Kindernothilfe zur Situation inÄthiopien: "Wie viel Leid müssen die Kinder in Äthiopien noch ertragen?"
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Äthiopien wurde in diesem Jahr wiederholt von Überschwemmungen, Dürren und Heuschreckenschwärmen heimgesucht. Hinzu kommt die Corona-Pandemie, die auch hier am Horn von Afrika das tägliche Leben stark beeinflusst und für sich selbst eine humanitäre Katastrophe ist. Mit der Versendung von Truppen in die nordäthiopische Provinz Tigray provoziert Staatschef Abiy Ahmed eine unkalkulierbare Verschlimmerung der humanitären Lage in der gesamten Region.
Laut UN sind bereits mehr als 40.000 Menschen in den benachbarten Sudan geflüchtet. Unzählige Menschen, zum Großteil Familien mit Kindern, sind auf dem Weg in andere Regionen Äthiopiens, wo Beobachter mit Konflikten zwischen den verschiedenen Ethnien rechnen. Hinzu kommen mehr als 100.000 Geflüchtete aus dem Nachbarland Eritrea, die sich in Tigray aufhalten und nun ebenfalls die Flucht antreten könnten.
Die Kindernothilfe befürchtet weitere massive Kinderrechtsverletzungen in der Region. "Wegen der Pandemie können viele Kinder nicht mehr zur Schule, wegen Dürren, Überschwemmungen und Heuschrecken leiden Familien bereits seit Monaten Hunger, und jetzt droht vielen Kindern Vertreibung und Krieg: "Wie viel Leid müssen die Kinder in Äthiopien noch ertragen?", so Katrin Weidemann.
Die Kindernothilfe engagiert sich seit 1974 in Äthiopien. Als eine der größten Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren weltweit benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Weitere Infos unter kindernothilfe.de
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Datum: 26.11.2020 - 16:08 Uhr
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