CDU-Wirtschaftsrat gegen Größenvorgaben bei Lockerungen für Geschäfte
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Generalsekretär Steiger kritisiert "bundesweiten Flickenteppich"
Osnabrück. Der CDU-Wirtschaftsrat will auf Größenvorgaben bei den Verkaufsflächen komplett verzichten und Ladenöffnungen in der Corona-Pandemie allein von der Einhaltung von Hygiene- und anderen Schutzmaßnahmen abhängig machen. Außerdem dürfe es keinen "bundesweiten Flickenteppich" bei den Regelungen geben. "Die Lockerungen der Ladenschließung dürfen nicht an Betriebsgrößen oder Verkaufsflächen festgemacht werden, sondern einzig an der Garantie adäquater Hygienemaßnahmen durch die Einzelhändler", sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Die Fortsetzung der Schließung von Geschäften mit einer Verkaufsfläche größer als 800 Quadratmeter ergebe "keinen Sinn". "Denn je größer die Verkaufsfläche ist, desto mehr Platz kann auch Abstands- und Hygieneregeln eingeräumt werden", sagte Steiger.
Der CDU-Wirtschaftsrat schlägt vor, die Besucherzahlen auf einen Kunden pro 25 Quadratmeter zu begrenzen, Warteschlangen zu regeln, getrennte Ein- und Ausgänge zu schaffen sowie Schutzvorrichtungen an den Kassen einzurichten, Schutzausrüstung für Verkäufer und Desinfektionsspender für Kunden bereitzustellen.
Ein großes Problem für den Einzelhandel seien außerdem die unterschiedlichen Auslegungen der 800-Quadratmeter-Regelung in den Bundesländern. "In einigen Ländern agieren absurderweise auch noch einzelne Kommunen ganz unterschiedlich. Hier muss Abhilfe geschaffen werden", sagte Steiger der NOZ. "Wir dürfen nicht vergessen, der Einzelhandel ist in weiten Teilen mittelständisch geprägt. Es gibt viele Traditionsgeschäfte, über Generationen zum Teil in Familienhand, auch jenseits der festgelegten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Diese einzigartige Struktur darf nicht durch existenzgefährdende Grenzziehungen zerstört werden", so der Generalsekretär des Wirtschaftsrates.
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Datum: 18.04.2020 - 01:00 Uhr
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