PPAs gezielt stärken und Vorgaben des EEG-Entschließungsantrags schnell umsetzen

PPAs gezielt stärken und Vorgaben des EEG-Entschließungsantrags schnell umsetzen

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(ots) - Langfristige Stromabnahmeverträge sind Grundlage für den Ausbau erneuerbarer Energien / attraktive Finanzierungsmöglichkeiten außerhalb des EEG benötigen guten und sicheren Investitionsrahmen

Langfristige Stromabnahmeverträge, Corporate Green PPAs, sind eines der zentralen Instrumente für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie ermöglichen eine langfristige Finanzierung außerhalb der EEG-Förderung. Deswegen hat der Bundestag im Entschließungsantrag aus dem Dezember vergangenen Jahres eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für PPAs angemahnt. Die Marktoffensive Erneuerbare Energien appelliert an die Politik, in den derzeit laufenden Gesprächen ein gutes Investitionsklima für PPAs zu schaffen. Ins Leben gerufen hat die Initiative die Deutsche Energie-Agentur (dena), sowie der Klimaschutz-Unternehmen e.V. und der deutsche Industrie- und Handelskammertag - DIHK.

Der deutsche Markt steckt noch weitgehend in den Kinderschuhen. Auf dem globalen Markt haben PPAs dagegen eine zentrale Rolle eingenommen. Für die in der Marktoffensive versammelten Unternehmen ist es ein besonderes Anliegen, ihnen auch hierzulande zum Durchbruch zu verhelfen. Der Entschließungsantrag bietet dafür jetzt die Möglichkeit. Die Mitglieder der Initiative sehen im marktbasierten Ausbau ein wesentliches Gestaltungselement einer langfristig tragfähigen Finanzierungsmöglichkeit.

Mit Blick auf die Strompreiskompensation für energieintensive Unternehmen macht die Marktoffensive darauf aufmerksam, dass die Inanspruchnahme für Corporate Green PPAs zeitnah im deutschen Recht ermöglicht werden sollte. Hier gilt es, eine zentrale Barriere im deutschen Markt zu entfernen.

Die Ausweitung des Förderrahmens im EEG sollten daher immer darauf geprüft werden, welche Auswirkungen er auf sich selbsttragende Geschäftsmodelle hat. Die Marktoffensive Erneuerbare Energien empfiehlt, die Förderkulisse für die etablierten Technologien wie z.B. PV-Freiflächenanlagen im EEG nicht mehr auszuweiten. So wurde zum Beispiel mit dem EEG 2021 die Grenze für förderfähige Projekte bei PV-Freiflächenanlagen von zehn auf 20 Megawatt erhöht und der Anreiz für die Finanzierung von Neuanlagen über PPAs eher genommen.



Handlungsnotwendigkeit besteht aber auch bei den Stromerzeugungsanlagen, die aus der EEG-Vergütung entfallen. Hier empfiehlt die Initiative, weitere Anschlussförderungen auszuschließen, da sie aus ihrer Sicht die Umstellung auf PPAs verzögern.

Im Zusammenhang mit der Etablierung von PPAs wird deutlich, wie wichtig eine Reform des Abgabe- und Umlagensystems ist. Hier ist der Handlungsdruck groß, da der Strom aus ungeförderten Erneuerbare-Energien-Anlagen stammt, aber dennoch der EEG-Umlage unterliegt.

Grundsätzlich sollen sich kommerzielle Lösungen besser am Markt entwickeln können. Um dabei Stabilität und langfristige Sicherheit bieten zu können, sind beispielsweise Ausfallversichrungen oder die Absicherung des Kontrahentenrisikos ein guter Ansatz. Je transparenter und entwickelter der Markt für handelbare Produkte ist, desto geringer und handhabbarer werden auch die Risiken, so die Überzeugung der Marktinitiative Erneuerbare Energien. Zur Risikoabsicherung setzt sie zudem auf eine Abnahmegarantie im Insolvenzfall des Stromabnehmers.

Zum Positionspapier "Green PPAs: Säule des Erneuerbare-Energien-Ausbaus und zentrales Instrument zur Erreichung der Klimaschutzziele (https://www.dena.de/newsroom/publikationsdetailansicht/pub/positionspapier-green-ppas-saeule-des-erneuerbare-energien-ausbaus-und-zentrales-instrument-zur-err/)" von den Mitgliedern der Martoffensive Erneuerbare Energien.

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Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Irene Beringer,
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