Harvard-Ökonom Rogoff fordert Hilfen in Billionen-Höhe

Harvard-Ökonom Rogoff fordert Hilfen in Billionen-Höhe

ID: 1801334
(ots) - Corona-Schock hat Potenzial zu neuer Weltwirtschaftskrise wie 1929 / "Wir sollten Billionen ausgeben, ohne mit der Wimper zucken" / Massiver Ausbau der Gesundheitsvorsorge und Direkthilfen für betroffene Branchen nötig

Berlin, 17. März 2020 - Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff fürchtet angesichts der weltweiten "Lockdowns" im Kampf gegen das Corona-Virus eine neue Weltwirtschaftskrise wie 1929 - und fordert die Regierungen zu größeren Hilfspaketen auf. "Dieser Schock ist einzigartig und mit keinem seit der Spanischen Grippe 1918/19 vergleichbar. Wir erleben die erste wirklich globale Krise seit der Großen Depression", sagte Rogoff dem Wirtschaftsmagazin 'Capital'.

Die Regierungen in den USA und Europa müssten ihren gesamten fiskalischen Spielraum nutzen, um die Folgen der Krise zu bekämpfen. "Das ist wie im Krieg. Die USA sollten eine Billion Dollar ausgeben, ohne mit der Wimper zu zucken", so der Ökonom und Experte für Finanzkrisen. "Und das ist vermutlich nur der erste Schritt." Auch die Reaktion in Europa reiche noch nicht aus. "Auch Europa müsste bis zu einer Billion Dollar ausgeben." Nur mit gewaltigen Anstrengungen könnte es eine rasche Erholung geben.

Konkret forderte der ehemalige Chefökonom des IWF drei Formen von Finanzhilfen: Erstens massive Investitionen und den Ausbau von Notfalleinrichtungen im Gesundheitssystem. Zweitens direkte Hilfen für Branchen, die nun unverschuldet in die Krise rutschen wie die Tourismusbranche und Gastronomie, aber auch die Luftfahrtbranche. Und drittens sollte man vor allem Menschen mit geringem Einkommen direkt mit Geld unterstützen.

Deutschland, so Rogoff, habe bisher richtige Schritte unternommen, müsse aber noch mehr tun. Da das Land eine gute Haushaltsbilanz habe und nur einen Schuldenstand von 60 Prozent der Wirtschaftsleistung, könne Deutschland zur Not seine Schulden auch verdoppeln. "Das wäre nicht das Ende der Welt." Diese Krise habe das Potenzial, "dauerhaften gewaltigen Schaden anzurichten, selbst wenn wir in einem Jahr aus der Krise sind. Das ist, als würde jemand für die Wirtschaft die Pause-Taste drücken."



Pressekontakt:

Caspar Tobias Schlenk, Redaktion 'Capital',
Telefon: 0176/30 40 86 67
E-Mail: schlenk.caspar-tobias@capital.de
www.capital.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/8185/4549391
OTS: Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Zusätzlicher Veröffentlichungstermin des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) am 17.03.2020 #flattenthecurve: mailo beschließt präventive Maßnahmen wegen COVID-19
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.03.2020 - 10:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1801334
Anzahl Zeichen: 2595

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Wirtschaft (allg.)



Diese Pressemitteilung wurde bisher 393 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Harvard-Ökonom Rogoff fordert Hilfen in Billionen-Höhe"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Capital, G+J Wirtschaftsmedien (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Capital, G+J Wirtschaftsmedien


 

Werbung



Facebook

Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z