Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember: Weltweit 40 Millionen Sklaven / Anstieg der Zahlen als Folge der Covid-Pandemie befürchtet
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Vor allem Frauen und Mädchen werden ausgebeutet: Sie schuften in privaten Haushalten und Fabriken, werden in die Prostitution gezwungen oder zwangsverheiratet. Mit Sklaverei werden weltweit jedes Jahr mehr als 150 Milliarden Dollar verdient. Auch in Deutschland steckt in vielen Produkten wie Textilien, Smartphones oder Schokolade Sklavenarbeit.
In Folge der Corona-Pandemie sind Millionen Menschen gefährdet: Geldverleiher und Menschenhändler nutzen die Not der Menschen aus. So berichten terre des hommes-Partnerorganisationen aus Indien, dass Kinder die Schulden ihrer Eltern abarbeiten müssen, die oft zu Wucherzinsen einen Kredit aufgenommen haben, um ihre Familien ernähren zu können. Auf den Philippinen ist die Nachfrage nach Mädchen gestiegen, die sich vor der Webcam vor allem für Männer in aller Welt prostituieren.
terre des hommes fordert, dass nationale Regierungen in ihren Corona-Hilfsprogrammen besonders die ärmsten Familien mit direkten Geldzahlungen unterstützen. Auch das längst überfällige, von der Bundesregierung nach wie vor nicht beschlossene Lieferkettengesetz wäre ein wichtiges Instrument, um Sklaverei etwa im internationalen Handel mit Textilien zu unterbinden.
Für Rückfragen und Interviews:
Wolf-Christian Ramm, Pressesprecher, Telefon 05 41 / 71 01-158, Mobil: 01 71 / 672 97 48, E-Mail: c.ramm@tdh.de
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Datum: 09.12.2020 - 10:00 Uhr
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