PwC-Studie: Biometrische Authentifizierungsverfahren 2020
ID: 1837473
Biometrische Authentifizierung nimmt zu
Neben aktuellen Zahlen zur Nutzung des Online-Bankings liefert die Studie auch Erkenntnisse zur Verwendung von Authentifizierungsverfahren. Hierzu zählen die Authentisierung über ein zusätzliches Gerät (TAN-Generator), über das Handy (SMS-TAN), die Handy-App (pushTAN, photoTAN) und biometrische Verfahren, wie die Fingerabdruck-Funktion oder die Gesichts- und Spracherkennung. Diese Verfahren sind zunehmend beliebt. So haben 29 Prozent aller Bundesbürger schon einmal die Fingerabdruck-Funktion oder die Gesichtserkennung genutzt, um sich online anzumelden oder ein Bankgeschäft durchzuführen. Ein Zuwachs von 11 Prozentpunkten gegenüber der Umfrage von 2018. Entscheidend für die häufige Nutzung der biometrischen Verfahren ist dabei die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen. Hier haben rund 52 Prozent schon einmal Gebrauch von biometrischen Authentifizierungsverfahren gemacht. Maximilian Harmsen, Digital Payments Lead bei PwC Deutschland, rät Banken deshalb "ihr Angebot stets an die neuesten Sicherheitsstandards und Entwicklungen anzupassen, um auch für jüngere Kunden attraktiv zu bleiben". Vor allem bei der Nutzung des Online-Banking auf dem Smartphone seien biometrische Verfahren beliebt.
Fingerabdruck gilt als besonders sicher
Bei der Akzeptanz biometrischer Authentifizierungsverfahren spielt die Sicherheit eine entscheidende Rolle. Auch hier zeigt sich für die neuen Technologien ein positives Bild: Mehr als zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) halten die Authentisierung mit biometrischen Verfahren für sicher. Ein leichter Zuwachs gegenüber der Studie von 2018, bei der 63 Prozent die neuen Verfahren als sicher eingestuft hatten. Darüber hinaus lässt sich ein Unterschied zwischen jüngeren und älteren Altersgruppen feststellen. So halten deutlich über 70 Prozent der unter 40-Jährigen die Technologie für sicher, bei den über 40-Jährigen sind es dagegen etwa 10 Prozent weniger. Harmsen erklärt, dass "die Nutzer von biometrischen Verfahren vor allem die erhöhte Fälschungssicherheit durch Einzigartigkeit der biometrischen Merkmale schätzen und als sicher bewerten". Diese Sicherheitsanforderungen seien nach dem Gefühl der Bürger besonders bei der Verwendung des Fingerabdrucks auf dem eigenen Smartphone gegeben.
Ein überraschendes Ergebnis zeigt sich bei der Bewertung der einzelnen biometrischen Verfahren untereinander. Hier unterscheidet sich die subjektive Wahrnehmung der Befragten eindeutig von der empirischen Einordnung der Verfahren. Obwohl Techniken zur Gesichtserkennung im Vergleich zum Fingerabdruck ca. 20 mal sicherer sind, bewerten die Teilnehmer die Verfahren gegenteilig. 53% der Befragten beurteilen den Fingerabdruck als sicherstes biometrisches Authentifizierungsverfahren und nur 15% das Gesichtserkennungsverfahren. In der Realität liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Überschneidung zweier Fingerabdrücke bei 1:50.000, während die Face ID nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1.000.000 den registrierten Nutzer mit einer zufälligen Person verwechselt. "Im Vergleich zur Studie von 2018 konnte das Sicherheitsempfinden gegenüber der Gesichtserkennung zwar verdreifacht werden, die subjektiven Einschätzungen der Teilnehmer unterscheiden sich aber mit der Realität. Ein Paradoxon, das durch die weite Verbreitung der Authentifizierung per Fingerabdruck entstanden ist. Banken müssen hier Aufklärungsarbeit leisten und die vielfältigen Vorteile der biometrischen Verfahren weiter herausstellen.", so Maximilian Harmsen.
