Baustart in Bergedorf: Gasnetz Hamburg errichtet Wasserstoff-Beimischung am Schilfpark
• Projekt mySMARTLife für klimafreundliches Heizen
• Mix aus Erdgas und 30 Prozent Wasserstoff senkt CO2-Ausstoß
• Arbeiten unter Corona-Schutzmaßnahmen
Projektleiter Tom Lindemann von Gasnetz Hamburg vor der Baustelle der Einspeise-Anlage.(firmenpresse) - Hamburg-Bergedorf. Ein klimafreundliches Wärmenetz im Hamburger Entwicklungsgebiet „Am Schilfpark“ in Bergedorf soll ab Sommer 2020 mit Wasserstoff betrieben werden. Gasnetz Hamburg hat jetzt bei dem Projekt „mySMARTLife“ mit der Errichtung einer Wasserstoff-Mischanlage begonnen. Das Projekt ist Teil des europäischen Förderprogramms „Horizon 2020“. In einem kleinen Betriebsgebäude wird das Unternehmen der Erdgasversorgung bis zu 30 Prozent Wasserstoff hinzufügen. Dieser Mischbetrieb – aufgrund des hohen Wasserstoffanteils bisher einmalig – senkt den CO2-Ausstoß der Energieversorgung und liefert im anderthalbjährigen Testzeitraum Erkenntnisse über den Einsatz von Wasserstoff im Erdgasnetz und in Wärmeerzeugungsanlagen. Der Bau startet trotz Corona – aber mit den notwendigen Schutzmaßnahmen.
„Unser mySMARTLife-Projekt in Bergedorf gibt einen Einblick in die Zukunft der Gasversorgung“, sagt Udo Bottlaender, Technischer Geschäftsführer von Gasnetz Hamburg. „Denn mit Wasserstoff kommt erneuerbare Energie ins Gasnetz. Mit unseren Partnern aus Wissenschaft, Bezirk und Anlagenbetrieb zeigen wir hier beispielhaft, wie ganz Hamburg künftig von einer Dekarbonisierung des Energieträgers Gas profitieren kann.“
Ein Wärmenetz versorgt bei dem Projekt am Schilfpark 273 Wohnungen mit Heizenergie und warmem Wasser. Die Wärme liefern zwei Blockheizkraftwerke (BHKWs) und zwei Spitzenlastkessel. Schon jetzt arbeitet die mit Erdgas versorgte Wärmezentrale mit geringem CO2-Ausstoß. Doch im Rahmen des mySMARTLife-Projekts sollen die Emissionen weiter sinken. Dazu trägt Wasserstoff (H2) bei. Innerhalb des Projekts kommt der Brennstoff über das Gasverteilnetz sowie eine Wasserstoff-Einspeiseanlage. Eine Einspeiseanlage versetzt das Erdgas mit einer H2-Beimischung von bis zu 30 Prozent. Ab Sommer löst das gemischte Gas die bisher konventionelle Erdgas-Wärmeversorgung im Projektzeitraum bis Ende November 2021 ab. Dadurch sammelt das Projekt zusätzliche Erfahrungen im Wasserstoff-Mischbetrieb einer als Erdgas-Infrastruktur errichteten Wärmeversorgung. Im Fokus steht der Betrieb mit schwankenden Wasserstoffanteilen im Gas. Projektleiter bei Gasnetz Hamburg ist der Energietechnik-Ingenieur Tom Lindemann.
Gasnetz Hamburg verfügt über seine Vorgängerunternehmen über eine breite Expertise beim Thema Wasserstoff: Bis in die 1980er Jahre war H2 zu einem hohen Anteil im damals verwendeten Stadtgas enthalten. Mit der Wasserstoff-Mobilität befasste sich das Unternehmen ab den 1990er Jahren. Bereits 2015 lief eine Power-to-Gas-Anlage auf dem Gelände der Gasübernahmestation Reitbrook. Im Rahmen der aktuellen Klimapläne Hamburgs soll die Nutzung von klimaneutral erzeugtem Wasserstoff künftig auch in anderen heute mit Erdgas versorgten Gebieten die CO2-Emissionen senken. Welche Emissionsminderungen im Wasserstoff-Mischbetrieb erzielt werden, dokumentieren Vergleichsmessungen im Bergedorfer Projekt.
Projektpartner sind neben Gasnetz Hamburg der Bezirk Bergedorf, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und der Anlagenbetreiber enercity Contracting Nord GmbH.
Partner eines internationalen Projekts mit europäischer Förderung
Europas Metropolen stehen vor großen Herausforderungen: Wachsende Städte, die Folgen des Klimawandels und die Notwendigkeit von CO2-Einsparungen erfordern neue Strategien. Insbesondere in den Bereichen Energie, Mobilität, Produktion und Konsum sind nachhaltige Lösungen gefragt. Die Europäische Union fördert mit ihrem Programm „Horizon 2020“ Lösungsansätze für Smart Cities und deren Entwicklung und Realisierung in ausgewählten Quartieren. Hamburg zeigt als Leuchtturm einer Smart City richtungweisende Ansätze. Im Rahmen des EU-Projektes mySMARTLife entstehen in der Hansestadt und in den Partnerstädten Nantes (Frankreich) und Helsinki (Finnland) Modellprojekte für eine energie- und ressourceneffiziente Stadt.
