Kinderschutzbund: Fehleinschätzungen von Münster wären vermeidbar gewesen
ID: 1822184
Heinz Hilgers fordert höheres Engagement für den Kinderschutz in Deutschland: "Wenn wir uns zum Beispiel mit den skandinavischen Ländern vergleichen, dann sind wir im Rückstand."
Osnabrück. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), Heinz Hilgers, hat nach den Missbrauchsfällen in Münster die Bundesregierung aufgefordert, mehr in den Schutz von Kindern zu investieren. "Der Staat könnte die Jugendämter, Kindertagesstätten und Schulen besser ausstatten und finanzieren - er könnte viel mehr tun", sagte Hilgers im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Wenn wir uns zum Beispiel mit den skandinavischen Ländern vergleichen, dann sind wir im Rückstand. Mit Blick auf unsere Wirtschaftskraft und Bildungsmöglichkeiten hätten wir eigentlich Chancen, im Kinderschutz an der Spitze zu stehen."
Der Präsident des DKSB fordert eine "große und nachhaltige Sensibilisierungskampagne" gegen sexuellen Missbrauch von Kindern in Deutschland. In Münster war vergangene Woche ein Pädophilen-Netzwerk aufgedeckt worden. Wie mittlerweile bekannt wurde, hatte das Jugendamt Kontakt zu der Familie eines der Opfer. Das Amtsgericht hatte 2015 jedoch entschieden, dass kein Eingreifen notwendig sei. Der Missbrauchsfall in Münster wäre bei entsprechenden Maßnahmen "vermeidbar gewesen, wenn das Kind frühzeitig aus der Familie genommen worden wäre", sagte Hilgers. Dieses sei nicht nur die Aufgabe des Staates, jedoch könne dieser "Kinderrechte in das Grundgesetz bringen" und, darauf aufbauend, prüfen, ob sämtliche Gesetze diesen wirklich gerecht werden würden.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/58964/4618873
OTS: Neue Osnabrücker Zeitung
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.06.2020 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1822184
Anzahl Zeichen: 2078
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 553 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kinderschutzbund: Fehleinschätzungen von Münster wären vermeidbar gewesen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabr (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Fachgesellschaft für Maskenpflicht wegen überlasteter Kinderkliniken durch RSV-Welle GPP-Präsident Stock: "Würde definitiv helfen, um Infektionen zu begrenzen" - Appell an Eltern, nicht unnötig zum Arzt zu gehen Osnabrück. Wegen der Überlastung von Kinderkliniken durch die RSV-
Vor Wattenmeer-Konferenz: Bundesumweltministerin will niederländische Gasförderung vor Borkum abwenden ...
Vor Wattenmeer-Konferenz: Bundesumweltministerin will niederländische Gasförderung vor Borkum abwenden Lemke: "Am besten wäre es, das Projekt zu stoppen" - Grünen-Politikerin sieht Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres in Gefahr Osnabrück. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grü
Karoline Herfurth: Ich habe einen Angsthund ...
Karoline Herfurth: Ich habe einen Angsthund "Hund mit Vorgeschichte" von Tierschutz-Initiative vermittelt - Balu erleidet Durchfall-Attacken Osnabrück. Karoline Herfurth (38) hat einen Hund mit Angstproblemen: "Ich habe einen Angsthund", sagte die Schauspielerin der "Ne
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabr
Bundeselternrat fordert Lehrerfortbildungen in den Sommerferien ...
"Defizite der letzten Jahre aufarbeiten" - Kultusministerkonferenz: Sollten diesen Schwung nutzen Osnabrück. Der Bundeselternrat fordert mit Blick auf Online-Unterricht die Fortbildung von Lehrkräften in den Sommerferien. Der Vorsitzende des Bundeselternrates, Stephan Wassmuth, erklärt
Top-Virologe: Corona-Lockdown war womöglich nicht nötig ...
Top-Virologe: Corona-Lockdown war womöglich nicht nötig Streeck erwartet keine erhöhte Sterblichkeit auf Jahresbasis Osnabrück. Der Corona-Forscher Hendrik Streeck hat den deutschen Lockdown mit seinen gravierenden Folgen kritisiert. Nach dem Verbot von Großveranstaltungen seien die Infektion
Justizministerin erteilt Ruf nach Strafrechtsverschärfung bei Kinderpornografie klare Absage ...
Justizministerin erteilt Ruf nach Strafrechtsverschärfung bei Kinderpornografie klare Absage Lambrecht: Mehr Möglichkeiten für Ermittler und mehr Personal sind entscheidend - Fälle in Münster "widerlich" Osnabrück. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Forderungen na
Niedersächsische Justizministerin fordert Strafverschärfung bei Kinderpornografie ...
Niedersächsische Justizministerin fordert Strafverschärfung bei Kinderpornografie Havliza: "Bundesjustizministerium muss endlich tätig werden" / "Mord an einer Kinderseele" Osnabrück. Die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU) fordert, die gesetzlich vorge




