Jahrhundertdiebstahl in Dresden
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25. November 2019. Halb 5.00 Uhr morgens. Der Theaterplatz im barocken Herzen Dresdens liegt im Dunkeln. Diebe haben die Straßenbeleuchtung lahm gelegt. Minuten später durchtrennen sie ein Fenstergitter am Historischen Grünen Gewölbe. Die Panzerglasscheibe dahinter hebeln sie aus. In Windeseile dringen sie in Sachsens Schatzkammer ein und räumen eine Vitrine aus. Sie fliehen mit den Juwelen August des Starken.
Sieben Monate nach der Tat gehen viele davon aus, dass die Schätze verloren sind. Die Rede ist unter anderem von Schmuckstücken wie der "Epaulette" aus der Brillantgarnitur. Die drei größten darin verarbeiteten Steine bringen alleine 110 Karat auf die Waage. Die Soko "Epaulette" in Dresden arbeitet rund um die Uhr. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen der Staatsanwaltschaft Dresden 1347 Spuren vor. Davon werden noch 960 - also mehr als zwei Drittel - ausgewertet. Jürgen Schmidt von der Staatsanwaltschaft Dresden erklärt dazu: "Es handelt sich hier überwiegend um Komplexspuren. Das heißt mehrere Spuren fallen praktisch zusammen. DNA, Lackabriebe, Fingerabdrücke. Alles, was man sich so vorstellen kann. Und wir brauchen teilweise für die Auswertung einer Spur mehrere Sachverständige. Das ist extrem zeitaufwendig und wird auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen."
Es sind erfahrene Ermittlerinnen und Ermittler, die es mit gerissenen Tätern zu tun haben, hochprofessionell, gut vorbereitet und bandenmäßig agierend.
Mit derart skrupellos agierenden Banden haben es die Museen in Deutschland, zunehmend zu tun. Mitte Februar wurden in Berlin Diebe, die im Bode-Museum eine 100-Kilo-Goldmünze erbeuteten, verurteilt. Von der Münze fehlt bis heute jede Spur. Und in Trier versuchten im Oktober letzten Jahres zwei Einbrecher, hunderte römische Goldmünzen zu stehlen. Sie gingen ähnlich brachial vor wie die Täter in Berlin und Dresden. Reichen die Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr aus? In Dresden jedenfalls hatten die Täter leichtes Spiel.
Wer war für die Sicherheitslücken verantwortlich? Welche Konsequenzen werden daraus gezogen? Und wie groß sind die Chancen, die Täter zu fassen? "Exakt - die Story" fragt nach.
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MDR Landesfunkhaus Sachsen, Peggy Ender, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: (0351) 8 46 35 15, E-Mail: peggy.ender@mdr.de
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Datum: 29.06.2020 - 16:44 Uhr
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