Uboot "U 35" nimmt an EU-Operation "Irini" im Mittelmeer teil
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Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Oliver Brux (34) geht es für die 29-köpfige Besatzung des Bootes für etwas mehr als vier Monate in wärmere Gewässer. Die maximale Kapazität von 36 Personen wird voll ausgeschöpft, indem einige Schüler aus dem Geschwader zusätzlich eingeschifft werden, die diese Gelegenheit für intensive Ausbildung im Bordbetrieb nutzen. "Nach der langen und anstrengenden Einsatzvorbereitung herrscht innerhalb der Besatzung eine große Vorfreude auf den anstehenden Einsatz. Er ist Belohnung und Belastung zugleich. Sowohl die Besatzung als auch die Familien zu Hause werden in gleichen Maßen gefordert sein. Nur gemeinsam ist es möglich, eine solch lange Abwesenheit von über vier Monaten mit der nötigen Gelassenheit anzugehen", so der Kommandant mit Blick auf die weite und lange Reise in den Einsatz.
Etwa drei Wochen wird das Boot bis ins Einsatzgebiet unterwegs sein, ein Versorgungsstopp im spanischen Rota eingeschlossen. Das Einsatzgebiet erstreckt sich im mittleren und südlichen Mittelmeer südlich der Insel Sizilien bis zu den Territorialgewässern Libyens und Tunesiens. Auftrag der Operation "Irini" der Europäischen Union ist die Überwachung und Durchsetzung des Waffenembargos gegen Libyen, daneben aber auch die Störung der Schleuseraktivitäten auf den Flüchtlingsrouten im Mittelmeer. Abstützen wird sich "U 35" auf mehrere Häfen in Italien sowie auf der Insel Malta. Zusätzlich ist etwa in der Mitte des Einsatzes ein längerer Hafenaufenthalt mit der Möglichkeit der Familienzusammenführung auf der griechischen Insel Kreta geplant.
Im Heimathafen Eckernförde zurückerwartet werden Boot und Besatzung Mitte Oktober. Der lange Heimweg wird abermals durch einen Versorgungsstopp unterbrochen werden, dann in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.
Hintergrundinformationen
Nachdem die Außenminister der Europäischen Union am 17. Februar 2020 vereinbart hatten, das VN-Waffenembargo gegen Libyen zu überwachen, wurde einen Monat später durch den EU-Rat die Operation "Irini" beschlossen.
Die Europäische Union verstärkt ihre Bemühungen zur Durchsetzung des Waffenembargos der Vereinten Nationen gegen Libyen und trägt damit durch die Einleitung einer neuen Militäroperation der Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) im Mittelmeerraum zum Friedensprozess im Land bei. "Irini" (neugriechisch für "die Friedfertige") hat als Kernauftrag die Umsetzung des VN-Waffenembargos durch Luftfahrzeuge, Satelliten und Schiffe. Das beinhaltet das Entdecken, Anhalten und Durchsuchen des Waffenschmuggels nach Libyen, verdächtigter Schiffe im Einsatzgebiet (VN-Sicherheitsrats-Resolution 2292 [2016]).
Weitere Aufgaben der Mission sind das Überwachen und Sammeln von Informationen über illegale Exporte von Erdöl, Rohöl und raffinierten Erdölprodukten aus Libyen. Die European Union Naval Forces Mediterranean (EUNAVFOR MED) unterstützt beim Aufbau von Kapazitäten der libyschen Küstenwache/Marine und der Ausbildung von Strafverfolgungsaufgaben auf See. Weiterhin leistet die Operation "Irini" einen Beitrag zur Störung des Geschäftsmodells des Menschenschmuggels und Menschenhandels durch das Sammeln von Informationen und deren Weitergabe an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten.
Das Einsatzgebiet von "Irini" erstreckt sich auf die Hohe See außerhalb der Küstenmeere Libyens und Tunesiens, südlich Siziliens, innerhalb der Region des mittleren und südlichen Mittelmeers. Hinzu kommen der Luftraum über diesen Gebieten sowie angrenzende Seegebiete, die zur Umleitung und Übergabe von Schiffen in einen europäischen Hafen benutzt werden. Davon ausgenommen sind Malta und das umschließende Seegebiet innerhalb von 15 Seemeilen. Das Operationsgebiet entspricht ungefähr der Größe der Bundesrepublik Deutschland.
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Datum: 11.06.2021 - 12:14 Uhr
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