Forschungszulagengesetz: Mehr Geld für den Mittelstand
ID: 1857366
Um Innovationen und Forschung zu unterstützen, hat die Regierung bereits im November 2019 das ?Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung? (Forschungszulagengesetz, FZulG) verabschiedet. Seit Anfang 2020 können Unternehmen die Förderung beantragen.
Förderbetrag wegen Corona-Krise erhöht
Ursprünglich war die Bemessungsgrundlage pro Jahr und pro Unternehmen auf zwei Millionen begrenzt. Damit Unternehmen jedoch trotz der Corona-Krise weiter in Forschung und Entwicklung investieren, hat die Regierung die Bemessungsgrundlage auf vier Millionen Euro erhöht. Dieser Betrag gilt rückwirkend zum 01.01.2020 und ist befristet bis zum 31.12.2025.
Wer und was gefördert wird
Förderfähig sind eigenbetriebliche Forschungs-Projekte, Auftragsforschung für Auftragnehmer innerhalb der EU oder Forschungskooperationen mit anderen Unternehmen oder Forschungsinstituten. Die Forschungszulage beantragen können steuerpflichtige Unternehmen, die Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung betreiben. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (FuE) muss diese fünf Kriterien erfüllen. Sie muss
neuartig sein und darauf abzielen, neue Erkenntnisse zu gewinnen;
schöpferisch sein und auf originären Konzepten und Hypothesen beruhen;
ergebnisoffen sein;
budgetiert sein und einem Plan folgen;
zu Ergebnissen führen, die übertragbar und reproduzierbar sind.
Hier stellen Sie den Antrag auf Forschungszulage
Die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) des Bundesbildungsministeriums bescheinigt dem jeweiligen Forschungsprojekt, ob es förderungsfähig ist. Wie genau Sie den Antrag stellen müssen, erfahren Sie hier: Website der Bescheinigungsstelle.
Den Forschungszuschuss berechnen
Die Forschungszulage bemisst sich nach den für die Tätigkeit gezahlten Löhnen. Auch der Unternehmerlohn lässt sich ansetzen. Jedes Unternehmen, das ein begünstigtes FuE-Vorhaben durchführt, kann 25 Prozent der Personalkosten für die mit der Forschung und Entwicklung beschäftigten Mitarbeiter ansetzen. Bei Auftragsforschung beläuft sich der Fördersatz auf 60 Prozent der Kosten. ?Da die Bemessungsgrundlage für die jährliche Forschungszulage auf vier Millionen Euro begrenzt ist, dürfte sie besonders für mittelständische Unternehmen interessanter sein?, sagt Ecovis-Unternehmensberater Andreas Steinberger in Dingolfing. Die Zulage beträgt 25 Prozent der jeweiligen Bemessungsgrundlage und kann sich somit jährlich auf eine Million Euro belaufen.
Wie die Förderung ausgezahlt wird
Die Forschungszulage ist nach Ablauf des entsprechenden Wirtschaftsjahres beim zuständigen Finanzamt zu beantragen und wird bei der nächsten Veranlagung zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer auf die festgesetzte Steuer angerechnet. Das geförderte Unternehmen muss also weniger Steuern bezahlen. Eine Kombination mit anderen (EU-)Förderungen oder staatlichen Beihilfen ist in bestimmten Rahmen möglich. Die Forschungszulage ist erstmals für Maßnahmen zu nutzen, die nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2020 starten und deren Aufwendungen nach dem 31. Dezember 2019 angefallen sind. ?Zwar ist der Dokumentations-, Nachweis- und Verwaltungsaufwand nicht zu unterschätzen. Dieser dürfte sich aber bei vielen innovativen Unternehmen rentieren?, sagt Steinberger.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 04.11.2020 - 16:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1857366
Anzahl Zeichen: 4002
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Finanzwesen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 654 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Forschungszulagengesetz: Mehr Geld für den Mittelstand"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ECOVIS AG Steuerberatungsgesellschaft (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Mittelstandsberatungen Ecovis und RTS werden ab dem 1. Januar 2025 untereinem gemeinsamen Markendach auftreten. Damit stärken sie ihre Präsenz und Expertise in Südwestdeutschland und bieten ihren Mandanten ein erweitertes Leistungsspektrum. Während RTS-Mandanten künftig Zugang zu einem der
Landwirtschaftliches Vorkaufsrecht: Wann gilt ein Verpächter als Landwirt- ...
Wenn Eigentümer Grundstücke an Nichtlandwirte verkaufen wollen, können Landwirte ein Vorkaufsrecht geltend machen. Wer jedoch im Sinne des Gesetzes als Landwirt gilt, ist immer wieder Gegenstand verschiedener gerichtlicher Auseinandersetzungen. Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs sorgt
Tarifermäßigung für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft: Verlängerung der Erleichterungen bis 2028 ...
Die Bundesregierung hat die Tarifermäßigung bis 2028 verlängert und schafft damit Entlastung für die Landwirtschaft. Sie reagiert damit auf die Proteste der Landwirtinnen und Landwirte im vergangenen Winter gegen die geplante Streichung der Agrardiesel-Vergünstigung. Was die Maßnahmen für lan
Weitere Mitteilungen von ECOVIS AG Steuerberatungsgesellschaft
Abmahnmissbrauch: Neues Gesetz stärkt Rechte von Betrieben ...
Wer im Internet eine falsche Angabe macht, riskiert eine Abmahnung. Oft kommen diese Abmahnung von Verbänden, die auf die Suche von Fehlern spezialisiert sind und die so ihr Geld verdienen. Die Regierung geht nun gegen diesen Abmahnmissbrauch vor. Was davon zu halten ist, erläutert Dr. Daniel Kabe
Reform des Insolvenzrechts: Können Corona-geschädigte Betriebe jetzt aufatmen- ...
Am 14. Oktober 2020 hat die Bundesregierung die Reform des Insolvenzrechts auf den Weg gebracht. Damit bekommen überschuldete Unternehmen die Chance auf Restrukturierung, ohne dass sie Insolvenz anmelden müssen. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Was es für Unternehmen bedeutet,
AURANIA berichtetüber Bohrungen auf Tsenken N2 in Ecuador ...
Aurania Resources Ltd. (TSXV: ARU) (OTCQB: AUIAF) (Frankfurt: 20Q) ("Aurania" oder das "Unternehmen" - https://www.commodity-tv.com/ondemand/companies/profil/aurania-resources-ltd/ ) berichtet, dass Scout-Bohrungen auf dem Kupferziel Tsenken N2 in Ecuador Mineralveränderungszone
Torex Gold meldet herausragendes drittes Quartal! ...
Mit Torex Gold Resources (WKN A2AMAJ) legt der nächste Goldproduzent Zahlen vor, in denen sich der starke Goldpreis mehr als deutlich widerspiegelt. Das Unternehmen förderte auf der El Limon Guajes-Mine in Mexiko im dritten Quartal 131.790 Unzen Gold zu so genannten all-in sustaining costs (AISC)




