Upskilling kann Millionen neuer Jobs und weltweiten Wohlstand schaffen
ID: 1876966
Technologische Entwicklungen wie die Digitalisierung, Globalisierung und demografischer Wandel: Das sind drei der wichtigsten Ursachen dafür, dass sich viele Branchen, Geschäftsmodelle und einzelne Berufe verändern oder in den kommenden Jahren sogar ganz verschwinden. Wichtig ist es deshalb, dass Berufstätige die Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten, die sie für die Arbeitswelt der Zukunft benötigen. Der Report "Upskilling für Shared Prosperity", den das World Economic Forum in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellt hat, untersucht, wie sich weltweite Investitionen in Qualifizierungsmaßnahmen ("Upskilling") in den kommenden Jahren auswirken können. Einige der Kernergebnisse: Upskilling hat das Potenzial, das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis zum Jahr 2030 um 6,5 Billionen US-Dollar zu erhöhen. Außerdem könnten bis zu 5,3 Millionen neue Jobs entstehen.
6,5 Billionen US-Dollar BIP-Zuwachs bis 2030 möglich
Im Zuge der "vierten industriellen Revolution" entstehen in vielen Branchen und Berufen Qualifikationslücken - also ein Unterschied zwischen den Fähigkeiten, die Berufstätige heute haben und denen, die sie künftig brauchen. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat es, wenn es gelingt, diese Lücken in den kommenden Jahren zu schließen? Die Untersuchung entwickelt dazu zwei Szenarien: Im Kernszenario gelingt es, viele Berufstätige bis zum Jahr 2030 erfolgreich weiterzuqualifizieren - mit einem Zugewinn für das globale BIP von fünf Billionen US-Dollar. Im beschleunigten Szenario zeigen Qualifizierungsinitiativen schon 2028 Erfolg und bringen ein BIP-Wachstum von 6,5 Billionen US-Dollar. Petra Raspels, Leiterin People & Organisation bei PwC Deutschland und Europa, sagt: "Das tatsächliche Upskilling-Potenzial dürfte weitaus größer sein. Denn unsere konservativen Szenarien quantifizieren keine Innovationen oder neue Jobs, die durch technischen Fortschritt oder neue Jobs entstehen."
So könnten dem Bericht zufolge bis 2030 weltweit bis zu 5,3 Millionen neue Beschäftigungen entstehen, weil künftig mehr Jobs genuin menschliche Fähigkeiten wie Kreativität, Innovationsfähigkeit und Empathie erfordern. Außerdem würden viele Jobs durch Upskilling und neue Technologien höherwertig, anstatt dass sie durch Automatisierung ersetzt werden.
Upskilling-Investitionen mit größtem Potenzial in China, den USA, Subsahara-Afrika und Lateinamerika
Ein weiteres Ergebnis des Berichts: Die Länder und Regionen, in denen die Qualifizierungslücken am größten sind, würden am meisten von der Kombination aus Upskilling und technologischem Fortschritt profitieren. Das BIP-Wachstumspotenzial ist demnach in China in Relation zum dortigen BIP am größten (Zuwachs um 3,6 bzw. 7,5 Prozent im Kern- bzw. beschleunigten Szenario). Danach folgen die USA mit einem relativen Wachstumszuwachs in 3,3 bzw. 3,6 Prozent. An dritter Stelle steht Indien mit einem Zuwachs von 6,1 bzw. 6,8 Prozent im Verhältnis zum BIP des Landes.
"Für China zum Beispiel ist das beschleunigte Szenario durchaus realistisch, weil das Land im Jahr 2019 13,8 Milliarden US-Dollar investiert hat, um bis 2022 50 Millionen Menschen weiterzuqualifizieren", kommentiert PwC-Expertin Petra Raspels. Staaten in Subsahara-Afrika und in Lateinamerika könnten bis 2030 einen deutlichen BIP-Zuwachs von sieben Prozent erreichen, wenn sie jetzt in Upskilling investieren würden. Denn beide Regionen seien durch große soziale Ungleichheit, eine im internationalen Vergleich unterentwickelte Wirtschaft und einen großen Anteil junger Menschen charakterisiert.
