Bussgeldplanungen der Kommunen ein Fall für das Bundesverfassungsgericht
ID: 18472
In Berlin sieht das ganz anders aus: "Auch im letzten Jahr wurden wir wieder kräftig abgezockt. 3,4 Millionen Knöllchen hagelte es - die Politessen schlugen rund 400 000 Mal häufiger zu als 2004", schreibt die BZ. Das brachte der Landeskasse mehr als 49 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2004 kassierten die Autofahrer in der Hauptstadt knapp 3 Millionen Knöllchen. Einnahmen für das Land: 44,9 Millionen Euro. "Gut für die Landeskasse, schlecht für die Brieftasche", so die BZ.
Auch in der Bundesstadt Bonn werde nach Ansicht von Markus Mingers, Vorsitzender des Gewerbevereins Bonner Südstadt kräftig zugelangt. "Die Stadt ist Pleite, da ergreift der Kämmerer eben in die Trickkiste und plant Ordnungswidrigkeiten mit ein, die überhaupt noch nicht eingetreten sind", sagt Mingers. Mit der Anschaffung eines neuen Radarwagens sollen eine Million Euro Bussgelder in die Kasse gespült werden.
Diese mittlerweile bundesweit üblichen Praktiken sind nach Auffassung des Rechtsexperten Horst Mirbach, Vorsitzender der "Aktion Gewerbefreiheit" rechtsstaatlich nicht haltbar: "Sinn und Zweck des Rechtes ist es, die Gesetze dem Gesetzeszweck entsprechend durchzuführen und im Einzelfall bei Ordnungswidrigkeiten Bussgelder zu verlangen. Man darf allerdings nicht Tatbestände inszenieren, um möglichst hohe Bussgeldsummen zu erzielen. Das ist in den Kommunen mittlerweile leider der Fall. Mit einer künstlichen Verknappung des Parkraumes oder willkürlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen provoziert man Ordnungswidrigkeiten", moniert Mirbach im Gespräch mit dem Onlinemagazin NeueNachricht http://www.ne-na.de. Im voraus dürften die Kommunen die Bussgeld-Einnahmen schon gar nicht planen. Wenn sich das Bundesverfassungsgericht mit dieser Thematik auseinandersetzen würde, könnte sich die kommunale Finanzplanung als rechtliche Luftnummer erweisen.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 10.02.2006 - 16:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 18472
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Gunnar Sohn
Kategorie:
Vermischtes
Meldungsart: bitte
Versandart: bitte
Freigabedatum: 10.02.2006
Diese Pressemitteilung wurde bisher 927 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bussgeldplanungen der Kommunen ein Fall für das Bundesverfassungsgericht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Wyse eröffnet Vertriebsniederlassungen in Spanien und Italien ...
Kirchheim bei München, 9. Februar 2006 --- Wyse Technology, führender Anbieter im Bereich Thin Computing, reagiert auf die zunehmende Nachfrage nach Thin-Computing-Lösungen in Spanien und Italien. Mit der Eröffnung von Vertriebsniederlassungen in Spanien und Italien sowie dem Ausbau des Supports
Neue Marketingstratgie für den Systemlieferanten Sütron ...
Die Donaueschinger Marketing-Agentur no|risk/Di2 Tobias Ackermann und Harald Hubrich hat einen anspruchsvollen Auftrag abgewickelt. Sie verpasste dem Filderstädter Systemlieferanten Sütron ein komplett neue Marketingstrategie und das dazu passende Corporate Design. Nach der Logo-Modernisierung und
Mit Muskelkraft etwas Gutes tun! ...
Wie eine Märchenfigur Kindern in sozialen Brennpunkten hilft - ganz real! Der Düsseldorfer Student Özden Tasdemir hat am Freitag, dem 03. Februar 2006, eine Auktion beim Internetauktionshaus Ebay beendet. Er verkaufte dort nicht nur seinen Körper, sondern auch noch seine Puste für ei
Gekränkter Stolz - Deutsche Bahn AG billigt keine kostenlose Werbung für ihr Unternehmen! ...
Man könnte vermuten, dass sich jedes marktwirtschaftlich orientierte Unternehmen über kostenfreie Werbung freuen würde. Diese Annahme trifft allerdings tatsächlich nur bedingt zu. Zumindest die Deutsche Bahn AG wehrt sich, wie ein aktueller Fall zeigt, vehement gegen unbezahlte Publicity: Das




