CO²-arme und flexible Kraftwerke: Forschungsprojekt von ThyssenKrupp VDM, RWE Power und Fraunhofer-Institut simuliert Dauerbelastung für neue Hochleis
ID: 187816
CO²-arme und flexible Kraftwerke: Forschungsprojekt von ThyssenKrupp VDM, RWE Power und Fraunhofer-Institut simuliert Dauerbelastung für neue Hochleistungs-Werkstoffe
Effizienzsteigerung, CO²-Minderung und gesteigerte Flexibilität sind die Herausforderungen für Kohlekraftwerke neuer Generation. Die 700-Grad-Technologie ist dafür ein wichtiger Schlüssel. Durch neue Werkstoffe sollen zukünftig extrem hohe Dampftemperaturen im Kessel und der Turbine möglich werden und so eine Effizienzsteigerung herbeiführen, die letztlich zu einer erheblichen CO²-Reduktion führt. Um die Werkstoffe möglichst schnell für den Einsatz in diesen Kraftwerken zu qualifizieren, haben ThyssenKrupp VDM und RWE Power vor zwei Jahren eine Kooperation vereinbart und ein Forschungsprojekt beim Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik in Freiburg beauftragt: Hochleistungs-Werkstoffe werden in Laborexperimenten für neue Werkstoffmodelle charakterisiert, so dass das Verhalten von extrem belasteten Bauteilen mit Simulationsrechnungen vorausgesagt werden kann. Nachdem das Projekt jetzt seine zweite Phase erreicht hat, sind alle Partner zuversichtlich, dass dieses Forschungsvorhaben einen wesentlichen Beitrag zur schnelleren Weiterentwicklung neuer Werkstoffe und Einführung neuer Kraftwerks-Technologie leisten wird.
Der Schwerpunkt der bisherigen Untersuchungen am Fraunhofer IWM liegt bei einer speziellen Nickellegierung. Zum einen wird dieser Hochleistungs-Werkstoff im Labor auf verschiedene Temperaturen erhitzt und dabei abwechselnd auf Zug und Druck belastet. Zum anderen beobachtet man die Mikrostruktur des Werkstoffs. Die hier befindlichen Karbide, sehr kleine Teilchen innerhalb dieser Struktur, beeinflussen maßgeblich, wie sich der Werkstoff verformen lässt. Durch die hohen Temperaturen, die das Material im Betrieb des Kraftwerks erfährt, wachsen die Karbide und können den Werkstoff schwächen. "Je besser wir verstehen, wie sich der Werkstoff unter den hohen Belastungen verändert, desto zuverlässiger werden die Simulationsmethoden sein, die wir dann direkt zur Lebensdauervorhersage von kritischen Kraftwerkskomponenten anwenden können" erläutert Dr. Thomas Seifert, Leiter "Lebensdauerkonzepte, Thermomechanik" im Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM.
Alle Partner bringen in das Projekt ihr spezielles Fachwissen ein: Die ThyssenKrupp VDM stellt ihre Werkstoffkompetenz bei der Herstellung und Verarbeitung von Nickellegierungen zur Verfügung, das Fraunhofer-Institut führt Laborversuche zur Werkstoffcharakterisierung durch und entwickelt die Werkstoffmodelle und RWE Power wertet Belastungsprofile von Kraftwerkskomponenten und Betriebserfahrung hinsichtlich einer optimierten Werkstoffnutzung aus.
"Für die weitere Reduktion von CO²-Emissionen sind neue Kraftwerkstechnologien mit höheren Wirkungsgraden dringend erforderlich", erklärt Dr. Jutta Klöwer, Leiterin Forschung und Entwicklung bei ThyssenKrupp VDM. "Da diese sich nur mit höheren Dampftemperaturen zum Beispiel in 700-Grad-Kraftwerken erzielen lassen, müssen andere Werkstoffe eingesetzt werden." Diese speziellen Nickellegierungen für Kesselrohre oder Turbinenteile werden von der ThyssenKrupp VDM entwickelt und hergestellt. "Die Simulationsrechnungen helfen uns bei der Konstruktion von kritischen Bauteilen die Geometrie und die Belastungsbedingungen zu optimieren und zudem bei der Wartung sinnvolle Intervalle und Prüf-Orte festzulegen", sagt Dr. Ralf Mohrmann aus dem Bereich Quality and Organisation bei RWE Technology. "So lässt sich ermitteln, welche Komponenten abhängig vom Kraftwerkseinsatz vorzeitig ausgetauscht werden müssen." Der Vorteil: Die Forscher können mögliche Schwachstellen in der Bauteilgeometrie bereits im Vorfeld aufdecken und alternative Lösungen erarbeiten; der Bau umweltschonenderer und flexibler Kraftwerke wird dadurch beschleunigt.
