Corona-Krise: Massiver Produktionsrückgang in allen Industriebranchen im 1. Quartal 2020 - Brossardt: "März mit 12,5 Prozent Produktionsminus lässt noch stärkeren Rückgang im 2. Quartal befürchten"
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Auch bei den Exporten von bayerischen M+E Produkten schlagen sich die Auswirkungen der Corona-Krise erst in den März-Daten voll nieder. So sanken im März die M+E Ausfuhren um 15,8 Prozent. In den EU-Binnenmarkt wurde 25,7 Prozent und in die Eurozone 29,4 Prozent weniger exportiert. Die Ausfuhren nach Italien verringerten sich um 38,4 Prozent. Nach Österreich , einem traditionell wichtigen Handelspartner Bayerns, wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat 25,6 Prozent weniger exportiert. Auch die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten (-12,2 Prozent) und nach China (-21,7 Prozent) entwickelten sich rückläufig.
Die Anzahl der Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie ist im ersten Quartal 2020 zum dritten Mal in Folge rückläufig. Von Januar bis März 2020 sank die Beschäftigung um 2.100 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresniveau ergibt sich ein leichter Beschäftigungsrückgang von 0,2 Prozent. "Der Beschäftigungsabbau in der M+E Industrie hat sich zwar verstetigt . Doch durch den umfangreichen Einsatz von Kurzarbeit konnte bislang ein stärkerer Stellenabbau verhindert werden", sagte Brossardt.
"Wir brauchen eine fundamentale Neuausrichtung der Politik. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit muss in den Vordergrund gestellt werden bei gleichzeitigem Setzen von nationalen Nachfrageimpulsen . Hierfür haben wir ein umfassendes Strukturpaket vorgestellt, das es jetzt anzugehen gilt", so Brossardt.
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Datum: 05.06.2020 - 10:37 Uhr
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