"Stark durch Vielfalt": MDR erstmals bei Diversity-Tag dabei
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"Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt haben wir uns nach innen und außen zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung bekannt. Vielfalt definieren wir als besonderen Wert und zentralen Grundstein für das Gemeinwohl", erklärt MDR-Intendantin Karola Wille das Engagement. Seit Sommer 2019 gehört der MDR zu den Mitgliedern der Initiative und hat damit ein Zeichen für mehr Vielfalt und Weltoffenheit in der Arbeitswelt gesetzt. Vielfalt, das bedeutet Wertschätzung aller Menschen unabhängig ihrer ethnischen, regionalen oder sozialen Herkunft, ihrer Weltanschauung, ihres Alters, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung und Identität. Sein Programmangebot rund um den deutschen Diversity-Tag hat der MDR deshalb unter das Motto "Stark durch Vielfalt" gestellt.
Den Auftakt gibt MDR KULTUR bereits am Wochenende mit zwei Gesprächsformaten. Im "MDR KULTUR - Diskurs" am Samstag, 23. Mai, ab 19 Uhr spricht die Journalistin Kübra Gümüsay über Sprache und Diskriminierung. Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund machen die Erfahrung, dass die "falsche" Muttersprache zur Barriere werden kann. Sie wachsen zwar mehrsprachig auf, aber ihre Muttersprachen wie Türkisch, Arabisch, Polnisch oder Russisch genießen weniger Prestige als westeuropäische Sprachen. Was das mit den Menschen macht und wie sich das auf ihre Identität und ihr Selbstbewusstsein auswirkt, davon erzählt die Journalistin Kübra Gümüsay, die selbst in drei Sprachen zu Hause ist - im Deutschen, im Türkischen und im Englischen. Im"MDR KULTUR - Café" am Sonntag, 24. Mai, ab 12.00 Uhr kommt eine Frau zu Wort, die Diversity lebt: die Kabarettistin Gale Tufts - weiblich, über 50, "Migrationsvordergrund". Die gebürtige Amerikanerin spricht darüber, wie es ist, als Frau im Showgeschäft älter zu werden. Beide Sendungen sind in der ARD-Audiothek sowie bei mdr-kultur.de abrufbar.
Am Diversity-Tag selbst stellt MDR SPUTNIK den ganzen Tag über diverse Künstlerinnen und Künstler vor - wie Transgender-Sängerin Kim Petras, den schwarzen Rapper Lil Nas X oder den deutschen DJ Felix Jaehn, der sich als bisexuell geoutet hat. Der Sender aus Halle bietet mit "SPUTNIK Pride" seit einem Jahr einen Podcast für Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung. Präsentiert wird das Format von Kai Witvrouwen, der selbst homosexuell ist.
Um die Suche nach der sexuellen Identität geht es auch in dem Transgender-Film "Mein Sohn Helen". Das MDR-Fernsehen zeigt die Dramedy mit Jannik Schümann als Sohn/Tochter und Heino Ferch als alleinerziehenden Vater in den Hauptrollen am Dienstag, 26. Mai, um 12.30 Uhr.
Altersbedingte Einschränkungen am Arbeitsplatz sind zum Diversity-Tag Thema im Magazin "Umschau" am Dienstag, 26. Mai, um 20.15 Uhr. Bei einem Generationen-Duell will die "Umschau" testen, wie die Kinder mit der Technik ihrer Großeltern klar kommen und umgekehrt. Geräte wie VHS-Player, Plattenspieler oder Schreibmaschine werden heute kaum noch benutzt. Können die Kinder intuitiv erfassen, wie sie funktionieren? Im Gegenzug sollen Großeltern versuchen, mit der Technik von heute umzugehen. Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz erklären, wie Bedienoberflächen aussehen müssen, damit sie Ältere nicht abschrecken.
MDR WISSEN gibt in seinem multimedialen Angebot einen Einblick in die Diversitäts-Forschung in Mitteldeutschland: An der Friedrich-Schiller-Universität Jena beschäftigt man sich beispielsweise mit interkultureller Wirtschaftskommunikation. Zum Thema "Mensch-Maschine-Interaktion" mit dem Fokus auf ältere Berufstätige wird an der TU Dresden am an der TU Dresden am Zentrum für taktiles Internet geforscht. Alle Informationen und Programmangebote zum Diversity-Tag werden im Online-Angebot unter mdr.de/vielfalt gebündelt. Außerdem berichtet der MDR in seinen aktuellen Nachrichten- und Magazinformaten über den mittlerweile 8. bundesweiten Diversity-Tag.
Ursprünglich hatte der Sender auch für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen bunten Aktionstag mit interessanten Gästen und Workshops geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Angebote in Netz verlagert. Die Beschäftigen können beispielsweise ihr Wissen in puncto Vielfalt bei einem digitalen Diversity-Parcours testen.
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Datum: 22.05.2020 - 12:38 Uhr
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