dena-Kolloquium: Drei Monate Debatten im Zeichen der Green Recovery / Abschluss der digitalen Veranstaltungsreihe mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze
ID: 1826355
Svenja Schulze betonte in ihrer Rede die große Bedeutung des Konjunkturpaketes wie auch der klimapolitischen Maßnahmen. Auch wenn die Corona-Krise noch nicht überwunden sei - jetzt beginne der wirtschaftliche Neustart und er biete die Chance, den Kampf gegen die Erderwärmung schneller voranzubringen. 54 Milliarden Euro habe die Bundesregierung hierfür bereits im vergangenen Jahr mit dem Klimapaket auf den Weg gebracht, nun gut 40 Milliarden Euro aus dem Konjunkturprogramm. "Sie alle fließen in die ökologische Modernisierung", bekräftigt die Bundesumweltministerin. "Die staatlichen Investitionsprogramme in den Klimaschutz werden uns ein gutes Stück voranbringen auf dem Weg zur Klimaneutralität." Sie seien aber nicht nur gut fürs Klima, sondern sicherten auch Arbeitsplätze und würden helfen, die Gesellschaft resilienter zu machen.
In fünf Beispielen konkretisierte die Bundesumweltministerin wichtige Vorhaben, die ökonomische wie auch ökologische Aspekte verbinden: Das umfasst haushaltsbasierte Zuschüsse zur EEG-Umlage ebenso wie die weitere Unterstützung der Elektromobilität und die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie der Kommunen und Städte. Zudem geben insbesondere die Wasserstofftechnologien Impulse für die heimische Wertschöpfung und stärken die zukunftsweisende, klimafreundliche Energieversorgung. Schulze lenkte auch den Blick auf die EU-Ratspräsidentschaft und betonte die Notwendigkeit der gemeinsamen Arbeit an den vielen wichtigen Punkten, die jetzt anstehen. Dazu gehört im energie- und klimapolitischen Bereich unter anderem die Ausarbeitung eines EU-Klimaschutzgesetzes sowie des Green Deals.
Andreas Kuhlmann resümiert eine neue Erfahrung aus den vergangenen Monaten: "In die Ausgestaltung des Konjunkturpaketes sind Nachhaltigkeitskriterien mit eingeflossen. Das war vorher nicht so und damit war auch zu Beginn der Krise nicht unbedingt zu rechnen." Nun müssten noch Fragen diskutiert werden, zum Beispiel, wie viel Wachstum nötig sei, um - wie oft zu hören - aus der Krise herauszuwachsen und wie sich das mit den erforderlichen Pfaden zur Erreichung der Klimaziele verbinden lässt. Klimaschutztechnologien spielen dabei eine große Rolle, aber ebenso der Blick über Europa hinaus. "Die Diskussionen sind meist sehr auf uns fokussiert, auch der Green Deal zeigt eine fast ausschließlich innereuropäische Betrachtung. Gleichzeitig steht Europa nur für rund 10 Prozent der globalen Emissionen - bei allem erforderlichen Engagement in Deutschland und Europa: Wenn es um Klimaschutz geht, dann müssen wir uns auch der globalen Verantwortung stellen." Abschließend verwies Kuhlmann auf die grundlegende Bedeutung der Sustainable Development Goals (SDGs) für mehr Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. "Die Krise zeigt auch: 'All in on Climate' wird nicht die Lösung sein. All in on SDGs schon eher. Wenn wir die Lebensbedingungen in einer Zeit, in der die planetaren Grenzen immer deutlicher werden, verbessern wollen, dann müssen wir ganzheitlich denken. Nicht immer leicht, aber im Rahmen des Kolloquiums haben wir erfreulicherweise einen Beitrag dazu leisten können."
Ein Rückblick auf das dena-Kolloquium
Gestartet am 1. April, kommt das Kolloquium der dena kurz vor Beginn der Sommerpause zum Abschluss. Getreu dem Veranstaltungsmotto: "Durch die Krise: mit einem ganzheitlichen Blick und den richtigen Zielen" haben Expertinnen und Experten aus den Bereichen Energiewende, Klimaschutz und Ökonomie Ansätze für einen zukunftsfähigen Wiederaufschwung beraten. Zentrales Thema der hochkarätigen Vorträge und Diskussionen waren Gestaltungsmöglichkeiten einer Green Recovery.
