"Landesministerien und Gesundheitsämter sind bei Schutzausrüstung in der Pflicht" / Der bloße Hinweis auf RKI-Empfehlungen ist keine Antwort auf die Herausforderung
ID: 1804623
Zum Hintergrund:
Neben dem Zugang zu Desinfektionsmittel stellt die fehlende Schutzausrüstung ein zentrales Problem dar. In einer Musterrechnung können wir den täglichen zusätzlichen Bedarf der Pflegeheime und Pflegedienste für wichtige Produkte darstellen unter der sehr vorsichtigen Annahme von nur 5 Prozent an Verdachtsfällen und 1 Prozent infizierter Patienten. Dabei sind die Annahmen Untergrenzen. Bei den ermittelten Zahlen handelt es sich nur um den jetzt zusätzlichen Materialbedarf. Nicht zu unterschätzen ist, dass ein ähnlicher zusätzlicher Bedarf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe gegeben ist und in der Intensivpflege besonders hoch ist.
Unter der Annahme von 5 Prozent COVID-19 Verdachtsfällen und 1 Prozent infizierter Patienten hat die bpa-Landesgruppe Rheinland-Pfalz eine modellhafte Bedarfsrechnung auf der Basis der Pflegezahlen von 2017 vorgenommen. Dabei sind die Annahmen Untergrenzen. Bei den ermittelten Zahlen handelt es sich nur um den jetzt zusätzlichen Materialbedarf über den normalen Bestand hinaus, der beispielsweise für Grippe- und MRSA-Fälle benötigt wird.
Hier die Zahlen zur benötigten Schutzausrüstung pro Tag alleine in der Altenpflege für Rheinland-Pfalz. Der Bedarf ist gewaltig, selbst wenn die Bedarfsparameter leicht verändert würden. Entscheidend ist, dass der Bedarf heftig steigt, wenn die Zahl der Verdachtsfälle oder der Infizierten steigt.
Summe/Tag OP-Masken 23.967 Schutzkittel 23.630 FFP2 Maske 3.122 Einmal-Handschuhe110.724 Schutzbrillen 2.194
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 500 in Rheinland-Pfalz) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die pflegerische Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Jutta Schier, Leiterin der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 06131/88 03 20, www.bpa.de
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/17920/4558546
OTS: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Original-Content von: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.03.2020 - 15:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1804623
Anzahl Zeichen: 3788
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 583 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Landesministerien und Gesundheitsämter sind bei Schutzausrüstung in der Pflicht" / Der bloße Hinweis auf RKI-Empfehlungen ist keine Antwort auf die Herausforderung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mit wirksamen Strategien sorgen private Pflegeeinrichtungen in Brandenburg für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der brandenburgischen Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) wurden jetzt drei Gewinnerunternehmen des bund
"Tägliche Gefahr für die Versorgungssicherheit": Geplanter Bestandsschutz für Pflegeheime muss schnell kommen. ...
bpa fordert sofortige Umsetzung des Koalitionsvertrages, um Kapazitätsabbau in Pflegeheimen zu stoppen Der im Koalitionsvertrag der neuen baden-württembergischen Landesregierung festgeschriebene Bestandsschutz für Einrichtungen der stationären Pflege und Eingliederungshilfe muss schnell in konk
Feierliche Übergabe des Förderbescheides über rund 1,2 Millionen Euro für das Projekt ZAPF@DigitAl durch Sozialministerin Aminata Touré ...
Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein und Iris Kröner, Landesdirektorin der AOK Nordwest übergaben auf dem Jahresempfang der Landesgruppe Schleswig-Holstein des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Di
Weitere Mitteilungen von bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Let's go digital - Mit digitaler Weiterbildung für die Zukunft vorsorgen / Initiative der Integrata Cegos GmbH für die Handlungsfähigkeit von Unternehmen und Mitarbeitern ...
Integrata Cegos GmbH, ein Unternehmen der weltweit agierenden Cegos Group, stellt anlässlich der aktuellen Situation verstärkt ihr digitales Angebot in den Vordergrund. Unter dem Motto "Let's go digital" hat der Weiterbildungsanbieter ein umfangreiches Angebot an digitalen Lernlösu
Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz / Freiberufliche Künstler*innen - Bedingungslose Mindestsicherung als mittelfristige Lösung anlässlich der Corona-Krise: JETZT! ...
DIE SITUATION Die durch den Coronavirus bedingten staatlichen Verordnungen haben zu einem totalen Zusammenbruch des Arbeitsmarktes für freiberufliche Künstler*innen geführt. Generell verfügt die überwiegende Mehrheit der freiberuflichen Künstler*innen über geringe Einkommen und in der Folge
Pflege: Nach Existenzsicherung konzentrieren sich Unternehmen weiter auf die Versorgung / bpa-Präsident Meurer: "Wir setzen uns bei GKV und Gesundheitsministerium für unbürokratische Regelunge ...
"Mit der heutigen Zustimmung des Bundesrates zum 'Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen' ist der Weg jetzt frei für die schnelle Unterstützung der Pflegeeinrichtungen und -dienste. Der Gesetzgeber hat in Rekordgeschwindigkeit den Rettungsschirm aufgespannt
Fragen zum Schnelltest für Pandemieatemschutz: IFA veröffentlicht FAQs ...
Seit kurzem besteht die Möglichkeit, die Eignung von Atemschutzmasken zum Schutz vor Sars-CoV-2 in einem Schnelltest zu überprüfen. Das Ziel: Dem akuten Mangel an europäisch zugelassenen Produkten mit sogenanntem Pandemieatemschutz kurzfristig begegnen und damit medizinische und pflegerische Fac




