Intensiver Handel und stabile Systeme an der Börse Stuttgart
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"Die Handelssysteme der Börse Stuttgart bewältigen die aktuell hohe Belastung ohne nennenswerte Ausfälle oder Störungen. Das gilt für alle Anlageklassen", sagt Dragan Radanovic, Geschäftsführer Märkte und Börsenbetrieb der Boerse Stuttgart GmbH. So wurden beispielsweise bei verbrieften Derivaten bis zu 8,3 Milliarden Quote-Updates der Emittenten am Tag verarbeitet, doppelt so viele wie ansonsten im Durchschnitt. Zusammen mit der IT sorgen im hybriden Marktmodell der Börse Stuttgart auch Handelsexperten für möglichst hohe Handelsqualität und spenden bei Bedarf zusätzliche Liquidität. "So bieten wir auch in Krisenzeiten und volatilen Marktphasen Privatanlegern verlässliche und faire Handelsbedingungen mit marktgerechten Preisermittlungen", so Radanovic.
Die Börse Stuttgart hat umfassende Maßnahmen ergriffen, um in der aktuellen Situation für die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Handelsplatzes zu sorgen. "Wir werden auch weiterhin alles technisch und organisatorisch Notwendige unternehmen, um unsere Börse offen zu halten, selbst wenn sich die Umstände weiter verschlechtern sollten", sagt Oliver Hans, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH. Er ist auch Mitglied im Board des Europäischen Börsenverbands FESE (Federation of European Securities Exchanges), dessen Position in der aktuellen Lage die Börse Stuttgart unterstützt: "Die europäischen Börsen als regulierte Handelsplätze sollen weiterhin geöffnet bleiben, um Zuverlässigkeit, Integrität und Fairness auf transparente Weise sicherzustellen", so Hans.
Orderbuchumsätze im März stark gestiegen
Im März 2020 hat die Börse Stuttgart nach Orderbuchstatistik rund 15 Milliarden Euro umgesetzt. Das Handelsvolumen stieg gegenüber dem Vormonat um rund 44 Prozent auf den höchsten Stand seit Oktober 2008.
Der Hauptanteil des Umsatzes entfiel auf verbriefte Derivate. In dieser Anlageklasse belief sich das Handelsvolumen auf über 5,9 Milliarden Euro. Das entspricht im Vergleich zum Vormonat einem Zuwachs von mehr als 39 Prozent und bedeutet den höchsten Umsatz seit August 2011. Der Umsatz mit derivativen Hebelprodukten lag bei rund 4,3 Milliarden Euro - ein Anstieg gegenüber dem Vormonat um rund 62 Prozent. Auf derivative Anlageprodukte entfielen über 1,6 Milliarden Euro.
Im Aktienhandel wurde im März ein neuer Umsatzrekord aufgestellt. Hier stieg der Umsatz gegenüber dem Vormonat um rund 46 Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro. Mit Inlandsaktien wurden im März mehr als 2,1 Milliarden Euro umgesetzt, mit Auslandsaktien mehr als 1,2 Milliarden Euro.
Auch im Handel mit Exchange-Traded Products war im März ein neuer Umsatzrekord zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Umsatz mit ETFs, ETCs und ETNs um mehr als 58 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro zu. Mit Investmentfondsanteilen wurden im März rund 337 Millionen Euro umgesetzt.
Der Umsatz im Anleihehandel belief sich auf insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro - ein Plus von rund 33 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dabei machten Unternehmensanleihen mit 691 Millionen Euro den größten Teil des Handelsvolumens aus.
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Datum: 01.04.2020 - 11:05 Uhr
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