Gratiskurs hilft bei verteilter Arbeit an gemeinsamen Projekt-Dateien
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Das Angebot richtet sich sowohl an Software-Programmierer, als auch an Nicht-Entwickler. "Ob Google Drive, Dropbox oder andere Werkzeuge, welche Dateien verwalten - alle legen automatisch Versionen eines Dokuments an. Wie das jeder mit Hilfe des Versionsverwaltungs-Tools Git selbst machen und gezielt beeinflussen kann, das zeigen wir in unserem Kurs", erläutert Sandro Speh, Sprecher des Teams aus Bachelor-Studierenden des HPI.
Alle Beispiele, welche zur Einführung gezeigt werden, nutzen keinen Quellcode, sondern gewöhnliche Text- und Bild-Dateien. Der openHPI-Kurs geht zudem auf die Zusammenarbeit in Open Source-Projekten ein, bei denen also das Softwareprogramm offen einsehbar, veränderbar und nutzbar ist.
Speh will mit dem Team intensiv Themen wie Aufgabenzuteilung und Änderungsanfragen in solchen Open Source-Projekten behandeln. "Dort gibt es auch wichtige Aufgaben für Nicht-Entwickler, zum Beispiel bei der Dokumentation oder Moderation", betont der HPI-Student.
Empfehlenswert ist der neue openHPI-Kurs vor allem für angehende Programmiererinnen und Programmierer sowie für Informatik-Erstsemester. "Jeder, der mit Software zu tun hat, kann in unserem Kurs wichtige Werkzeuge und Praktiken kennenlernen, die ihn oder sie im Arbeitsalltag erwarten - etwa bei Open Source-Projekten von Linux, Mozilla oder Gimp", sagt Speh.
Er und sein Team stellen den Teilnehmenden am Kurs Github vor, die mit rund 40 Millionen Mitgliedern weltweit größte Software-Plattform. Dies geschieht am Beispiel eines echten Projekts, bei dem gemeinsam mit anderen Personen Schritt für Schritt eine Webseite entwickelt werden soll - und das völlig ohne Programmier-Vorkenntnisse.
Keine Programmiererfahrung erforderlich
Zahlreiche Lehrvideos des Kurses führen in die Grundlagen des Umgangs mit Git ein. Teilnehmende benötigen laut Kursleiter-Team keine Programmiererfahrung, sollten aber über "grundlegende Englischkenntnisse und allgemeine Kenntnisse im Umgang mit Computern" verfügen. Sie können ihr neu erworbenes Wissen in interaktiven Selbsttests überprüfen und aktiv in einem Forum diskutieren. Ferner gibt es Hausaufgaben und Prüfungen. Den Lernaufwand kalkuliert Speh mit 2 bis 5 Stunden pro Woche. Bei erfolgreichem Absolvieren winkt ein Zertifikat des renommierten Instituts.
Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI
Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der Plattform https://open.hpi.de . Sie bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI rund 760.000 Kurseinschreibungen registriert. Gut 230.000 Personen aus 180 Ländern gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst derzeit rasant. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen "Massive Open Online Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher mehr als 77.400 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2020 umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 70 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.
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Datum: 05.05.2020 - 09:36 Uhr
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