Bauarbeiten mit Corona-Schutz
Seine technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Gasnetz Hamburg zum Schutz vor Corona mit Desinfektionsmitteln und Gesichtsmasken ausgerüstet. Auch bei den Bauarbeiten in Bergedorf gelten strenge Regeln: Fahrzeuge und Geräte werden nach jedem Einsatz gereinigt und der Mindestabstand zu Passanten eingehalten. Spezielle Verhaltensregeln wurden für das Personal des Unternehmens und seiner Partner eingeführt, um Baumaßnahmen auch während der Pandemie ausführen zu können und das Gasnetz als zuverlässige Infrastruktur in Betrieb zu halten.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Gasnetz Hamburg – hundert Prozent Hamburg
Die Gasnetz Hamburg GmbH ist ein hundertprozentiges Unternehmen der Stadt und betreibt das Erdgasnetz in der Freien und Hansestadt Hamburg mit circa 7.900 Kilometern Länge, rund 160.000 Hausanschlüssen und fast 230.000 Netzkunden. Das Netz umfasst Hoch-, Mittel-, Niederdruck- und Hausanschlussleitungen sowie rund 600 Gasdruckregelanlagen. Die Steuerung und Überwachung des Netzes erfolgt über eine zentrale Leitstelle. Gasnetz Hamburg bereitet die Infrastruktur auf steigende Einspeisungen von grünem Gas wie Bio-Methan und Wasserstoff vor. Damit kann das Gasnetz einen noch größeren Beitrag für den Klimaschutz in Hamburg leisten.
365 Tage rund um die Uhr
Rund 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für einen zuverlässigen und sicheren Betrieb des Hamburger Gasnetzes. Die langjährige technische Erfahrung ermöglicht ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Dies belegen auch die Zahlen der Bundesnetzagentur: Im Durchschnitt hatte 2018 jeder Netzkunde in Hamburg eine störungsbedingte Versorgungsunterbrechung von knapp 10 Sekunden. Dagegen lag der Bundesdurchschnitt mit 29 Sekunden deutlich höher.
Gasnetz Hamburg GmbH
Kommunikation
Ausschläger Elbdeich 127
20539 Hamburg
www.gasnetz-hamburg.de
BerndEilitz
040 – 23 66 –35 07
presse(at)gasnetz-hamburg.de
Datum: 05.06.2020 - 07:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1821133
Anzahl Zeichen: 4741
Kontakt-Informationen:
Kategorie:
Heiztechnik
Meldungsart: Unternehmensinfos
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1297 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Baustart in Bergedorf: Gasnetz Hamburg errichtet Wasserstoff-Beimischung am Schilfpark"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Gasnetz Hamburg (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hamburg-Bergedorf / Brüssel. Gasnetz Hamburg freut sich über die Auszeichnung seines erfolgreich abgeschlossenen Wasserstoff-Projekts in Bergedorf. Das mySMARTLife-Förderprojekt erhielt jetzt in Brüssel den „Eurocities Award“ in der Kategorie „Managing the energy crisis sustainably” (nac
Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN: Gasnetz Hamburg nimmt bei Planung weitere Stadtteile ins Visier ...
Hamburg. Hamburgs Wasserstoffwirtschaft kommt. Dank der Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns hat Gasnetz Hamburg vor wenigen Wochen die konkrete Netzplanung für das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN begonnen. Während der H2EXPO, der Wasserstoffmesse im Rahmen der WindEnergy Ha
Wasserstoff-Mischbetrieb funktioniert: Gasnetz Hamburg zieht positive Bilanz bei Forschungsprojekt in Bergedorf ...
Hamburg. Für die Bewohner des Quartiers „Am Schilfpark" in Bergedorf war diese Forschung praktisch nicht zu spüren: Ihre 273 Wohnungen hatten jederzeit Heizwärme und warmes Wasser. Das enercity-Blockheizkraftwerk (BHKW) des Quartiers lief – wie gewohnt – Wärme und Strom erzeugend. Und
Weitere Mitteilungen von Gasnetz Hamburg
Mit dem Klima-Bonus von Gasnetz Hamburg von Öl- auf Gasheizung: Umweltsenator Kerstan gratuliert tausendster Umstellerin ...
Hamburg. Erfolgreiche Zwischenbilanz beim Klimaschutzprogramm: Umweltsenator Jens Kerstan hat bei Gasnetz Hamburg der tausendsten Hamburger Klima-Bonus-Nutzerin gratuliert. Familie Bade hat die Heizung ihres Wohnhauses in Lurup auf Gas umgestellt und schont so das Klima. Der CO2-Ausstoß sinkt all
Heizelemente und Heizpatronen von Mickenhagen ...
Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf Maschinen und Werkzeugen aus den Bereichen der Kunststoffspritztechnik und Druckgießtechnik. Im Mittelpunkt des wirtschaftlichen Denkens und Handelns stehen die Bedürfnisse der Kunden. Mickenhagen ist durch einen hochmodernen Maschinenpark und ständig o
Neue Stand-Heizstrahler mit IP65 Strahlwasserschutz + Fernbedienung | VASNER HeatTower & HeatTower Mini ...
• HeatTower Weiß • HeatTower Silber • HeatTower Schwarz • HeatTower Mini Weiß • HeatTower Mini Silber • HeatTower Mini Schwarz Für jede Garten- und Terrassengestaltung kann also der perfekte Wärmestrahler gewählt werden, um kurzwellige Infrarotstrahlung punktuell dorthin zu
Das Klimapaket der Bundesregierung und die Bedeutung für die Wärmeerzeugung ...
Mit ihrem neuen Klimapaket möchte die große Koalition den deutschen Klimazielen für 2030 und 2050 einen Schritt näherkommen. Zusammen mit 196 anderen Staaten hat sich Deutschland 2015 dazu verpflichtet, die Erderwärmung unter 2°C zu halten bzw. im besten Fall nicht über 1,5°C steigen zu lass




