Studie "Mythos Mobilitätswende": Denken und Handeln liegen in den Städten weit auseinander
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"Seit einigen Jahren wird intensiv über die Mobilitätswende gesprochen", sagt Marcus Willand, Partner bei MHP und einer der Autoren der Studie. "Uns hat interessiert, ob die Veränderungen der vergangenen Jahre im ÖPNV sowie das Aufkommen der digitalen Mobilitätsdienste auch tatsächlich zu einer Mobilitätswende hin zu einem ökologisch nachhaltigen Mobilitätsverhalten geführt haben."
Birgit Priemer, Chefredakteurin von AUTO MOTOR UND SPORT und Autorin der Studie, ergänzt: "Unser gemeinsamer Anspruch war, mehr als eine 'klassische' Studie zu erstellen. Die Kombination aus Marktforschung, Data Science sowie journalistischer und fachlicher Kompetenz sollen Einsichten gewähren, die ein ganzheitliches Bild zur Mobilitätswende in unseren Städten zeichnet."
Bei den Ergebnissen ist die Diskrepanz zwischen der Einstellung der Befragten zu Mobilität und Klima und der Bereitschaft das eigene Handeln zu ändern sehr ausgeprägt. So gehen zwar acht von zehn Befragten davon aus, dass sich unsere Mobilität in den nächsten 20 Jahren stark oder sogar sehr stark verändern wird. Fragt man sie jedoch konkret danach, wie sich die persönliche Verkehrsmittelnutzung in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich wandeln wird, so weicht die Prognose deutlich weniger stark vom heutigen Ist-Stand ab. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um den ÖPNV oder neue, digitale Mobilitätsangebote handelt.
Ähnlich deutlich fallen die Antworten in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels für den Weg zur Arbeit aus: Die Klimafreundlichkeit des gewählten Verkehrsmittels hat die mit Abstand geringste Priorität. Dem steht gegenüber, dass 51 Prozent der Befragten angeben, bereits jetzt nach Möglichkeit klimafreundlich zu verhalten.
Für die meisten bleibt somit das Auto für den Weg zur Arbeit präferiertes Verkehrsmittel. Ein Grund liegt für Berufspendler weiterhin in der Zeitersparnis: In Berlin kommt man beispielsweise mit dem Auto im Schnitt um 29 Prozent schneller ans Ziel als mit dem ÖPNV. In Hamburg spart man mit dem Auto im Vergleich zu Bussen und Bahnen sogar 39 Prozent ein.
In den Ergebnissen zeigt sich auch, dass in einzelnen Städten bereits Lösungen existieren, die einen Beitrag zur Mobilitätswende und somit zum Klimaschutz leisten können, sie bislang aber nicht ihre vollen Potenziale entfalten - und zwar sowohl im ÖPNV als auch bei den digitalen Mobilitätsangeboten. Diesen Umstand greift die Studie auf und skizziert erste Handlungsschwerpunkte für ein Gelingen der Mobilitätswende.
"Mythos Mobilitätswende - die Disruption steht noch bevor" ist die erste große Studie von WeTalkData, der Forschungskooperation der Management- und IT-Beratung MHP und der Motor Presse Stuttgart. In dem Medienhaus erscheinen nicht nur Zeitschriften wie AUTO MOTOR UND SPORT oder MOOVE, sondern es verfügt darüber hinaus über eine über 30 Jahre lange Expertise in der Marktforschung.
Unter WeTalkData vereinen sich die Kompetenz der Motor Presse Stuttgart in Marktforschung, Studien und Fachjournalismus mit der Mobilitätsexpertise und dem Digitalisierungs-Know-how von MHP.
Mehr zu der Studie unter: http://www.wetalkdata.de
Die MOTOR PRESSE STUTTGART ( http://www.motorpresse.de ) ist eines der führenden Special-Interest-Medienhäuser international und mit Lizenzausgaben und Syndikationen in 20 Ländern rund um die Welt verlegerisch aktiv. Die Gruppe publiziert rund 80 Zeitschriften, darunter AUTO MOTOR UND SPORT, MOTORRAD, MEN'S HEALTH, MOUNTAINBIKE und viele, auch digitale, Special Interest Medien in den Themenfeldern Auto, Motorrad, Luft- und Raumfahrt, Lifestyle, Sport und Freizeit. Alleininhaber der MOTOR PRESSE STUTTGART sind die Gründerfamilien Pietsch und Scholten zusammen mit Herrn Dr. Hermann Dietrich-Troeltsch.
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Datum: 07.09.2020 - 10:33 Uhr
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