Verfahren der 'neuen Gentechnik' gehen mit vielen Risiken einher / Neue wissenschaftliche Publikation
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Die Verfahren des Genome Editing, bei denen insbesondere die 'Gen-Schere' CRISPR/Cas zum Einsatz kommt, erhöhen die Möglichkeiten und die Geschwindigkeit, mit denen das Erbgut von Pflanzen und Tieren verändert werden kann. Dabei kommt es nicht darauf an, ob zusätzliche Gene in das Erbgut eingeführt werden. Auch kleine genetische Veränderungen, die oft mehrfach und in Kombination ausgeführt werden, können erhebliche Auswirkungen auf Stoffwechselwege und Inhaltsstoffe haben. Deswegen müssen die neuen Eigenschaften auch dann eingehend auf Risiken geprüft werden, wenn keine neuen Gene eingefügt werden.
Die Studie gibt einen systematischen Überblick über unbeabsichtigte Effekte, die spezifisch für die Anwendung von Genome Editing sind. Dazu zählen beispielsweise der ungewollte Einbau von zusätzlichen DNA-Sequenzen oder größere, unbeabsichtigte Umstrukturierungen des Erbguts. Auch dabei kommt es nicht darauf an, ob zusätzliche Gene in das Erbgut eingeführt werden oder nicht.
Die Studie stellt fest, dass in vielen Fällen die Methoden der alten und neuen Gentechnik miteinander kombiniert werden, und zeigt, dass deswegen auch ungewollte Effekte berücksichtigt werden müssen, die durch diese älteren Verfahren entstehen. Der Hintergrund: Um die Gen-Schere zur Anwendung zu bringen, muss diese oft zunächst mithilfe alter Gentechnik (u.a. Anwendung der 'Genkanone') in die Zellen eingebracht werden.
Die Publikation: https://enveurope.springeropen.com/articles/10.1186/s12302-020-00361-2
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Datum: 12.08.2020 - 11:34 Uhr
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