In den Impulsvorträgen der Veranstaltungsreihe wurde der Neustart der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens aus vielen Perspektiven beleuchtet: Ökonomische, ökologische sowie sozialwissenschaftliche Fragen standen zur Diskussion. Die Überlegungen bezogen sich dabei nicht allein auf nationale, sondern auch europäische sowie globale Herausforderungen. Der rege Austausch hat viele Anstöße gegeben, wie die Überwindung der Corona-Folgen mit der Transformation für mehr Energiewende und Klimaschutz gelingen kann. Auch das im Juni verabschiedete Konjunkturpaket der Bundesregierung trägt diese Handschrift. Nun gilt es die vielversprechenden, zukunftsfähigen Beschlüsse umzusetzen.
Der umfasse Rückblick auf die dena-Kolloquien ist hier verfügbar (https://www.dena.de/newsroom/dena-kolloquium/) .
Eine kurze Rückschau in Twitter-Moments ist hier abrufbar (https://twitter.com/i/events/1276144237474656257?s=20) .
Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Irene Beringer, Chausseest
raße 128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 66 777 - 114, Fax: +49 (0)30 66 777-699, E-Mail: beringer@dena.de
, Internet: http://www.dena.de
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/43338/4635075
OTS: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Original-Content von: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.06.2020 - 09:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1826355
Anzahl Zeichen: 6158
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 372 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"dena-Kolloquium: Drei Monate Debatten im Zeichen der Green Recovery / Abschluss der digitalen Veranstaltungsreihe mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Best-Practice-Portal des "Gebäudeforums klimaneutral" wächst: Im Jahr 2025 wurde die Schwelle von über 150 erfolgreich umgesetzten Projekten erreicht. Diese zeigen, wie energieeffizientes Bauen und Sanieren gelingt. Energieeffiziente Gebäude überzeugen durch viele Vorteile: Sie s
Innovative Energieprojekte gesucht: Bewerbungsphase für den Energy Efficiency Award 2024 gestartet ...
Auf der Suche nach herausragenden Ideen und Erfolgen: Unternehmen haben ab sofort die Möglichkeit, sich mit ihren innovativen Projekten und Konzepten für den Energy Efficiency Award der Deutschen Energie-Agentur (dena) zu bewerben. Diese renommierte Auszeichnung wird unter der Schirmherrschaft von
Dena zum Wärmepumpengipfel: Info-Kampagne soll Fachkräfte unterstützen (FOTO) ...
Anlässlich des heutigen 2. Wärmepumpengipfels der Bundesregierung und der Branche kommentiert Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena): "Der 2. Wärmepumpengipfel setzt ein wichtiges Signal für die Energiewende im Gebäudebereich. Im Verg
Weitere Mitteilungen von Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
KÜS: Mehr Akzeptanz für alternative Antriebe bei Autos / Hybridfahrzeuge in der Gunst der Autofahrer vorne / Persönliche Einstellung zu Alternativantrieben nachgefragt (FOTO) ...
Die Akzeptanz gegenüber alternativ angetriebenen Fahrzeugen steigt. Dies ist eines der Resultate des KÜS Trend-Tacho. Die Erhebung wird durchgeführt vom renommierten Kölner Institut BBE Automotive GmbH. Mit dem Argument der Umweltfreundlichkeit punkten Hybridfahrzeuge bei den Autofahrern. Diese
EnBWüberzeugt zum dritten Mal in Folge in der Königsdisziplin der Innovation und erhält "Digital Lab Award" (FOTO) ...
Das Innovationslab der EnBW steht erneut auf dem Siegertreppchen des Digital Lab Awards. Mit ihrer ausgezeichneten Expertise in der Skalierung von Start-ups hat die EnBW die Fachjury um das Wirtschaftsmagazin Capital und die Managementberatung Infront überzeugt. Die hauseigene Ideenschmiede des Kar
Photovoltaik - Formulare ...
In diesem live Video bekommst Du eine Anleitung für das Ausfüllen der Formulare, die bei der Errichtung von einer PV-Anlage wichtig sind. Ikratos arbeitet bayernweit im Bereich Solartechnik und Wärmepumpen und führt Beratungen für erneuerbare Energien durch. Als Endverbraucher kann
Syna modernisiert Trafostationen in Bad Rappenau ...
Für die zuverlässige Stromversorgen bilden Ortsnetzstationen einen wichtigen Knotenpunkt. Um den zukünftigen Anforderungen an das Bad Rappenauer Netz gerecht zu werden, errichtet die Süwag-Netztochter Syna GmbH neue Trafostationen und saniert eine bestehende Station in den Bad Rappenauer Stadtte