Bis Mitte dieses Jahrzehnts will RWE Power bei der Kohleverstromung mit Hilfe der neu entwickelten Werkstoffe Wirkungsgrade von über 50 Prozent erreichen. "Damit leisten hochmoderne konventionelle Kraftwerke einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele und ermöglichen durch ihre erhöhte Flexibilität erst den Ausbau der erneuerbaren Energien, die unter starken Schwankungen Strom ins Netz liefern", so Dr. Johannes Heithoff, Leiter Forschung und Entwicklung der RWE Power.
"Wir betreten mit Computersimulationen in diesem Anwendungsbereich absolutes Neuland. Durch solche Berechnungen können sich die Qualifizierungsarbeiten für neue Werkstoffe erheblich verkürzen", so Dr. Jutta Klöwer. "Sie helfen uns, schneller höhere Wirkungsgrade der Kraftwerke zu erreichen und damit einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten."
Die ThyssenKrupp VDM (Werdohl) ist einer der weltweit führenden Anbieter von Hochleistungswerkstoffen, Sonderlegierungen und Titan-Halbzeugen. Im Geschäftsjahr 2008/09 erreichte das Unternehmen mit rund 1.700 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 740 Millionen Euro.
Ansprechpartner:
ThyssenKrupp AG
Erik Walner
Leiter Kommunikation
BA Stainless Global
Phone: +49 203 52-45130
Fax: +49 203 52-45132
E-mail: erik.walner@thyssenkrupp.com
Internet: www.thyssenkrupp.com
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 09.04.2010 - 18:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 187816
Anzahl Zeichen: 5546
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 275 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"CO²-arme und flexible Kraftwerke: Forschungsprojekt von ThyssenKrupp VDM, RWE Power und Fraunhofer-Institut simuliert Dauerbelastung für neue Hochleis"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ThyssenKrupp AG (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Indiens Städte entwickeln sich rasant - der Bedarf an effizienten und schnellen Mobilitätslösungen in hohen Gebäuden nimmt stetig zu. ThyssenKrupp reagiert auf diese Nachfrage mit einer Fertigung vor Ort. Im Distrikt Pune in Indien wird das Unternehmen eine moderne Produktionsstätte für Aufz
ThyssenKrupp präsentiert ACCEL, ein wegweisendes, effizientes Personentransportsystem für Städte und Flughäfen auf der inter airport Europa 2015 ...
Linearmotor-Technologie der Magnetschwebebahn Transrapid erhält Einzug in wegweisendes Personentransportsystem. In Flughafen-Terminals kann der beschleunigende Fahrsteig ACCEL die Transitzeiten zwischen den Gates um zwei Drittel verkürzen. ACCEL ist ein einzigartiges Transportsystem mit hohe
Bundeswirtschaftsminister Gabriel besucht ThyssenKrupp in Schönebeck ...
- Sommerreise des Ministers durch die ostdeutschen Bundesländer zum Thema "Industrie 4.0" - ThyssenKrupp stellt Weichen für die Digitalisierung der industriellen Produktion - Vorstellung des "Big Data" Projekts am Automobilzulieferstandort Schönebeck Bundeswirtschaftsmi
Weitere Mitteilungen von ThyssenKrupp AG
NDR weist Vorwürfe des Textildiscounters KiK zurück ? Unternehmen bislang juristisch gescheitert ...
Die Vorwürfe des Textildiscounters KiK gegen das NDR Fernsehmagazin "Panorama ? Die Reporter" entbehren nach Auffassung von "Panorama"-Redaktionsleiter Stephan Wels jeder Substanz. "Juristische Schritte warten wir gelassen ab." KiK hatte "Panorama ? die Reporter
Sechste Binationale Kommission mit Südafrika erfolgreich ...
Deutschland und Südafrika verbindet eine strategische Partnerschaft. Ausdruck dieser engen Beziehungen ist die etwa alle zwei Jahre tagende Binationale Kommission ? Regierungsverhandlungen in fortan sechs Arbeitsbereichen (Verteidigung, Wirtschaft, Umwelt, Kultur, Entwicklungszusammenarbeit, Wiss
Japan-Tag am Rhein: Manga, Sushi und Feuerwerk ...
Düsseldorf (nrw-tn). Die Japanische Gemeinde in Düsseldorf ist nach London und Paris die drittgrößte Europas und gibt am 29. Mai 2010 mit einer zehnstündigen Bühnenshow, einem Manga-Wettbewerb und vielen kostenlosen Mitmach-Aktionen Einblicke in die Kultur ihres Heimatlandes. Zum krönenden
Kartenverkauf für Köln Comedy Festival beginnt ...
Köln (nrw-tn). Seit 1991 wird Köln in jedem Herbst zur Comedyhauptstadt. Nachdem in den Anfangsjahren des Köln Comedy Festival noch sehr viele ausländische Künstler im Programm standen, hat sich das Festival mittlerweile zum Schaufenster der deutschen Szene entwickelt. Über 40.000 Besucher




