10 Jahre Krieg in Syrien / Realität anerkennen - entsprechend handeln
ID: 1887743

(ots) - Wir müssen Nordostsyrien stärker entwicklungspolitisch unterstützen
Am 15. März 2011 begann der Konflikt in Syrien. Nach zehn Jahren Krieg ist das Land stark gespalten: Weite Landesteile werden nicht von der syrischen Regierung kontrolliert. Vor allem in Idlib und Nordostsyrien leben Menschen, die sich nicht von der Zentralregierung in Damaskus repräsentiert fühlen. "Wir fragen uns folglich, wie geht man mit dieser Spaltung Syriens um, passen humanitäre sowie Maßnahmen der Entwicklungspolitik und Diplomatie gleichermaßen auf alle Landesteile? Oder muss man für die unterschiedlichen Gebiete auf allen Ebenen unterschiedliche Ansätze wählen? Wir können das nicht beantworten, aber wir merken, dass es so, wie es aktuell läuft, nicht funktioniert", sagt Julian Loh, Help-Programmkoordinator Syrien. Help - Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt die Menschen im Land seit Beginn der Krise und fordert, Teile Syriens noch stärker entwicklungspolitisch zu unterstützen. "Wir müssen in Regionen wie etwa Nordostsyrien Stabilität schaffen. Das wirkt auch radikalen Kräften entgegen, die gerade wieder am erstarken sind", so Loh weiter. In dem Zusammenhang sollte auch die Rolle der Frau auf allen Ebenen gestärkt werden. Frauen tragen die Hauptlast des Konfliktes und sind das Element, welches die Familie zusammen- und die Familienmitglieder am Leben hält. Frauen müssen daher auch noch stärker politisch mitbestimmen, um Stabilität langfristig zu schaffen. In unseren Projektregionen etwa sitzen sie in politischen Ämtern, alle Räte sind hier auch mit Frauen besetzt.
Help unterstützt die Menschen in Syrien seit zehn Jahren etwa durch Hygieneschutzmaßnahmen. Wir lassen Hygieneartikel wie Seife, Zahnpasta oder Windeln in den Vertriebenenlagern verteilen. Den Menschen fehlt nicht nur das Geld dafür, weil ihre Einnahmequellen weggebrochen sind, diese Hygieneprodukte sind einfach nicht in ausreichender Menge verfügbar, was, besonders im Hinblick auf die Corona-Pandemie, dramatisch ist. Außerdem führen wir Hygieneschulungen für Kinder und Erwachsene durch. Help stärkt zudem landwirtschaftliche Produktionskapazitäten und hilft zum Beispiel dabei, landwirtschaftliche Flächen wieder nutzbar zu machen, die zur Produktion von Grundnahrungsmitteln unbedingt notwendig sind. Dazu gehören auch Schulungen für Rückkehrer:innen in Anbaumethoden und entsprechende Ausstattung der Teilnehmer:innen mit Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Zudem stellt Help relevante Brunnen- und Wasserinfrastruktur wieder her, um die Rückkehrbedingungen von intern vertriebenen Familien zu verbessern. "Insgesamt wird so der für die Region wichtige landwirtschaftliche Sektor wiederbelebt und gefördert, was ungemein zur Stabilisation der Region beiträgt. Hier muss unbedingt noch mehr getan werden", fordert Loh. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes konnte Help in den letzten zehn Jahren vor Ort Hilfe leisten.
Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview oder Hintergrundgespräch mit Herrn Loh. Sie erreichen uns unter der 0228 91529-13 (oder mobil: 0173 279 04 38/per Mail schiller@help-ev.de) für Interviewtermine.
"Help" bittet um Spenden für die Familien in Syrien:
Help - Hilfe zur Selbsthilfe
Online-Spenden (https://www.help-ev.de/spenden/online-spenden)
Stichwort: Syrien
IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00
Commerzbank Köln
www.help-ev.de
Pressekontakt:
Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
Sandra Schiller
Pressesprecherin
Reuterstr. 159
53113 Bonn
Fon: +49 228 91529-13
mobil: +49 173 2790 438
E-Mail: schiller@help-ev.de
www.help-ev.de
Original-Content von: Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.03.2021 - 11:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1887743
Anzahl Zeichen: 3858
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 555 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"10 Jahre Krieg in Syrien / Realität anerkennen - entsprechend handeln"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die internationale Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe mahnt: Während die Bundesregierung die Mittel für humanitäre Hilfe in den vergangenen Jahren auf rund eine Milliarde Euro gekürzt hat, gibt sie bereits jetzt deutlich mehr Geld für folgende Dinge aus: - Dienstwagenprivileg: JÃ
Erdbeben Venezuela: Millionen betroffen, Zehntausende vermisst - Jetzt zählt jede Minute ...
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela mahnt die internationale Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe, dass die Menschen schnell Hilfe brauchen. Vier Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl der Toten und Verletzten weiter an, Zehntausende Menschen werden noch vermisst
"300 Patienten am Tag, ein Arzt, sechs Pflegekräfte"- Ebola-Epidemie im Kongo spitzt sich weiter zu ...
Die internationale Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe zeigt sich angesichts der sich verschärfenden Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo alarmiert. Seit Ausbruch Mitte Mai wurden bereits 710 bestätigte Fälle und 149 Todesfälle registriert. "Das Gesundheitssystem i
Weitere Mitteilungen von Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
10 Jahre Krieg in Syrien: Kinder leben zwischen Gewalt und Sterben ...
Seit zehn Jahren bestimmen tägliche Gewalt, Angst und Sterben das Leben der Menschen in Syrien. Darunter sind viele Kinder und Jugendliche, die im Krieg und Terror unter unmenschlichen Bedingungen aufwachsen. "Syrien braucht endlich einen international abgesicherten Frieden und eine Verfassung
Endlich Mut zur Pflegewende! / Zum Auftakt der Wahljahrs 2021 legt der Bundesverband wir pflegen e.V. Lösungen zur Entlastung und Stärkung pflegender Angehöriger vor ...
Soziale und finanzielle Absicherung für pflegende Angehörige, Entlastung der häuslichen Pflege und mehr Mitspracherechte in den pflegepolitischen Prozessen. Das fordert der Bundesverband wir pflegen e.V. in seinem Positionspapier "Mit uns, nicht über uns". In Deutschland werden über
Die jungen Deutschen nehmen die Parteien in die Pflicht: Rentenpolitik beeinflusst die kommende Bundestagswahl jedes Zweiten ...
- Aktuelle GfK-Studie im Auftrag der Generali Deutschland belegt: Millennials fordern konkrete Lösungen für die Rentenpolitik - Länger arbeiten als bis 67 Jahre? Fast jeder zweite junge Mensch wäre dazu bereit - Corona-Krise verstärkt finanziellen Druck auf gesetzliche Rentenversicherung
Dringender Handlungsbedarf bei Finanzierung der Pflegekosten - Brossardt: "Wir brauchen mehr private Pflegevorsorge" ...
Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierte auf ihrem Online-Kongress zum Thema Pflege wie die Pflegekosten einer künftig weiter stark ansteigenden Zahl an Pflegebedürftigen zu bewältigen sind. So waren Ende 2019 in Bayern über 490.000 Personen pflegebedürftig. Das sind z