Pressekontakt:
Dennis Pagel
PwC Communications
Tel.: +49 211 981-7939
E-Mail: dennis.pagel@pwc.com
www.pwc.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/8664/4681161
OTS: PwC Deutschland
Original-Content von: PwC Deutschland, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.08.2020 - 11:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1837473
Anzahl Zeichen: 4766
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt am Main
Kategorie:
Unternehmensberatung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 254 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"PwC-Studie: Biometrische Authentifizierungsverfahren 2020"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PwC Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
PwC-Analyse im Auftrag des Umweltbundesamts bewertet Maßnahmen zur Umsetzung nachhaltiger Mobilität in deutschen Städten / Besonders vielversprechend ist die Stärkung umweltfreundlicher Verkehrsmittel in Kombination mit Einschränkungen des Pkw-Verkehrs / PwC-Experte Hansjörg Arnold: "Di
EU-Taxonomie: Erst jedes fünfte Unternehmen nutzt Standardprozesse für die Datenlieferung ...
PwC-Studie "EU-Taxonomie 2022 - Nachhaltigkeitsberichterstattung im Wandel": Knapp die Hälfte der befragten und von der EU-Taxonomie betroffenen Unternehmen hat mit der Konformitätsberichterstattung begonnen / 6 von 10 Befragte mussten für die Berichterstattung externes Personal einse
Im Schatten Chinas: Bei der Solarenergie droht eine neue Abhängigkeit ...
2040 sollen fast 40 Prozent des deutschen Stroms aus Solarkraft stammen/ Dafür müsste sich die jährliche Installation von Photovoltaik in Deutschland beinahe verdreifachen / China produziert 75 Prozent der Solarmodule; damit droht eine neue Abhängigkeit im Energiemarkt / Die Revitalisierung de
Weitere Mitteilungen von PwC Deutschland
Weltweit führende Personalberatung steigt beim "Frauen-Headhunter" ein ...
Mit dem Engagement bei Hunting/Her HR-Partners baut Stanton Chase seine strategische Positionierung im Bereich Diversity aus Die auf weibliche Fach- und Führungskräfte fokussierte Personalberatung Hunting/Her HR-Partners (https://www.huntingher.com) wird Teil des weltweit agierenden Executive-Sea
Studie zu Cloud Computing: Innovationen wichtiger als Sparen / 55 Prozent der Unternehmen wollen durch Cloud Computing neue Technologien und Produktneuheiten voranbringen ...
Manager in Deutschland denken um: Jedes zweite Unternehmen sucht verstärkt Cloud-Computing-Lösungen, die es innovativer macht, beispielsweise in Kombination mit Künstlicher Intelligenz. Nur 44 Prozent wollen dagegen durch Cloud-Technologie vorrangig IT-Kosten einsparen. Die Cloud-Anbieter, spezie
COVID-19 beschleunigt die digitale Transformation im Bankensektor (FOTO) ...
Differenzierung und klare Kundenversprechen entscheiden über Zukunftsfähigkeit der Geschäftsmodelle Die COVID-19-Pandemie verändert das digitale Nutzungsverhalten deutscher Bankkunden grundlegend. Angesichts des Virus neu adaptierte Gewohnheiten werden beibehalten, alte Verhaltensmuster über B
Deloitte Report "Global Power of Construction": Bislang noch stabiles Wachstum für globale Baubranche ...
- Im vergangenen Jahr brummte die globale Bauwirtschaft ungebremst und steigerte ihren Umsatz um 5 Prozent - Chinas Umsatzstärke scheint ungebrochen: 44 Prozent des globalen Gesamtumsatzes werden in China erwirtschaftet - Europäische Unternehmen führen mit 37 Prozent Anteil bei der Marktka




