand. Für RTL ist Extra-Moderatorin Nazan Eckes
nun dorthin gereist, um sich vor Ort einen Eindruck der dramatischen Situation
zu machen. "Extra" zeigt die Reportage in voller Länge heute um 22.15 Uhr bei
RTL.
Nazan Eckes besucht für die Reportage das Flüchtlingslager Moria und spricht mit
Männern, Frauen und Kindern vor Ort über ihre Situation. Sie sagt: "Als ich in
den vergangenen Tagen die Bilder geflüchteter Menschen gesehen habe, musste ich
natürlich sofort, wie alle andern auch, an 2015 denken und es hat mich
unglaublich traurig und auch ein bisschen wütend gemacht, dass sich das alles so
wiederholt. Dass sich die Umstände nicht geändert haben, dass hier wieder
Schutzsuchende herkommen und wieder in der gleichen prekären Lage sind. Ich
möchte mir unbedingt selber ein Bild davon machen, wie hier Frauen mit Kindern
leben, wie sie ihren täglichen Bedarf abdecken, wie die wie die Menschen hier
zurechtkommen." Nazan ist dabei, wie scheinbar alltägliche Dinge in dem
Flüchtlingscamp erledigt werden, wie Brot in den Lagern gebacken wird, Wäsche
gewaschen, wie der Schulalltag abläuft. Sie spricht mit Frauen darüber, warum
sie sich auf die Flucht aus ihrer Heimat begeben haben. Sie erzählen, dass sie
vor Krieg und Bedrohung flohen und mit dem Boot ins Lager auf Lesbos kamen. Die
Geflüchteten zeigen ihre provisorischen Heime in Zelten, erzählen von Problemen
und Kämpfen, die allgegenwärtig dort sind. Dabei beeindruckt Nazan Eckes vor
allem die gute Laune der Kinder: "Ganz ungeachtet der Situation hier, sind sie
die ganze Zeit fröhlich, sie spielen, sie sind sehr selbstsicher und frech und
ich muss ganz ehrlich zugeben, ich habe alles erwartet, aber nicht das. Wenn ich
mich hier so umschaue, es sind katastrophale Zustände. Man kann sich hier nicht
vorstellen, dass man hier auch nur einen Tag verbringen kann und diese Kinder
sind trotzdem fröhlich. Es ist unglaublich."
Im Gespräch mit einem medizinischen Ersthelfer einer NGO erfährt Nazan Eckes,
wie es den Menschen geht, die auf den Booten ankommen. "Wir haben Leute, die
ankommen und einfach nur unglaublich glücklich sind, dass sie hier ankommen.
Oder wir haben Menschen, die total in Panik sind, wo alle am Weinen sind und am
Schreien. Und einfach nur auf die Knie fallen, wenn sie hier ankommen und froh
sind, dass Sie es irgendwie geschafft haben die Seepassage hinter sich zu
bringen", sagt er. Die Konfrontation zwischen Einheimischen und Geflüchteten
sieht auch er. "Man muss sich einfach vorstellen, dass hier seit 5 Jahren eine
Ausnahmesituation besteht und seit 5 Jahren sind hier extrem viele Menschen auf
der Insel, die das soziale System so nicht tragen kann und die lokale
Bevölkerung war - vor allem am Anfang glaube ich sehr, sehr positiv gestimmt -
und hat ganz viel versucht um den Menschen zu helfen und ist bis jetzt aber
einfach komplett alleine gelassen worden. Und dementsprechend hat das
mittlerweile einiges an Frust ausgelöst." Er erzählt, dass es viele Bedrohungen
gegen NGO's wie seine gibt und er oft ein ungutes Gefühl bei der Arbeit hat.
Nazan Eckes und das RTL-Team sprechen exklusiv mit einem Mitarbeiter einer NGO,
der von einem Brand einer Gemeinschaftseinrichtung mit angrenzender Schule für
die Geflüchteten und seinen Gefühlen erzählt: "Ich persönlich habe nicht
wirklich Angst, aber ich bin schockiert, wie sich die Situation negativ in den
letzten Wochen verändert hat. Es muss jetzt unbedingt was passieren, dass die
Situation sowohl für die Lokalbevölkerung als auch für die Geflüchteten im guten
Sinn gelöst wird."
Diese und weitere Geschichten zeigt "Extra" in voller Länge.
Die Zitate frei verwendbar mit dem Quellenhinweis auf RTL "Extra".
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Kommunikation Mediengruppe RTL Deutschland
Alessia Gerkens
alessia.gerkens@mediengruppe-rtl.de
+49 221 456-74103
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Datum: 09.03.2020 - 12:00 Uhr
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