Beschäftigte in Deutschland vergleichsweise gut qualifiziert - aber COVID-19 erhöht Upskilling-Bedarf
Deutschland landet in diesem Ranking auf dem zwölften von 13 Rängen (hinter Südafrika und vor den Vereinigten Arabischen Emiraten), und zwar mit einem möglichen BIP-Wachstum um 0,2 bis 0,3 Prozent relativ zum heimischen BIP. "Das sind gute Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Denn das geringe Wachstumspotenzial bedeutet, dass die Menschen hierzulande im internationalen Vergleich gut qualifiziert sind", analysiert Petra Raspels. Allerdings erhöhe die COVID-19-Krise auch hierzulande den Bedarf an kontinuierlicher Weiterqualifizierung. Re- und Upskilling seien daher wichtiger als je zuvor, gerade in eher ländlichen Regionen, die von einem starken Mittelstand geprägt sind. "Mit Initiativen wie der DBU Digital Business University, an der PwC seit Sommer 2020 mit fast 50 Prozent beteiligt ist, bereiten Unternehmen ihre Mitarbeitenden gezielt auf die künftigen Anforderungen der Arbeitswelt vor - ein echter Vorteil im zunehmenden Wettbewerb um die besten Talente, der insbesondere mit unserer Go-to-market-Initiative 'New world. New skills' im Einklang ist", betont PwC-Expertin Petra Raspels.
Über PwC:
PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 284.000 Mitarbeiter in 155 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.
Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter http://www.pwc.com/structure .
Pressekontakt:
Sven Humann
PwC-Presseabteilung
Tel.: (069) 9585 - 6656
E-Mail: mailto:sven.humann@pwc.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/8664/4823711
OTS: PwC Deutschland
Original-Content von: PwC Deutschland, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.01.2021 - 08:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1876966
Anzahl Zeichen: 6219
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt am Main
Kategorie:
Unternehmensberatung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 311 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Upskilling kann Millionen neuer Jobs und weltweiten Wohlstand schaffen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PwC Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
PwC-Analyse im Auftrag des Umweltbundesamts bewertet Maßnahmen zur Umsetzung nachhaltiger Mobilität in deutschen Städten / Besonders vielversprechend ist die Stärkung umweltfreundlicher Verkehrsmittel in Kombination mit Einschränkungen des Pkw-Verkehrs / PwC-Experte Hansjörg Arnold: "Di
EU-Taxonomie: Erst jedes fünfte Unternehmen nutzt Standardprozesse für die Datenlieferung ...
PwC-Studie "EU-Taxonomie 2022 - Nachhaltigkeitsberichterstattung im Wandel": Knapp die Hälfte der befragten und von der EU-Taxonomie betroffenen Unternehmen hat mit der Konformitätsberichterstattung begonnen / 6 von 10 Befragte mussten für die Berichterstattung externes Personal einse
Im Schatten Chinas: Bei der Solarenergie droht eine neue Abhängigkeit ...
2040 sollen fast 40 Prozent des deutschen Stroms aus Solarkraft stammen/ Dafür müsste sich die jährliche Installation von Photovoltaik in Deutschland beinahe verdreifachen / China produziert 75 Prozent der Solarmodule; damit droht eine neue Abhängigkeit im Energiemarkt / Die Revitalisierung de
Weitere Mitteilungen von PwC Deutschland
2021: Die Zeichen stehen auf Restrukturierung ...
Trotz einer leichten Erholung im dritten Quartal 2020 wird 2021 zum Schicksalsjahr einzelner Branchen. Besonders hart trifft es den stationären Handel, Automobilzulieferer und die Fluggesellschaften. Gewinner sind der Online-Handel und vor allem asiatische Unternehmen. Das zeigen die jüngsten Zahl
New Now Leadership in Unternehmen und öffentlichen EinrichtungenNew Now Leadership in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ...
Wie agil ist unsere Organisation aufgestellt? Wie sind die Kompetenzen unserer Führungskräfte im Hinblick auf das New Now einzuschätzen? Welchen Reifegrad streben wir für unsere öffentliche Einrichtung oder unser Unternehmen an und wie können wir diesen erreichen? Auf der Basis umfangreicher E
Sopra Steria ernennt Christian Wrage zum Chief Operating Officer (FOTO) ...
Sopra Steria beruft Christian Wrage zum Chief Operating Officer (COO). Der Finanzchef der Management- und Technologieberatung übernimmt ab sofort die neu geschaffene Position, zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben. Christian Wrage berichtet an Urs M. Krämer, CEO von Sopra Steria. Die personel
Simon-Kucher auf konstantem Wachstumskurs ...
Die Unternehmensberatung kann dem Corona-gebeutelten Wirtschaftsjahr trotzen und wächst weiter: neue Partner verstärken die Expertise vor allem im Bereich Life Sciences; außerdem ist die Gründung eines eigenen Software Ventures geplant. Die globale Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher




