Größenwahn oder große Chance - Wer braucht eine Kulturhauptstadt?
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Athen, Paris, Florenz ... und nun vielleicht Chemnitz oder Magdeburg? In wenigen Tagen steht fest, wer 2025 Europäische Kulturhauptstadt wird. Und die beiden mitteldeutschen Städte sind im Endausscheid - neben Nürnberg, Hannover und Hildesheim. Doch was nützt der Titel überhaupt?
Kritiker sehen in der Auszeichnung teure Effekthascherei, die Befürworter hingegen eine Chance, lang erhoffte Entwicklungspläne umzusetzen und sich als Kulturregion einen neuen Namen zu machen. So konnten Essen und das Ruhrgebiet 2010 ihr Image gehörig aufpolieren, von der Industrie- zur Kulturregion. Auch die Bewohner von Liverpool oder Linz bekamen in ihrem Kulturhauptstadtjahr zur eigenen Überraschung plötzlich mehr Selbstbewusstsein und eine neue kulturelle Identität. Weimar hingegen erlebte 1999 zwar kulturelle Höhepunkte, hinterließ aber einen Schuldenberg von 12 Millionen DM. Den bezahlte zähneknirschend das Land Thüringen und kürzte daraufhin das Kulturbudget. Zahlreiche andere Kulturhauptstädte der vergangenen Jahre sind kaum im Gedächtnis geblieben.
Was versprechen sich Magdeburg und Chemnitz also vom glanzvollen Titel "Kulturhauptstadt 2025" zu werden? Wie wollen beide Städte, die von Umbrüchen geprägt sind, mit europäischer Kultur für sich werben? Wie bei einem internationalen Publikum punkten, ohne die eigenen Bewohner zu überfordern? Und was kann so ein Jahr in der Region nachhaltig bewirken?
Darüber diskutiert Andreas F. Rook bei "Fakt ist! Aus Dresden" mit:
- Ferenc Csak ; Leiter der Chemnitzer Kulturhauptstadt-Bewerbung
- Kristina Jacobsen ; forscht zu den europäischen Kulturhauptstädten; Uni Hildesheim
- Marko Martin ; Schriftsteller und Kulturhauptstadt-Skeptiker
- Ulrich Fuchs ; ehemaliger Vorsitzender der Jury zur Auswahl europäischer Kulturhauptstädte
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Datum: 23.10.2020 - 12:20 Uhr
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