ödp fordert Amflora-Verbot

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ödp fordert Amflora-Verbot



(pressrelations) - : "Lebensgefährliches Risiko"

(Berlin, 08.04.2010) Die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf, den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora zu verbieten.
Dazu Ulrich Brehme, Gentechnikexperte der ödp: "In der EU dürfen keine Pflanzen angebaut werden, die schädlich für Mensch und Umwelt sind. Deshalb ist es zwingend erforderlich, die Freisetzung und den Anbau der genveränderten Kartoffel Amflora in Deutschland zu verbieten."
Hintergrund der Aussage von Brehme ist eine aktuelle, von der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Auftrag gegebene, Rechtsexpertise. Diese kommt zu dem Schluss, dass das in Amflora eingebaute Antibiotika-Resistenzgen sich auf Bakterien übertragen und somit für den Menschen gefährlich werden kann. Im Falle von Amflora handele es sich um das Antibiotikum Kanamycin, das bei der Behandlung von lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt wird. "Dieses lebensgefährliche Risiko darf nicht eingegangen werden," sagt ödp-Politiker Brehme. Amflora, das von der Firma BASF hergestellt wird, soll nicht als Nahrungsmittel für Menschen, sondern als Industrierohstoff für die Stärkegewinnung eingesetzt werden. "Es ist aber leicht möglich, dass sich Amflora mit anderen Pflanzen kreuzt und so in Lebensmittel gelangt" befürchtet Brehme.
Er fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner auf, sich ein Beispiel am Nachbarland Österreich zu nehmen. Dort hatte erst vor wenigen Tagen Gesundheitsminister Stöger ein nationales Anbau-Verbot für Amflora erlassen. Dabei berief er sich auf das Vorsorgeprinzip, das dem Schutz der Gesundheit und der biologischen Vielfalt Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen einräumt.
Angesichts der Ankündigung von BASF, sich im nächsten Jahr um die Zulassung von zwei weiteren gentechnisch veränderten Kartoffeln zu bemühen, warnt ödp-Politiker Brehme: "Der Bevölkerung dürfen nicht die Interessen der Gentechnik-Industrie und der Welthandels-Organisation (WTO) aufgezwungen werden. Stattdessen muss die volle Haftung der Gen-Konzerne für alle Folgeschäden ihrer Gen-Pflanzen durchgesetzt werden. Nur wenn die Bundesregierung jetzt schnell reagiert, kann die Bevölkerung geschützt werden."




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