"Landesministerien und Gesundheitsämter sind bei Schutzausrüstung in der Pflicht" / Der bloße Hinweis auf RKI-Empfehlungen ist keine Antwort auf die Herausforderung
ID: 1804642
Zum Hintergrund:
Neben dem Zugang zu Desinfektionsmittel stellt die fehlende Schutzausrüstung ein zentrales Problem dar. In einer Musterrechnung können wir den täglichen zusätzlichen Bedarf der Pflegeheime und Pflegedienste für wichtige Produkte darstellen unter der sehr vorsichtigen Annahme von nur 5 Prozent an Verdachtsfällen und 1 Prozent infizierter Patienten. Dabei sind die Annahmen Untergrenzen. Bei den ermittelten Zahlen handelt es sich nur um den jetzt zusätzlichen Materialbedarf. Nicht zu unterschätzen ist, dass ein ähnlicher zusätzlicher Bedarf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe gegeben ist und in der Intensivpflege besonders hoch ist.
Unter der Annahme von 5 Prozent COVID-19 Verdachtsfällen und 1 Prozent infizierter Patienten hat die bpa-Landesgruppe Brandenburg eine modellhafte Bedarfsrechnung auf der Basis der Pflegezahlen von 2017 vorgenommen. Dabei sind die Annahmen Untergrenzen. Bei den ermittelten Zahlen handelt es sich nur um den jetzt zusätzlichen Materialbedarf über den normalen Bestand hinaus, der beispielsweise für Grippe- und MRSA-Fälle benötigt wird.
Hier die Zahlen zur benötigten Schutzausrüstung pro Tag alleine in der Altenpflege für Brandenburg. Der Bedarf ist gewaltig, selbst wenn die Bedarfsparameter leicht verändert würden. Entscheidend ist, dass der Bedarf heftig steigt, wenn die Zahl der Verdachtsfälle oder der Infizierten steigt.
Summe/Tag
OP-Masken 17.958 Schutzkittel 17.293 FFP2 Maske 2.494 Einmal-Handschuhe81.589 Schutzbrillen 1.884
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 400 in Brandenburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die pflegerische Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Sabrina Weiss, bpa-Landesbeauftragte Brandenburg,
Tel.: 0331/97 92 33 70, www.bpa.de
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/17920/4558619
OTS: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Original-Content von: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.03.2020 - 16:24 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1804642
Anzahl Zeichen: 3784
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Potsdam
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 723 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Landesministerien und Gesundheitsämter sind bei Schutzausrüstung in der Pflicht" / Der bloße Hinweis auf RKI-Empfehlungen ist keine Antwort auf die Herausforderung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
bpa pocht auf Gleichbehandlung aller Träger bei Gehaltsrefinanzierungen "Die Bundesregierung stiehlt sich aus der eigenen finanziellen Verantwortung für die Krankenversicherung und spart jetzt bei den Gehältern der Pflegekräfte. Und das auch noch völlig willkürlich und unfair. KrankenhÃ
Meurer: "Wir überprüfen diese Punkte und werden alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen." / bpa fordert sorgfältigere Beratung des GKV-Gesetzes und kündigt eigene verfassungsrechtl ...
Angesichts des Eilantrags der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf mehr Beratungszeit für das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sagt der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) Bernd Meurer: "Eine Reform, die die medizinische und pflegerische Versorgun
Meurer zur GKV-Reform: "Ist denn die Arbeit der Pflegekräfte bei privaten Trägern weniger wert?" / bpa fordert: Refinanzierung von Gehaltssteigerungen muss für alle Träger einheitlich se ...
Zu den in den Änderungsanträgen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehenen Änderungen bei der Refinanzierung von Gehaltssteigerungen in der häuslichen Krankenpflege und der außerklinischen Intensivpflege sagt der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
Weitere Mitteilungen von bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
"Landesministerien und Gesundheitsämter sind bei Schutzausrüstung in der Pflicht" / Der bloße Hinweis auf RKI-Empfehlungen ist keine Antwort auf die Herausforderung ...
Wer Versorgung sichern will, dem muss auch der Schutz der Pflegenden gelingen. Der immense zusätzliche Bedarf führt absehbar zu der Situation, dass die Gefährdung den Einsatz der Pflegekräfte ohne die notwendige Schutzausrüstung nicht mehr erlaubt. Der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende de
Let's go digital - Mit digitaler Weiterbildung für die Zukunft vorsorgen / Initiative der Integrata Cegos GmbH für die Handlungsfähigkeit von Unternehmen und Mitarbeitern ...
Integrata Cegos GmbH, ein Unternehmen der weltweit agierenden Cegos Group, stellt anlässlich der aktuellen Situation verstärkt ihr digitales Angebot in den Vordergrund. Unter dem Motto "Let's go digital" hat der Weiterbildungsanbieter ein umfangreiches Angebot an digitalen Lernlösu
Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz / Freiberufliche Künstler*innen - Bedingungslose Mindestsicherung als mittelfristige Lösung anlässlich der Corona-Krise: JETZT! ...
DIE SITUATION Die durch den Coronavirus bedingten staatlichen Verordnungen haben zu einem totalen Zusammenbruch des Arbeitsmarktes für freiberufliche Künstler*innen geführt. Generell verfügt die überwiegende Mehrheit der freiberuflichen Künstler*innen über geringe Einkommen und in der Folge
Pflege: Nach Existenzsicherung konzentrieren sich Unternehmen weiter auf die Versorgung / bpa-Präsident Meurer: "Wir setzen uns bei GKV und Gesundheitsministerium für unbürokratische Regelunge ...
"Mit der heutigen Zustimmung des Bundesrates zum 'Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen' ist der Weg jetzt frei für die schnelle Unterstützung der Pflegeeinrichtungen und -dienste. Der Gesetzgeber hat in Rekordgeschwindigkeit den Rettungsschirm aufgespannt




