Erforderlicher Paradigmenwechsel in der Tierernährung / Neue Bewertung von Futterkomponenten unterstützt Strategien zum Klima- und Umweltschutz in der Tierhaltung
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Das jeweilige Futtermittel sorgt zusätzlich zur Sicherstellung einer bestimmten Leistung der Tiere zugleich dafür, nicht mehr als eben unvermeidbar zur Umweltbelastung durch die Tierhaltung beizutragen. In der Vergangenheit wurden wertbestimmende Inhaltsstoffe von Mischfutter in vielen Regionen ausschließlich an der Leistungserbringung der Nutztiere bemessen. "Mit der deutlich verstärkten Umweltdiskussion und vor allem mit der Begrenzung von Stickstoff- und Phosphorwerten bietet die Futtermittelwirtschaft einen Lösungsansatz, und somit erfährt die Bewertung hochwertiger Futtermittel eine völlig neue Dimension", fasst Radewahn die aktuelle Situation zusammen.
Know-how gefragt für Punktlandung bei natürlichen Inhaltsstoffschwankungen
Der Experte für Tierernährung und Futtermittelrecht führte weiter aus, dass die moderne Tierernährung diese Ambivalenz der Anforderungen erfülle, aber steigende umweltpolitische Vorgaben die Branche ständig vor neue Herausforderungen stelle. Die Tatsache, dass in der Futtermittelproduktion mit natürlich wachsenden Rohstoffen gearbeitet wird, die auch Schwankungen der genannten Inhaltsstoffe unterliegen, erhalte eine neue Bedeutung. "Qualitätssicherung erfordert heute sowohl ein 'nicht weniger als' als auch 'ein nicht mehr als'", erläutert Radewahn. "Zum Beispiel bedeutet der Ersatz besonders phosphorreicher Komponenten im Mischfutter einen höheren Preis bei sonst gleichen Inhaltsstoffen."
Moderne Tierernährung ist nachhaltig und ihr Wert muss honoriert werden. Radewahn macht deutlich: "Darauf werden sich alle Beteiligten in der Produktionskette einstellen müssen. Weniger drin bedeutet bei gleicher Leistung einen Beitrag zum Klimaschutz, der auch beim Füttern seinen Preis hat."
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Datum: 08.12.2020 - 14:55 Uhr
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